»Zitat der Woche« – Archiv

Edward Abbey 

Wenn du dich weigerst, ungerechte Steuern zu bezahlen, wird dein Eigentum konfisziert. Wenn du versuchst, dein Eigentum zu verteidigen, wirst du festgenommen. Wenn du dich der Festnahme widersetzt, wirst du niedergeknüppelt. Wenn du dich dagegen wehrst, wirst du erschossen. Diese Maßnahmen sind bekannt als Rechtsstaatlichkeit.

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Lord Acton

Lieber ein Bürger eines bescheidenen Gemeinwesens in den Alpen ohne Aussicht auf Einfluß außerhalb der engen Grenzen zu sein, als ein Untertan einer großen Autokratie, die halb Asien und Europa überschattet.

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Der verlässlichste Prüfstein der Freiheit eines Landes ist das Maß an Sicherheit, dessen sich Minderheiten erfreuen.


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Denken Sie daran: Eine Demokratie hat niemals längere Zeit Bestand. Sie verausgabt sich, begeht Selbstmord. Es hat noch nie eine Demokratie gegeben, die sich nicht letztlich selbst zur Strecke gebracht hätte. Es ist sinnlos zu behaupten, die Demokratie sei weniger eitel, weniger stolz, weniger eigensüchtig oder habgierig als eine Aristokratie oder Monarchie. Das ist sie nicht; die Geschichte bietet kein Beispiel dafür. Alle Menschen unter allen ursprünglichen Regierungsformen werden von den gleichen Leidenschaften beherrscht, die sich, wenn unkontrolliert, in den gleichen Phänomenen von Lug und Trug, Gewalt und Grausamkeit äußern.

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Zu dem Amerika-Gipfel passt hervorragend ein Bericht auf ZH, demnach gestern auf einer Anhörung des US-Kongresses gerade solche Leute wie auf dem Gipfel in Panama gleichgestellt wurden mit ISIS und Boko Haram.

Blogger, Verschwörungstheoretiker und Leute, die der Meinung des Establishments entgegentreten, wurden mit der ISIS verglichen. Das Internet biete eine Plattform für Randgruppen und Extremisten, die dort ihre abwegigen Ansichten verbreiten.

Leute von den Rändern der Gesellschaft haben das Gefühl, etwas bewegen zu können, und das sei ein Problem. Verschwörungstheorien bedrohten die Weltordnung und unterminierten globale Institutionen.

Besonders bedroht fühlen sich die Verbreiter der offiziellen Meinung durch den Erfolg des russischen Senders RT. Dieser Erfolg ist auch darauf zurückzuführen, dass dort die Wahrheit über Geopolitik und die US-Außenpolitik berichtet wird - ein Feld, auf dem Washington nicht konkurrieren kann.

Noam Chomsky: »Die Vorstellung, dass es ein Netzwerk gibt, das die Leute erreicht, aber nicht die US-Propaganda verbreitet, kann vom US-Establishment nicht toleriert werden.«

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zum Wahlsieg Van der Bellens

I’d like to congratulate Austria’s women voters on winning the destruction of their country and a bountiful and growing abundance of rape and violence for themselves. Truly, this is a glorious achievement which shall be recorded in history for ages to come as a showcase of the fruits of democracy, equality, and universal suffrage.


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Es ist schon spannend, dass ein Land, das einen älteren FDP-Mann wegen einer eher lässlichen Bemerkung über das Dekolleté seiner Gesprächspartnerin fast des Landes verwiesen hätte, die versuchte massenhafte Vergewaltigung von knapp hundert Frauen am Kölner Hauptbahnhof als unangenehmes Rumpeln noch nicht vollständig abgeschlossener Integration wahr nimmt.


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Roland Baader

Das Internet ist eine große Chance: Wenn sich die Wahrheit unsubventioniert verbreiten kann, schlägt sie die subventionierte Lüge.

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So we locked down an entire city, brought in a military force to search for a single man, suspended the Bill of Rights, and now, the city’s largest newspaper calls for more surveillance cameras. If you’re a terrorist who wants to scare an American city into willingly handing over the values that make free societies free, Boston is your template.

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Die Parallelen zum August 1914 sind erschreckend:

1914 gab es ein einziges Land, das den Krieg in Europa brauchte: England. Das britische Empire hatte zu dieser Zeit ein Außenhandelsdefizit von 50 Prozent. Um 1900 wurde bereits im englischen Parlament sehr klar gesagt, wenn die Importe nicht in dem Maß aufrecht erhalten werden können, wie man sie damals hatte, werden 50 Prozent der englischen Bevölkerung verhungern…

In Bretton Woods löste bekanntlich der $ das £ als Welt-Leitwährung ab. Allerdings, das britische £ hat letztlich genau dieselben Privilegien, wie der $. Die Briten, wie die USA (Angloamerikaner) können schlicht und einfach ihre Außenhandelsdefizite „ignorieren“. Auch die Briten können soviel Geld drucken wie sie wollen ... Das ist einer der Gründe, warum die Engländer nicht im € sind.

Die Parallelität zu 1914: Damals 50 Prozent Außenhandelsdefizit Englands. Heute, sowohl England als auch USA haben REAL mindestens 40 Prozent Außenhandelsdefizit. Diese Parallelität ist sehr, sehr bedenklich. Wir sind in einem ähnlichen Zustand. Die größten Imperien sind wirtschaftlich am Ende und zetteln weltweit Kriege an!


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Otto Fürst von Bismarck

"Die öffentliche Meinung verlangt, daß bei Konflikten von Staaten der Sieger sich mit dem Moralkodex in der Hand über den Besiegten zu Gericht setze und zur Strafe ziehe für das, was er gegen ihn begangen, womöglich auch noch für seine Sünden gegen Dritte. Das ist ein ungebührliches Verlangen. Begriffe wie Strafe, Lohn, Rache gehören nicht in die Politik.

Die Politik darf der Nemesis nicht ins Handwerk pfuschen, nicht das Richteramt ausüben wollen. Die Politik hat nicht zu rächen, was geschehen ist, sondern zu sorgen, daß es nicht wieder geschehe. Die Politik hat sich unter allen Umständen einzig und allein mit der Frage zu beschäftigen: Was ist hierbei der Vorteil meines Landes, und wie nehme ich diesen Vorteil am besten und am fruchtbarsten wahr?"

