Samstag, 20. September 2014

»Pressefreiheit wird nur noch simuliert«

Unter diesem Titel veröffentlichte Udo Ulfkotte einen deprimierenden Artikel über die Systemmedien unserer Staaten:
Unsere Leitmedien im deutschsprachigen Raum sind jetzt wie gleichgeschaltet. Sie berichten nur noch nach den Regeln der Politischen Korrektheit, betreiben im Interesse der USA Kriegshetze gegen Russland und unterdrücken den freien Informationsfluss. Mein väterlicher Freund Peter Scholl-Latour, den ich vor rund 25 Jahren im Krieg im Nahen Osten kennenlernte, hat mich stets darin bestärkt, vor allem jene Kriegstreiberei der Amerikaner nicht mitzumachen, bei denen deutsche Journalisten nur noch US-Marionetten sind. Nicht nur mir fällt auf, dass es inzwischen immer mehr dieser Marionetten in deutschen Redaktionsstuben gibt. Die Bürger da draußen werden belogen, betrogen und für dumm verkauft!
Es soll mir keiner erzählen, das merke man nicht! Schon längst gibt es in den Medien keine Berichterstattung mehr, sondern nur mehr Meinungsbildung. Früher, in tausendjährigen Zeiten, hieß das: Propaganda und Volksaufklärung. Was wir jetzt haben, ist keinen Deut besser — nur besser getarnt.

Deshalb erschien nicht, und wird auch in unserer Systempresse nicht dieser Bericht über die Absturzursachen der MH17 erscheinen — oder wenn, nur in verstümmelter und propagandistisch verzerrter Form. Er stammt vom 15. August 2014, und seine umfangreichen Darlegungen haben wenig bis keinen Niederschlag in den Fragestellungen der Redaktionen unserer Systemmedien gefunden. Deshalb sei er hier zitiert:
Analyse der Gründe für den Absturz des Fluges МH-17 
(malaysische Boeing 777)

1. Ereignis

Das Flugzeug Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia-Airlines (Amsterdam—Kuala Lumpur) startete von dem Amsterdamer Flughafen Schiphol um 10:14 Uhr UTC (14:14 Uhr MSK) und sollte um 6:10 Uhr der örtlichen Zeit am Zielflughafen ankommen (22:10 Uhr UTC / 2:10 Uhr MSK). Der Luftkorridor 330 war einschließlich der 10 Kilometer Höhe, auf der die abgestürzte Boeing flog, offen für internationale Transitflüge über dem ukrainischen Gebiet. Nach Angaben der Fluggesellschaft brach die Verbindung um 14:15 Uhr GMT ab, in ca. 50 km Entfernung von der ukrainisch- russischen Grenze. Jedoch laut den Daten des Portals Flightradar24 hat die Maschine die ADS-B Übertragung nach 13:21:28 Uhr UTC (17:21:28 MSK, 16:21:28 örtliche Zeit) über der ukrainischen Stadt Snischne auf Flugfläche 33.000 Fuß (knapp über 10 km) eingestellt (letzte übertragene Koordinate: 48.0403°, 38.7728°). Die Überreste des Flugzeuges wurden brennend auf dem ukrainischen Boden entdeckt. Das Flugzeug stürzte ab in der Nähe des Dorfes Hrabovo (nahe der Stadt Thorez). Keiner der Passagiere und der Besatzungsmitglieder überlebt.
(Hier weiterlesen)
LePenseur ist kein Luftfahrtexperte und kein Luftraketentechniker. Aber er kann lesen, und kann, wenn er etwas nicht versteht, Fragen stellen. All das sollten aber auch Redakteure von Systemmedien können, denen dieser Bericht längst bekannt sein müßte. Können sie aber offenbar nicht — denn sie stellen keine Fragen. Oder sie wollen keine Fragen stellen (weil sie dann nicht ungehemmt hetzen könnten?) ...

Statt dessen bemühen sie sich, jeden, der Fragen stellt, als »Putin-Versteher« lächerlich zu machen, und ihn am besten mit der ganz großen Terrorverdachtskeule niederzuknüppeln. Und im übrigen wird weiter gehetzt, was das Zeug hält.