(aus: Moritz Busch, Unser Reichskanzler, 1884, Bd. I, S. 99 f)


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Die Verfechter des Sozialstaats sind die wahren Träger der Kälte. Denn die Verfechter des Sozialstaats müssen davon ausgehen, dass nicht genug Solidarität in der Gesellschaft vorhanden ist, um ein effektives und ausreichendes System freiwilliger Hilfe zu gewährleisten. Statt auf freiwillige Hilfe setzen sie auf erzwungene Leistungen. Es ist dieser Zwang, in dem sich Kälte ausdrückt: Die Kälte derjenigen, die Mitmenschen gegen ihren Willen zur Hilfe zwingen. Die Verfechter des Sozialstaates geben ja immer freigiebig das Geld anderer Leute aus und nennen das Solidarität. Es ist die Solidarität von Räubern.

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Tom Borg

Die Vorgänge um den Ex-NSA-Mitarbeiter Snowden zerren einmal mehr etwas in die Öffentlichkeit, das eigentlich unsinnig ist: Staatsgeheimnisse. Kann es die heutzutage überhaupt noch geben? Sicher, der Staat muss seine Bürger schützen und dabei kann er nicht alles hinausposaunen. Kurioserweise richtet sich diese Geheimhaltung aber nicht mehr gegen fremde Mächte, wie es in früheren Zeiten der Fall war, sondern ganz explizit gegen die eigenen Bürger. Sprich: der Staat hat Geheimnisse vor seinen eigenen Bürgern, die zwar alles zahlen aber nicht alles wissen dürfen.

Andere Staaten hingegen kennen diese Geheimnisse, also zumindest deren Geheimdienste, da die ja wiederum deren Bürger nichts erzählen dürfen. Doch die Geheimdienste untereinander scheinen einen munteren Datenaustausch zu betreiben -wobei de facto jeder jeden beschüffelt. Was gibt es da also noch zu verheimlichen? Allenfalls noch die Details, wie stark die Staaten nicht nur fremde sondern auch ihre eigene Bürger überwachen. Denn die Staaten untereinander, nein, deren Geheimdienste, sind sich einig, dass die Bürger den genauen Umfang besser nicht kennen sollten, da sie selbst nur zu genau wissen, wie weit sie bestehende Gesetze übertreten.

Und damit sind weniger nationale Gesetze wie die gern bemühte Vorratsdatenspeicherung gemeint, sondern vielmehr internationale Vereinbarungen, allgemein anerkannte Menschenrechte, deren Einhaltung von allen Staaten zugesagt wurde, aber von keinem Nachrichtendienst tatsächlich eingehalten werden. Das eröffnet nicht nur staatsrechtliche Diskussionen unter Stammtisch-Philosophen, sondern liefert Snowden auch ein Argument, das von politischer Peinlichkeit für die USA kaum noch zu übertreffen ist.

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Heino Bosselmann

Haltung ist viel. Sie kompensiert zeitläufige Schwäche und läßt immer Entscheidungen zu. Sie überwindet das Scheitern, selbst wenn man objektiv längst gescheitert ist. Wer das Besondere will, muß stets der Möglichkeit der eigenen Katastrophe gewärtig sein. Von vornherein zu wissen, ja zu erwarten, daß man scheitern und untergehen kann, ja vermutlich gar wird, ist die Eingangsbedingung der Teilnahme an einer offensiv ktitischen Bewegung. Durchkommen, Anerkennung finden, Erfolge vermelden, geatzt und versorgt werden, das ist das Vorrecht der Philister, des Pensionärskonservatismus und der Riester-Rentner. Wer das so will, gehört ohnedies zu einer komfortabel lebenden Mehrheit und mag auf deren Seite bleiben. – Nur verändern wird er nichts.

In ihrer von der Natur gesicherten Überzahl sind die mediokren Typen, sind all die im faulen Kompromiß zusammengeschlossenen Nullen eine Macht, die sich notfalls sehr wohl der Guillotine zu bedienen versteht, wenn ihr die allzu wenig Besonderen zu gefährlich wären, und das werden diese Erlesenen schon, sobald sie sich nicht mehr als käuflich und korrumpierbar erweisen.

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Rudolph Burger

„Bei uns droht Faschismus dann und immer nur dann, wenn Gefahr besteht, dass die SPÖ nicht mehr in der Regierung ist. Punkt.“

»Kleine Zeitung« vom 15. Mai 2016


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Klaus von Dohnanyi

 Wo die Völker einerseits für ihre Budgetpolitik auf nationaler Souveränität beharren und andererseits eine zentralisierte Haftungsgemeinschaft für fremde Staatsschulden fordern, kann es keinen Fortschritt geben.

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Heimito von Doderer

Sozialismus nennt man einen ungeheuren Aufwand zum Wohle der Menschheit, welcher sich selbst so restlos konsumiert, daß am Ende tatsächlich Jeder Alles, nämlich das übriggebliebene Nichts hat.

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Die Politiker benutzen unser Geld um Probleme zu lösen, die wir nicht hätten, wenn die Politiker nicht unser Geld hätten.

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Der Rechtsstaat weicht nicht vor der Gewalt der Straße zurück. Der Rechtsstaat verzichtet einfach darauf, einer zu sein, indem er auf Weisung der Regierenden die Gesellschaft teilt in die Rechtlosen und die Pflichtlosen. Ein Teil hat alle Pflichten zu erfüllen, darf sich aber keinerlei Recht herausnehmen, der andere Teil hat alle Rechte und muss dafür keinerlei Pflichten erfüllen. Für die einen bleibt das dumpfe Gefühl, für sie gäbe es keinen Rechtsstaat, für die anderen, sie hätten Narrenfreiheit.

Wie diese Gruppen aufgeteilt sind und wer zu welcher gehört, kann man dann an den staatlichen Reaktionen auf Pflichtverletzungen oder Rechtsansprüche erkennen.
Macht die Augen auf!

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Friedrich August von Hayek

Wir verdanken den Amerikanern eine große Bereicherung der Sprache durch den bezeichnenden Ausdruck weasel-word. So wie das kleine Raubtier, das auch wir Wiesel nennen, angeblich aus einem Ei allen Inhalt heraussaugen kann, ohne daß man dies nachher der leeren Schale anmerkt, so sind die Wiesel-Wörter jene, die, wenn man sie einem Wort hinzufügt, dieses Wort jedes Inhalts und jeder Bedeutung berauben. Ich glaube, das Wiesel-Wort par excellence ist das Wort sozial. Was es eigentlich heißt, weiß niemand. Wahr ist nur, daß eine soziale Marktwirtschaft keine Marktwirtschaft, ein sozialer Rechtsstaat kein Rechtsstaat, ein soziales Gewissen kein Gewissen, soziale Gerechtigkeit keine Gerechtigkeit – und ich fürchte auch, soziale Demokratie keine Demokratie ist.

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Klaus Hornung
(aus einem Artikel in: »Junge Freiheit«)

Die (extreme) Linke war schon immer Meister im Besetzen der Begriffe und damit der Köpfe – beginnend mit Marx und Lenin. Der rot-grüne Block in Deutschland und seine willigen Helfer in den Medien haben diese Tradition seit Jahren erfolgreich fortgesetzt. Es ist ihnen gelungen, den eigenen politischen Standpunkt und Willen als den allein „demokratischen“ auszugeben und die Gegner mit den Begriffs-Keulen „Faschismus“, „Rassismus“, „Fremdenfeindlichkeit“ etc. zu belegen und damit a priori aus dem politischen Diskurs auszuschalten. […] Der Linksfaschismus marschiert im Gewand der antifaschistischen Demokratie. […] Natürlich konnte die Sprecherin der Grünen, Müller, auch jetzt von der hier verbreiteten Semantik und Begriffs-Strategie nicht lassen. Als Vertreterin einer historisch-politisch verkorksten Generation ist sie dafür, zum Beispiel Einwanderungs- und Flüchtlingsfragen zu tabuisieren, politische Schicksalsfragen aus dem öffentlichen Diskurs einfach auszuklammern, also den Menschen vormundschaftlich einen Maulkorb zu verpassen, sie der Schweigespirale zu unterwerfen. […] Des Kaisers neue Kleider werden eben stets nicht oder zu spät erkannt. Die Demokratie-Gegner finden sich heute nicht in der rechten Mitte, sondern bei moralisch und politisch Überheblichen wie Frau Müller. Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, daß sie damit nicht durchkommen.


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Manfred Jacobi

Kläffende Hunde werden bekanntlich immer lauter und stärker, je mehr man vor ihnen zurückweicht. Ignoriert man sie jedoch, dann verstummt allmählich auch ihr Gebell und irgendwann ziehen sie sich brummend in eine Ecke zurück.Dieses Verhalten ist ganz ähnlich dem, was in der politkorrekten Medokratie gelegentlich abgezogen wird. Der lächerliche #Aufschrei um Rainer Brüderle ist ja noch gut im Gedächtnis. Auch hier erhob sich ein Kläffen von Seiten selbsternannter Moralwächter.

Interessant vor allem wie Brüderle die moralinsauren Brüder und Schwestern links liegen ließ und der aufgebrachten Meute nicht die Genugtuung einer Entschuldigung (wofür eigentlich?) zukommen ließ. Das wäre die ultimative Anerkennung der ganzen Treibjagd gewesen. Dazu kam es jedoch nicht.

Der Mann hat Steherqualitäten, und das verdient umso mehr Würdigung als in gefühlten 90% aller Medienkampagnen die Angegriffenen vor dem Mob in die Knie gehen. Aber vielleicht ist das ja auch der Auftakt zu einer Trendwende.

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Eigentlich ist es ja keine Überraschung, zumal Ähnliches ja auch in anderen Ländern wie Deutschland, Österreich etc. gilt: Medienleute sind überwiegend politisch links gestrickt. Die Zahlen für das schwedische Fernsehen SVT sind hier zu begutachten: http://goo.gl/Ujqmn

Die obere Grafik zeigt die politischen Einstellungen der SVT-Mitarbeiter, während die untere die entsprechenden Einstellungen der Gesamtbevölkerung darstellt. Was für ein Unterschied! Während beispielsweise die kommunistische Vänsterparti (V) bei den landesweit nur auf 5% kommt, hat sie unter SVT-Leuten immerhin 18% Zustimmung. Die grüne Milieuparti (MP) hat im Volk 12 % Zustimmung, im SVT aber sagenhafte 52%! Insgesamt stehen 83% der SVT-Mitarbeiter dem linken Parteienspektrum nahe, während der regierenden (rechten) Allianz nur 17% nahe stehen.

Ein Professor der Universität Göteborg bezeichnet diese Linkslastigkeit als ein "demokratisches Problem".

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Kein Politiker hat ein Interesse daran, dass die Bürger selbstbewußte und starke Persönlichkeiten sind, die mutig und voller Tatendrang ihr Leben in die Hand nehmen. Sie wünschen sich das Menschenbild des Versagers, denn nur dann können sie die Bühnenshow „gegen die Armut“ aufführen. Sie arbeiten mit voller Inbrunst und Leidenschaft daran, die Menschen in ihrem zunehmend unschöneren Ausnahmezustand verharren zu lassen, damit sie ihre Überlegenheit voll auskosten können.

Da wird in Politikerkreisen gönnerisch von der Förderung „bildungsferner“ Menschen gefaselt. Ich würde zu gerne wissen, wie viele von diesen „Bildungsfernen“ unter den Abgeordneten zu finden sind, die nur so clever waren, aus ihrer völligen Inkompetenz noch einigermaßen Kapital zu schlagen. Wie viele werden Politiker, die in der realen Wirtschaft wahrscheinlich keinen Job bekommen würden, der ihnen den Lebensunterhalt sichert?

Claudia Roth ist so ein charmantes Beispiel. Keine Ausbildung, keinen Beruf, keine Qualifikation. Wie „bildungsnah“ soll das sein? Wer würde diese Frau, die zudem noch dadurch auffällt, daß sie ständig „betroffen“, „berührt“ und „empört“ ist, einen unter Wettbewerbsbedingungen ausgeschriebenen Job anbieten?