Was einen dabei besonders betroffen macht, ist, daß im Bereich der alternativen Informationsmedien einzelne Blogger und Webseitenbetreiber die Propaganda der Systemmedien kritiklos übernehmen, ja sich daran sogar aktiv beteiligen. Bei manchen liegt es vielleicht an der Sozialisation unter einem Chefredakteur, der nachweislich CIA-Spitzel war, bei anderen schüttelt man nur mehr den Kopf. Sapienti sat.

Machen wir weiter. Bevor wir alle tot sind, gibt' eh keine Alternative dazu ...

Kommentare:

quer hat gesagt…

Das Buch ist bestellt.

Es wird zu den Dokumenten gehören und eingestellt, die den Übergang von einer ehemals Demokratie in eine Diktatur belegen.

Und davon hat's in meiner Bibliothek bereits reichlich. Letzter Zugang bis heute: "Das NSU-Phantom" von Kai Voss.

Taucher hat gesagt…

Ist die Person "Kai Voss" gesichert?
Gibt es ein Bild von "Kai Voss"?

Es gibt Hinweise, dass "Kai Voss" Jürgen Elsässer ist. Elsässer ist verliebt in "Mevlut Kar". Deshalb die entsprechenden Passagen bitte mit Vorsicht genießen.

quer hat gesagt…

@Taucher,
Voss wird vom Verlag als "Mitarbeiter einer Behörde" beschrieben. Den Verlegern bei Antaios ist er ebenfalls bekannt. Und die kennen auch Elsässer. Können also unterscheiden und sind hinreichend seriös.

quer hat gesagt…

@Taucher,
Gegen das hier, kratzt Voss noch an der Oberfläche:

http://wer-nicht-fragt-bleibt-dumm.blogspot.de/

Es ist klar, daß obiges Buch nur der Einstieg in eines der brisantesten Geschehnisse der letzten 25 Jahre sein wird. Nach Beendigung des derzeitigen Schauprozesses geht es erst richtig los.

Die aktuelle Frage ist die: Überlebt das die Angeklagte?

quer hat gesagt…

@Taucher,
Ihre Frage betreffend: Voss wird vom Verlag als "Mitarbeiter einer Behörde" beschrieben. Er ist offensichtlich auch den Verlegern von Antaios bekannt. Und die können zwischen Elsässer und Voss durchaus unterscheiden.

Volker hat gesagt…

"bei anderen schüttelt man nur mehr den Kopf"

Ich nicht.
Das wollten Sie damals nicht glauben, weshalb ich es gern wiederhole:
Das Forum unzufriedener SED-Funktionäre ist ein Desinfo-Blog. Die Protagonisten sind, unangemessen höflich ausdrückt: Desinformanten, realistisch: Propagandaschweine.
Auch und ganz besonders Rayson, egal wo der gerade seinen Verbalmüll ablässt.

Und nun bemühen wir die einfache Logik. Was ist von so einem zu erwarten:
a) Wahrheit
b) Propaganda

Ich kenne die Antwort. Und Sie?

@quer
"Die aktuelle Frage ist die: Überlebt das die Angeklagte?"

Im leider seit einem Vierteljahr anmeldepflichtigen Dönerstrang der Politikforen hatte ich auf diese Frage geantwortet:
"Wetten würde ich darauf nur mit kleinem Einsatz."

Zschäpes "Selbstmord" oder Blitzdiabetes hätte für das Regime den Vorteil, dass die Kuh endlich vom Eis ist. Ohne Zschäpe ist der Prozess tot. Nach Zschäpes Ableben können die die Gerichtsshow noch ein paar Wochen austrudeln lassen und dann mit irgendwelchen Strafen abschließen, die mit der U-Haft abgegolten sind.
Vielleicht verständigen die sich auf Bewährungsstrafen. Da springt für die Angeklagten sogar eine Haftentschädigung heraus, Schweigegeld sozusagen. Da wird sich keiner weiter beschweren, die sind froh wenn die Qual ein Ende hat.
Klappe zu, Affe tot.