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Manfred Kleine-Hartlage

Die BRD ist ein Staat im Übergang. Es gibt noch bedeutende Restbestände an überlieferter liberaler und rechtsstaatlicher Substanz, die zu verteidigen sich lohnt, aber dieser Staat befindet sich auf der Bahn in den Totalitarismus, weil er von seiner eigenen politischen Klasse dorthin geführt wird.

Sämtliche Blockparteien, die man deswegen auch so nennen darf, betreiben im Kern ein und dieselbe Politik, und sie verheimlichen es nicht einmal, sie rühmen sich dieser Politik sogar, wenn auch in ideologisch-propagandistischen Verklausulierungen.

Diese Politik zielt darauf ab, staatliche Kompetenzen von der nationalen auf die supranationale Ebene zu verschieben und sie dadurch demokratischer Kontrolle zu entziehen. Sie zielt darauf ab, das eigene Volk zugunsten dieser supranationalen Einheiten, zugunsten fremder Staaten und nicht zuletzt zugunsten des Finanzsektors auszuplündern. Sie zielt darauf ab, ungehemmte Masseneinwanderung herbeizuführen und dadurch das deutsche Volk als solches, das heißt als Solidargemeinschaft, aufzulösen. Nach dem 17. Juni 1953 hatte Bertolt Brecht der DDR-Regierung empfohlen, sie möge doch das Volk auflösen und sich ein neues wählen. Das war damals ironisch gemeint. Heute ist es Staatsdoktrin.

Es handelt sich um eine Politik des Kalten Staatsstreiches, bei der von der Demokratie nicht mehr übrig bleiben soll und wird als eine bloße Fassade. Es handelt sich um eine Politik, die nicht anders als die Politik der DDR darauf abzielt, eine Utopie zu verwirklichen, diesmal die Utopie einer „One World“, die man sich auf grünen Parteitagen als ein Reich der Harmonie vorstellt, wo sich alle ganz doll liebhaben.
Die Wirklichkeit in den Teilen unserer Stadt, wo man dieser Utopie schon etwas näher gekommen ist, erst recht die Wirklichkeit in Ländern wie Frankreich, England und Schweden spricht aber eine ganz andere Sprache. Sie ist ein Vorgeschmack auf die „One World“, und bereits dieser leichte Vorgeschmack lässt schon ahnen, was für eine Hölle das sein wird. Die One World, genau wie vorher der Kommunismus, ist eine Kopfgeburt von utopistischen Ideologen: Was sie versprechen, ist immer der Himmel. Und was sie liefern, ist immer die Hölle. Allerdings eine Hölle, die aus ihrer Sicht den ganz eminenten Vorteil hat, dass sie selber darin die regierenden Oberteufel sind.

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Václav Klaus

Die Eliten benutzen Einwanderer, um eine neues europäisches Reich zu schaffen, die einzelnen Identitäten der europäischen Staaten werden von ihnen ausgelöscht, um ein neues undemokratisches europäisches Imperium zu schaffen, das zwangsläufig mit Russland kollidieren soll.

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Michael Klonovsky

Der dieswöchige Spiegel handelt von der "Modetugend" Konsumverzicht. Was leider in der Titelgeschichte fehlt, ist eine Betrachtung der Frage, woher das zwanghafte kollektive Konsumieren, die Stillung immer neuer, noch kurz zuvor ungeahnter Bedürfnisse eigentlich rührt. "Künstlich die Triebe zu wecken, um sich an ihrer Befriedigung zu bereichern, ist das unverzeihliche Verbrechen des Kapitalismus", schreibt Nicolás Gómez Dávila. Aber ist es wirklich der Kapitalismus? Oder steckt noch etwas Tieferes, Biologisches dahinter? Das Paarungsverhalten vielleicht? Hat die wirtschaftliche Unterentwickeltheit der muslimischen Welt nicht mit der aus der Öffentlichkeit ferngehaltenen, der Freiheit der Partnerwahl beraubten Frau zu tun? Und der wirtschaftliche Erfolg des Westens, ob Phyrrussieg oder nicht, mit dem ewig angestachelten und ins Produktive kanalisierten Konkurrenzkampf der Männer um die Frauen? Andersherum gefragt: Ist nicht das Märchen vom Fischer und seiner Frau der Basistext allen westlichen Wirtschaftens? Und wiederum auf den Spiegel-Titel gedreht: Ist nicht die Frau die eigentliche Anstifterin und Hauptursache jeglichen Konsums? Die, auch nachdem der Mann sie "errungen" (Schiller) hat, immer mehr will? Am individuellen Kaufverhalten lässt sich das mühelos nachweisen, und auch in Partnerschaften ist in der Regel sie diejenige, die den Konsum forciert, weil sie das Heim vergrößern und verschönern, den Nachbarn oder die Freundin ausstechen will und den Mann triezt, er solle mehr Kapital für die Stillung ihre tatsächlich unersättlichen Wünsche herbeischaffen, während er doch lieber faul herumläge und Bier tränke. So sind denn die Konsumverzichts-Beispiele im Spiegel samt der dort zitierten sogenannten Vordenker des aus meiner Sicht durchaus löblichen Trends, mit einer Ausnahme, Männer. (Acta diurna 1.4.2014)

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Mein Kollege Michael Miersch hat die witzige Idee, die Handicap-Theorie aus der Evolutionsbiologie auf die Bundesrepublik anzuwenden. Diese von den Biologen Amotz und Avishag Zahavi aufgestellte Theorie meint, dass gerade ein offenkundiger körperlicher Nachteil evolutionäre – also reproduktive – Fitness demonstrieren könne. Das bekannteste Handicap ist das Pfauenrad, ein prachtvolles Signal an die Artgenossen und eine womöglich noch prachtvollere Selbstdarbietung als Beutetier. Wer trotz einer solchen autogenen Behinderung überhaupt auf der Welt sei, signalisiere also eine ganz besondere Überlebenskraft. Auf die Bundesrepublik bezogen: Wer trotz einer wirtschaftsschädlichen Energiewende samt Atomausstieg, trotz einer absurd selbstlosen Einwanderungspolitik, die nicht Fachkräfte sucht, sondern Sozialhilfe verteilt, trotz Hunderter staatlich alimentierter Gender-Professorinnen, Gleichstellungsbeauftragten und ähnlicher DrohnInnen, trotz zunehmender Vergreisung der Bevölkerung, trotz auf Nimmerwiedersehen geliehener Milliarden an europäische Pleitestaaten und trotz übernommener Milliardenschulden von Pleitebanken immer noch wirtschaftlich an der Spitze des Kontinents stünde, sei eben so etwas der Pfau unter den Staaten.

Aus dieser Perspektive kann man zumindest dem trotz allem denn doch wohl kaum zu verhindernden Niedergang dieses Landes eine gewisse Prächtigkeit abgewinnen. (Acta diurna 26.8.2013)

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Einige notwendige Anmerkungen zu Richard Strauss:
Richard Strauss notierte am 8. November 1918 in seinen Kalender: „Abdankung des Kaisers, Republik (...), Revolution; Koffer gepackt; 1 Stunde Tiergarten; abends bei Levin und Skat.“ Diese Mischung aus Indolenz und Grandiosität ist einzigartig. Vermutlich gab es in ganz Europa keinen Menschen, den die Zäsuren 1914, 1918, 1933 und 1945 weniger mitnahmen als Strauss, der in seinem eigenen Universum lebte. Beide Weltkriege haben sein kompositorisches Schaffen nicht die Spur beeinflusst, in seinen Partituren tauchen weder Blut noch Pulverdampf, weder Schützengraben noch Hungersnot, weder Tanks noch Millionenheere, weder Diktatur noch Bombenkrieg auf. Er weilte gedanklich auf Hellas, in den Alpen oder im 18. Jahrhundert. Einem Sterblichen würfe man Herzlosigkeit oder gar Schwachsinn vor; Strauss im ruhigen Bewusstein seiner Unsterblichkeit blieb darüber erhaben. Er schuf parallel zur schnöden Wirklichkeit seine eigene, schönere, dauerhaftere.

So machte sein Balett Schlagobers – tanzende Pralinen und Tortenstücke aus der Konditorei Dehmel – anno 1922, zur Zeit der schlimmsten Inflation, beim Publikum keinen besonders guten Eindruck. „Ich habe wohl das Recht, die Musik zu schreiben, die mir passt", beklagte sich Strauss bei Romain Rolland. "Ich kann die Tragik unserer Zeit nicht ertragen. Ich möchte Freude machen.“ – Als der NS-Kreisleiter von Garmisch im Winter 1943 von ihm verlangte, ausgebombte Landsleute in seiner Villa aufzunehmen, lehnte Strauss ab. Auf die Vorhaltung: „Auch Sie müssen Opfer bringen für den Heldenkampf unseres Volkes. Denken Sie an die Front, wo Tausende der besten Deutschen fallen“, versetzte der Komponist: „Wegen mir braucht kein Soldat zu fallen. Ich habe diesen Krieg nicht gewollt.“ – Insgesamt kamen 26 Verwandte seiner Schwiegertochter Alice in Theresienstadt, Auschwitz und anderen Konzentrationslagern ums Leben. "Wieder einmal bestand Strauss’ einziger Trost in dieser furchtbaren Zeit Ende 1943/Anfang 1944 im Komponieren. Er begann seine Sonatine Nr. 2 für Holzbläser zu skizzieren, die seltsamerweise den Untertitel Fröhliche Werkstatt trägt", schreibt sein Biograph Bryan Gilliam.
Was den Komponisten am Ende des Krieges wirklich erschütterte, waren nicht die Millionen Toten, sondern die Zerstörung der Opernhäuser von München, Wien und Dresden. Da ihn nicht nur die Nationalsozialisten, sondern auch die Musen auf ihrer Gottbegnadetenliste führten, überstand er das Kriegsende nahezu bruchlos. Der amerikanische Major, der seine Villa requirieren wollte, stellte das Haus sofort „off limits“, als er in dessen Besitzer den Komponisten des „Rosenkavalier“ erkannte – „ein totaler Sieg des Geistes über die Materie“, wie Strauss anmerkte. Es kränkt das moderne Bewusstsein, dass es Menschen gab, die so weit oberhalb der üblichen moralischen Kriterien existierten und in Gestalt ihrer Werke sogar noch stichhaltige Gründe dafür vorlegen konnten. Aber solche Menschen gibt es anscheinend nicht mehr.

P.S.: Immerhin haben die Weltkriege zweimal sein komplettes Vermögen vernichtet, für einen materiell orientierten Menschen wie Strauss eine Katastrophe, und auch sein Wiener Domizil ging verloren. Aber verglichen mit dem, was die meisten seiner Landsleute erdulden mussten, waren das Petitessen, zumal ihm sein weltberühmtes Werk schnell neue Einkünfte verschaffte.

P.P.S.: Alice Strauss sagte nach dem Krieg: „Wir wussten, daß viele Mitglieder meiner Familie nach Theresienstadt gebracht worden waren, und glaubten, dort sei ein Arbeitslager, wo man jüdische Menschen zusammenfaßte, um sie später irgendwo anzusiedeln. Von Vernichtung wußten wir nichts, hätten es auch nicht geglaubt.“
Frau Strauss ahnte damals offenbar nicht, was deutsche Zeitgeschichtler, Politiker und Medienschaffende später zweifelsfrei nachweisen würden, nämlich dass natürlich alle Deutschen über alles Bescheid wussten. (Acta diurna 27.5.2014)