Unterdessen sehe ich das anders.
Die Akten sind zwar geleakt, dürfen aber nicht veröffentlicht werden, solange sie nicht im Prozess verwendet worden sind (§353d(3) StGB).
Solange der Prozess läuft, sind die Akten (die die ganze Manipulation beweisen) zwar irgendwie offen, aber tatsächlich für die öffentliche Diskussion nicht verwendungsfähig. Und das bleibt solange der Fall, wie Zschäpe lebt. In dieser Konstellation hat das Regime selbst größtes Interesse an einer lebenden Zschäpe.

quer hat gesagt…

"...für die öffentliche Diskussion nicht verwendungsfähig..."

@Volker,
nur bedingt. Es laufen derzeit bereits Anzeigen wegen Fälschung von Beweismitteln, bzw. Unterdrückung solcher und Beihilfe zur Strafvereitelung. Es kommt Bewegung in die Sache. Bin ich ziemlich sicher.

Lebensgefahr für Zschäpe ist tatsächlich gegeben. Der Staatsräson wegen.

Volker hat gesagt…

"Es laufen derzeit bereits Anzeigen wegen Fälschung von Beweismitteln, bzw. Unterdrückung solcher und Beihilfe zur Strafvereitelung. Es kommt Bewegung in die Sache. Bin ich ziemlich sicher."

Zu den Anzeigen muss ich meinen Senf aus Fatalists Forum recyceln:

Leider nicht.
Ersten können die die Bearbeitung über Jahre verschleppen, ohne dass der Anzeigenerstatter auch nur einen Hauch von Chance hätte was dagegen zu tun.
Und zweitens müssen die Ihre Entscheidungen nur dann begründen (und den Rechtsweg eröffnen), wenn der Anzeigeerstatter gleichzeitig der Verletzte ist.
Deshalb sind diese Anzeigen evtl. sinnvoll als Vorbereitungsmaßnahme für weitere Veröffentlichungen oder um den Lügnern den Rückweg abzuschneiden ("Ihr habt das alles schon vor zwei Jahren in meiner Anzeige gelesen"). Rechtlich sind diese Anzeigen 100% sinn- und wirkungslos.
Isso, kann man nichts machen.

Le Penseur hat gesagt…

Cher Volker,

Obowhl ich Ihren Unmut begreiflich finde, aber:

Auch und ganz besonders Rayson, egal wo der gerade seinen Verbalmüll ablässt

ist nicht ganz die feine englische Art!

Kollege Rayson (dessen Blog sich auch auf meiner Blogroll findet), über den ich mich zwar bisweilen höchlich wundere (z.B. bei seinen Ansichten über den Abschuß der MH17), äußert Meinungen, die Sie halt nicht teilen (und ich diesbezüglich auch nicht). Aber keinen Verbalmüll, sondern bisweilen höchst lesenswerte Artikel (z.B. hier).

P.S.: Ihre Antwort @quer hat was für sich, muß ich sagen!

Anonym hat gesagt…

Jemand postulierte, daß fatalists Informanten, sagen wir, "Behördenmitarbeiter" wären, welche es verdrießt, daß sie aller Loyalität ungeachtet, je nach Opportunität dennoch, unter Umständen, ins Gras beißen könnten - dem profanum vulgus muten sie es aber wohl mit großer Selbstverständlichkeit zu - was soll man davon halten?

Volker hat gesagt…

Wie gesagt, dritter Containtment-Ring.
Vielleicht bin ich dafür ein wenig sensibler, weil ich bis 1989 schon mal in einem totalitären System gelebt habe und man mit dieser Erfahrung (90% der sagenumwobenen "alternative Literaturszene im Prenzelberg" waren IMs) dünnhäutiger wird. Ich habe die schon mal kennengelernt, die von den GenossInnenX der R.-Klasse bereitgestellten Spielplätze- und Ablenkfütterungen für die gebildeten Schichten.
Tobt Euch nur richtig aus, Hauptsache Ihr beachtet die Einhaltung des Sicherheitsabstands zum Kern der Machtausübung. Und denkt daran, die führende Rolle der Partei um Lenins Willen nicht zur Disposition stellen, nicht mal zwischen den Zeilen hinterfragen.
Im Osten nichts Neues, nun auch im Westen.
Haben Sie sich schon mal gefragt, warum das Regime die Publizierung von Kuczynskis Dialog mit meinem Urenkel zugelassen hat?
Spielplatz- und Ablenkfütterung für …