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Das 25. Jubiläum des Mauerfalls naht. Für mich eingemauerten Ostberliner mit keinerlei Westkontakt außer dem televisonären war die Bundesrepublik damals das Land, an dessen Tor warnend der kummervolle Herr Bednarz stand. Ein Land, in dem die Luft, die Flüsse und die Kleidung vergiftet oder verstrahlt waren, in dem Ausbeuter die Macht hatten und Neonazis kurz davor standen, sie zu erobern, in dem Armut, Obdachlosigkeit, Drogensucht, Zwangsprostitution zum Alltag gehörten und wo jede Minderheit unterdrückt wurde, ein Land der sozialen Kälte, der Herzlosigkeit, des Chauvinismus und der sterbenden Wälder, also ein Land, in das man keinesfalls einwandern wollte. – Vielleicht sollte man ja die alten Monitor-Sendungen aus den Archiven holen, in alle afrikanischen Landessprachen übersetzen und zur Abschreckung überall auf dem schwarzen Kontinent ausstrahlen. (Acta diurna)

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Indem sie auf die Weitergabe ihrer Gene verzichten, leisten Märtyrer wie C. Roth, R. Künast oder V. Beck einen wichtigeren Beitrag für die Zukunft dieses Landes, als es ihnen selber vorschweben dürfte. (Acta Diurna 5.7.2015)

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Man muss schon ziemlich blöd sein, wenn man aus einem islamischen Staat Nordafrikas nach Europa flieht und dann versucht, in Europa nordafrikanische Zustände herzustellen. Aber das ist nichts verglichen mit der Blödheit, die nötig ist, um solche Menschen massenhaft nach Europa zu holen.  
(Acta diurna vom 27. September 2016)

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Kurt Kowalsky

Der Grad der Verblödung gewisser journalistischer Hackfressen wird nur durch ihre Korruptheit und Staatsnähe übertroffen.

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Andrzey M. Lobaczewski

Wenn Psychopathen eine Gesellschaft regieren, wird die Gesellschaft deren Wesenszüge aufweisen. Im Allgemeinen wird sie stark korrumpiert sein. Aber da Täuschung ein primäres Wesensmerkmal des Psychopathen ist, wird sie menschlich erscheinen. Ihre Eigenschaften können von höchster Regie-rungsebene bis hinunter zum Straßenniveau beobachtet werden.

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Lord Macaulay of Rothley 

Nicht durch die Einmischung des allwissenden und allmächtigen Staates, sondern durch die Klugheit und Energie des Volkes hat England in der Vergangenheit zivilisatorische Fortschritte errungen; und eben diese Klugheit und Energie sind es, auf die wir heute mit Zuversicht schauen.

Unsere Regierenden werden die Nation voranbringen, indem sie sich strikt auf ihre rechtmäßigen Pflichten beschränken, indem sie es dem Kapital überlassen, die lukrativsten Anlagemöglichkeiten zu finden und Waren ihren fairen Preis; Mühe und Intelligenz sollen ihren natürlichen Lohn, Trägheit und Dummheit ihre natürliche Strafe finden; dem Staat obliegt es, den Frieden zu wahren, das Eigentum zu verteidigen, die Kosten des Rechts zu senken und überall strikte Sparsamkeit walten zu lassen.

Lasst die Regierung so handeln: und das Volk wird gewiss den Rest tun.

Southey's Colloquies on Society, 1829
(übersetzt von Morgenländer)


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Frank Meyer

Das waren Zeiten, als Banken noch überfallen wurden. Heute läuft es anders herum.

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Zynischerweise werden Notenbanker heute Währungshüter genannt.
Wenn das Orwell noch erleben würde ...

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Alipius C. Müller, CanReg

Zwischen »Ich tue Dir Gutes, weil meine Religion es mich so lehrt« und »Du mußt Anhänger meiner Religion sein, damit ich Dir nichts Übles tue« gibt es einen Unterschied.
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Vilfredo Pareto


Soziale Bewegungen folgen dem Weg dem geringsten Widerstandes. Während es meist recht anstrengend ist, wirtschaftliche Güter zu erzeugen, ist es sehr leicht, sich Güter anzueignen, die andere erzeugt haben. Noch leichter ist es dies geworden, seit man das Gesetz dafür in Anspruch nehmen kann. Um zu sparen, bedarf der Mensch eines gewissen Maßes an Selbstkontrolle. Ein Feld zu beackern, um Weizen zu ernten, ist harte Arbeit. In einem dunklen Winkel zu warten, um einen Passanten zu berauben, ist gefährlich. Wählen zu gehen, ist da ein viel leichterer Weg. Und wer immer den Wählern verspricht, sie in den Besitz der Güter anderer zu bringen, wird ihre Stimme sicher haben.
aus: »The Other Pareto« (herausgegeben von P. Bucolo, London 1980, übersetzt von Morgenländer)

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Mexican drug cartels aren’t fans of marijuana legalization in the United States. Did you know that our country’s drug laws (perhaps inadvertently) create collusion between the Christian right and drug lords, who incentivize people to be moral and make money respectively.

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Konsumförderung ist gut, wenn der Staat “die Konjunktur ankurbelt”. Aber schlecht, wenn Unternehmen durch Werbung “Bedürfnisse erzeugen”. 

Von Unternehmen angeblich bewusst eingebauter Verschleiß ist verurteilenswert. Aber staatliche Abwrackprämien sind zu loben.

Unternehmen sind böse, weil sie Arbeitnehmer ausbeuten. Und böse, wenn sie das Ausbeutungs-verhältnis irgendwann beenden. Moralisch einwandfrei hingegen handelt, wer nie jemanden einstellt.

Die AfD ist eine gefährliche Partei, weil in ihre Leute Mitglied sind, die ihren Quark vorher in rechten Splittergruppen vertreten haben. Die umbenannte SED mit ihren DDR-Funktionären und Stasi-Mitarbeitern aber gilt als Partei, die den Ministerpräsidenten eines Bundeslandes stellen soll.
Als progressiv gilt, wer sich für Frauenquoten ausspricht. Und auch, wer Geschlechter für ein soziales Konstrukt hält, das vom Einzelnen frei gewählt werden sollte. Und auch, wer davon ausgeht, dass es mindestens 60 davon gibt. 

Logik muss reaktionär sein.