Es geht nicht darum, ob jemand zu irgendwas eine schräg anmutende Meinung hat. Im Gegenteil. Es hat ja keinen Sinn, nur mit seinem Spiegelbild zu reden. Und außerdem ist das ohnehin kein Ding weiter; zahlenmäßig kann ich kaum noch erfassen, wie oft ich schon meine Meinung über alles Mögliche um 180° gedreht habe, manchmal auch mehrfach.
Nur, wenn jemand mal da und dorthin mäandert, müsste der nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit mal in und mal neben der vom Reichspropagandaministerium aufgespannten Matrix liegen.
Kennen Sie einen Fall, wo der Propagandafuzzi draußen gesehen wurde?
Macht nichts, ich auch nicht.

Gerade habe ich gelesen, dass Sie den besagten NSU-Strang im Forum unzufriedener SED-Funktionäre gelesen haben. Nichts kennzeichnet diesen widerlichen Hetzer mehr als sein Bashing dort.
Wenn der Bösewicht mit seiner Darstellung außerhalb der Matrix liegt, noch dazu unwiderlegbar, würden normale Menschen das (zwar widerwillig und mit innerem Groll) akzeptieren. Vielleicht ein paar Präzisierungsfragen, und dann still und leise wieder mal das eigene Weltbild justieren.
Anders die Fuzzis dieses Desinfo-Blogs. Die sehen so was als Auftrag für Meinungsunterdrückung. Oder können Sie erkennen, dass dieser Kotzbrocken wenigstens den Versuch einer sachlichen Auseinandersetzung unternommen hätte?
Halten Sie sein "Halt die Fresse!" für "höchst lesenswert"?

Die ersten zwei Jahre nach 4/11 hatte ich noch gedacht, die NSU-Story hätte einen sachlichen Kern, um die das Regime in aller Eile mehr schlecht als recht einen NSU gebogen hat. Unter dieser Prämisse hatte ich mal ins Spiel gebracht, dass B&M vielleicht als Auftragsmörder der Mafia unterwegs waren.
Nun sind die Akten geleakt und für jedermann nachlesbar, dass es nicht mal einen tatsächlichen Kern gibt. Die ganze NSU-Sache ist erstunken und erlogen von Anfang bis Ende. Total-Fake. Und der ganze Staatsapparat macht mit.
Am meisten hat mich erschüttert, dass das Regime sogar im Fall von Polizistenmord die Bestrafung der Mörder vereitelt.
Wenn sich angesichts dieser Evidenz der "höchst lesenswert" dezidiert auf die Seite der Mörder und ihrer Unterstützer stellt, sorry, da muss man keine Rücksicht nehmen auf diesen Mörderversteher.

@Anonymus
Ich bezweifle nicht, dass Sie einen sehr klugen Gedanken geäußert haben.
Aber könnten Sie den vielleicht so formulieren, dass es auch ein einfacher Handwerker versteht?

Anonym hat gesagt…

Wo wäre ich unverständlich gewesen? - Es ist wie mit der "zunehmenden Gewalt auf Pozilisten" - das gemeine Volk hat die Gewalttätigkeit als Natureignis hinzunehmen, ggf. noch Danke zu sagen (Ihr wollt doch nicht, Genossen, daß Jones zurückkommt?) - aber Bullen zu killen, geht gar nicht.

Volker hat gesagt…

"aber Bullen zu killen, geht gar nicht."

Geht doch - mit freundlicher Unterstützung von Bundespräsident, Bundeskanzlerin, Bundesregierung, Bundestag, BKA, Justiz und Propaganda-S. wie Rayson seine GenossInnX

Carolus hat gesagt…

Hinweis:
raysondetre.wordpress.com is no longer available.
The authors have deleted this site.

???

Anonym hat gesagt…

Eine ganz schlechte Nachricht. Wie soll ich nun meine Felder düngen, wenn diese Jauchengrube versiegt?

Anonym hat gesagt…

Hat @Volker etwa ins Schwarze getroffen?