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 Wilhelm Röpke

Wenn der Liberalismus daher die Demokratie fordert, so nur unter der Voraussetzung, daß sie mit Begrenzungen und Sicherungen ausgestattet wird, die dafür sorgen, daß der Liberalismus nicht von der Demokratie verschlungen wird.
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(in einem Vortrag zu zeitkritischen Fragen »Wo stehen wir? Wohin treiben wir?« am 8.2.1933) 
Angesichts der Ereignisse der letzten Jahre bedarf es in der Tat einer starken philosophischen Unerschütterlichkeit, wenn man sich der Suggestivkraft des Schlagworts von der 'Epochenwende' entziehen will ... Nichts Geringeres geht vor sich, als daß ein Massenaufstand gegen die letzten Grundlagen alles dessen angebrochen ist, was wir Kultur nennen: ein Massenaufstand gegen Vernunft, Freiheit, Humanität und gegen jene geschriebenen und ungeschriebenen Normen, die in Jahrtausenden entstanden sind, um eine hochdifferenzierte menschliche Gemeinschaft zu ermöglichen, ohne die Menschen zu Staatssklaven zu erniedrigen ... Es gehört zur Definition des Massenmenschen, daß er intolerant und nicht geneigt ist, in Diskussionen einzutreten, daß er mehr dem Gefühl als dem Verstand folgt und für den Gedanken der Humanität nur ein geringfügiges Lächeln hat. Und dieser Massenmensch ... steht im Begriff, die Herrschaft an sich zu reißen.

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Die üblicherweise angeführten wirtschaftlichen und humanitären Gründe für Einwanderung nach Europa halten einer näheren Überprüfung nicht stand. Jedes Land auf der Welt ist grundsätzlich in der Lage, aus eigener Kraft denselben Wohlstand, dieselben politischen Freiheiten und dieselbe soziale Sicherheit zu entwickeln wie die rohstoffarmen Länder Europas. An den internen Gründen, die das behindern, müssen Politik, Gesellschaft und jeder einzelne Bürger vor Ort ansetzen. Auswanderung ist keine Lösung, auch die Entwicklungshilfe hat zumindest in Afrika in der Summe mehr geschadet als genutzt.

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Die EZB ist verantwortlich für die Immobilienkrise in ganz Europa. Sie muss ihre zerstörerische und planwirtschaftliche Geldpolitik endlich aufgeben. Stattdessen hält sie die Zinsen auf Billigstniveau. Überdies verletzt sie ihr Mandat, weil sie sich wie ein politischer Spieler aufführt und politische Forderungen erhebt. Mit dem unsäglichen Lobbying für die erste Griechenlandhilfe, dem Ankauf von Staatsanleihen, der Teilnahme am Betrug mit den griechischen statistischen Daten, dem unlauteren Ruf nach einer Finanzmarktunion und zuletzt gar der völlig offensichtlich verbotenen monetären Staatsfinanzierung für Irland sucht sie ihr Versagen der Vergangenheit in der Sphäre der Politik abzuladen. 

Der Rechtsbruch bei der EZB muss nun endlich ein Ende haben. Es ist daran zu erinnern: Der Umfang der Unabhängigkeit der EZB erstreckt sich nicht darauf, ihren gesetzlichen Auftrag zur Wahrung der Preisstabilität mutwillig zu verletzen. Die EZB ist der Kontrolle der Justiz unterworfen. Von dieser Kontrollmöglichkeit ist Gebrauch zu machen, um die EZB für ihr Handeln zur Rechenschaft zu ziehen. Wenn einerseits aus den Reihen der Politik auf die Unabhängigkeit der EZB verwiesen wird, die EZB andererseits rechtsbrüchig ist, ohne dass jemand Schritte dagegen unternimmt, dann ist niemand verantwortlich. Dieser Verschiebebahnhof der geldpolitischen Verantwortungslosigkeit muss geschlossen werden.

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Zypern hatte ein Wachstum wegen seiner Finanzindustrie und wegen seiner nun geplatzten Immobilienblase. Der Finanzsektor wird nun auf Troika-Anweisung ausradiert. Die vorsätzlich-künstlich geschaffenen Unsicherheiten wegen der Diskussion der Beteiligung der Einleger waren das wirksamste Verkleinerungsprogramm für den Sektor überhaupt. Zypern hat allerdings sonst nichts, wovon es sich Wachstum versprechen könnte. Urlaub können die Nordeuropäer nicht gleichzeitig in Portugal, Spanien, Griechenland und Zypern machen. Der Tourismus fällt also auch aus. Die russischen Investoren und Touristen hat man vertrieben. Wo ein positives Wachstum aufgrund welchen „Geschäftsmodells“ herkommen soll, bleibt schleierhaft. Ich prophezeie, dass eher den Griechen eine Wende zum Guten gelingt als Zypern


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Man kann Macht nicht einhegen, indem man sie starken Händen anvertraut und auf das Beste hofft. Macht gehört in viele Hände. Ein Wettbewerb um das beste Geld ist das beste Mittel, um große Desaster zu vermeiden. Der Euro illustriert das: Die EZB und ihre Regeln waren sicher gut überlegt und auch gut gemeint. Sie sind dennoch grandios gescheitert. Das europäische Geldsystem ist ein Schneeballsystem ungedeckter Forderungen. Die großen Spieler spekulieren mit Geld aus dem Nichts. Der normale Bürger merkt nicht einmal, welchen enormen Wohlstand er dadurch verliert. Das Staats-Geldsystem ist eine gigantische Umverteilungsmaschine. Die Schuldenkrise der Peripherie ist nur ein Symptom des Systemversagens. Wenn Sie schon um Ihre Steuergelder für die Euro-Politik weinen, dann lassen sie sich gesagt sein: Das sind Peanuts im Vergleich zu den Kosten, die Ihnen das ungedeckte Geld noch bescheren könnte. Die wichtigste Aufgabe für unseren Wohlstand ist daher, den Regierungen, den Notenbanken und dem Staat die Macht über das Geldangebot zu entziehen.


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Ich habe oft das Gefühl, daß es im Grunde keine übersteigerte Religion ist, welche die jungen Moslems treibt. Die sind eigentlich genau so areligiös wie der durchschnittliche Deutsche. Aber mit der Religion können sie einen Sonderstatus einfordern und bekommen. Und bei den Arabern und Türken ist Religion viel stärker mit der (National-)Kultur verbunden als in Europa, wo es lange Traditionslinien des Laizismus gibt. Der oft beschworene Laizismus der Türkei existiert bei genauerem Hinsehen gar nicht. Die Religion wird vom Staat kontrolliert, ist nicht separiert, Atheismus wird verachtet ... 

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Der opportunistische Gutmensch ist ein a-moralischer Lobbyist, der ständig auf der Suche nach gesellschaftlichen Gruppen ist, auf deren Rücken er sich ein Auskommen dadurch verschaffen kann, dass er deren angebliche Benachteiligung oder besondere Schutzbedürftigkeit für sich ausnutzt.

Eine besonders erfolgreiche Gruppe opportunistischer Gutmenschen findet sich auf dem Feld der sexuellen Orientierung. Dass dem so ist, hat seine Ursache vermutlich in einer verklemmten Sexualität bei opportunistischen Gutmenschen, die ihre sexuelle Befreiung darin suchen, dass sie anderen, die sie als unterdrückt oder schutzbedürftig etikettieren, eben diese verschaffen wollen. Diese Interpretation liegt nahe, denn es gibt eine Vielzahl gesellschaftlicher Gruppen, denen sich opportunistische Gutmenschen widmen könnten. Dass sie sich mit Vorliebe Gruppen zuwenden, die sie über Sexualität definieren, ist daher vielsagend.

Die benannte erfolgreiche Gruppe opportunistischer Gutmenschen, die als a-moralische Lobbyisten unterwegs sind, um einer bestimmten Gruppe Vorteile zu verschaffen, ist die Gruppe der LSBTI-Lobbyisten (lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle und intersexuelle). Sie hat es nicht nur geschafft, eine gesellschaftliche Gruppe, die kaum über das, was man früher Randständigkeit genannt hat, hinauskommt (Ausnahme vielleicht Bisexuelle), zum Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von politischen Akteuren zu machen. Sie hat es auch geschafft, die LSBTI-Ideologie als Gleichheit verpackt und als Sonderbehandlung in Schulbüchern und somit bereits in Grundschulen zu verankern.

Man stelle sich vor, eine Gruppe von Lobbyisten, die ein Bewusstsein für die Bedeutung eines freien Welthandels für den gesellschaftlichen Wohlstand wecken will, würde versuchen, entsprechende Inhalte in Schulbüchern zu platzieren, nicht nur die GEW-Funktionäre würden mit hochrotem Kopf hektische Interviews gegenüber entrüsteten und agitierten öffentlich-rechtlichen Journalisten geben.

Dass dem so ist, liegt daran, dass es opportunistische Gutmensch in der Regel schaffen, sich als moralischer Entrepreneur zu inszenieren und den Eindruck zu vermitteln, sie würden einen Feldzug für das Gute führen. Das tun sie aber nicht. Im Gegenteil, sie sind a-moralische Lobbyisten, die den eigenen Vorteil auf Kosten der Mehrheit der Bevölkerung und nicht zuletzt der Gruppe, der zu helfen sie vorgeben, suchen.

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Selbstdenker
(Kommentar auf OrtnerOnline)

Viele „Gutmenschen“ schieben das vermeintlich „Gute“ vor, um sich eine – wie auch immer geartete – „Akzeptanz“ für hochgradig egoistische oder unmoralische Motive gesellschaftlich zu erschleichen.
Der typische Social Justice Warrior kann nicht ertragen, dass es andere Menschen gibt, die auf einem bestimmten Gebiet besser sind oder sich bessere Verhältnisse erarbeitet haben. Vor allem dann, wenn er selbst über einen formell „höheren“ Bildungsabschluss verfügt als die Leute, auf die er neidig ist.
Da ihm selbst das direkte Austragen seines Neidreflexes als zu durchschaubar und peinlich erscheint, schiebt er andere vermeintlich „Unterdrückte“ bzw. eine nicht personifizierte „strukturelle Unterdrückung“ vor.

Ultimativ geht es nicht um Empathie gegenüber irgendwelche armen Teufel, sondern die Befriedigung egoistischer Motive. Der tatsächlich oder vermeintlich Bemitleidenswerte wird somit unbewusst und häufig auch ungewollt zum Mitspieler in einem flotten Dreier.


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Robert Spaemann

Daß man sich mit der Übernahme von Verantwortung auch übernehmen kann, zeigt das deutsche Asylrecht. Die Zahl der Menschen auf der Welt, die aufgrund echter Gefahr für Leib und Leben dieses Recht in Anspruch nehmen könnten, ist so groß, daß dies den Zusammenbruch unseres Staatswesens zur Folge haben könnte, wenn auch nur ein erheblicher Prozentsatz von ihnen dies täte.

Hier gilt zweifellos der Satz des Evangeliums, daß der, der einen Turm bauen will, gut daran tut, zuvor die Kosten zu berechnen. Menschenrechte auf bestimmte Leistungen anderer Menschen können immer nur bedingte Rechte sein, denn die Erfüllung setzt erstens immer voraus, daß es Subjekte entsprechender Pflichten gibt, die diese Leistungen zu erbringen auch imstande sind, und es setzt voraus, daß diese Subjekte nicht vielleicht durch vordringlichere Pflichten an der Erfüllung dieser Ansprüche gehindert sind. Abwehrrechte hingegen, die andere nur dazu verpflichten, bestimmte Handlungen zu unterlassen, sind jederzeit erfüllbar.

Sie sind daher strikter als jene. Es ist sehr folgenreich, wenn man – wie es die Marxisten tun – diese Rangordnung umkehrt und die elementaren Freiheitsrechte des Menschen seinen Ansprüchen auf soziale Leistungsgarantien unterordnet.

(Aus Robert Spaemann: "Grenzen. Zur ethischen Dimension des Handelns", Stuttgart 2001)



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Oswald Spengler

Was ist Wahrheit? - Drei Wochen Pressearbeit, und alle Welt hat die Wahrheit erkannt. Ihre Gründe sind so lange unwiderleglich, als Geld vorhanden ist, sie ununterbrochen zu wiederholen.

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Gernot Stöckl

Toleranz ist eine Einbahnstraße, auf der nur links gefahren werden darf.
 
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»Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit aber ist der Mut«