Mittwoch, 20. September 2017

In memoriam Jean Sibelius: Voces intimæ

Heute vor sechzig Jahren starb Finnlands größter Komponist, Jean Sibelius:







»Flüchtlings«-Kriminalität schöngerechnet ...

In den Vorbemerkungen zur Studie bin ich auf Seite 2 über folgendem Passus gestolpert, »Tatverdächtige mit positiv abgeschlossenem Asylverfahren („international/national Schutzberechtigte und Asylberechtigte“) werden in der PKS unter dem Sammelbegriff „sonstiger erlaubter Aufenthalt“ erfasst. Sie können im vorliegenden Lagebild nicht berücksichtigt werden.«

Als erstes stellt sich die Frage, wie viele Personen sich hinter diesen behördlichen Umschreibungen verstecken. Die Beantwortung stellte sich jedoch schwieriger heraus als gedacht, da das BKA andere Begrifflichkeiten als das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) verwendet.

Warum das BKA hier andere Begriffe benutzt, ist eine entscheidende Frage, ist dies einem anhaltendem Behörden-Chaos geschuldet oder handelt es sich um eine gezielte Irreführung der Öffentlichkeit, um die eigene Statistikmanipulation zu verschleiern?

Es bedurfte mehrere Anfragen an die Pressestelle des BKAs, die sich zudem über Wochen hinzogen, um eine genaue Definition der einzelnen Flüchtlingsgruppen in Erfahrung zu bringen, die das BKA nicht in der Studie zur Flüchtlingskriminalität erfasst. Im Anschluss lieferte die Pressestelle des BAMF die exakte Personenanzahl, die sich hinter den Umschreibungen des Bundeskriminalamtes verstecken, denn das BKA selbst behauptete nicht über diese Zahlen und Kenntnisse zu verfügen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge beantwortete die angefragten Zahlen, indem sie die Zahlen aus der Bundesdrucksache 18/11388 des Deutschen Bundestages verwendete.
Ein Dokument welches sicherlich auch dem BKA bekannt sein dürfte.

Bei der Bundesdrucksache handelt es sich um eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke, über in Deutschland lebende Flüchtlinge zum Stand des 31. Dezember 2016.

BKA-Studie verliert jegliche Aussagekraft

Im Anschluss folgen ausschließlich Flüchtlingsgruppen, die in der BKA-Studie zur Flüchtlingskriminalität, nach eigenen Angaben des BKA, nicht berücksichtigt werden:
39.783 Personen mit einer Asylberechtigung,
452.023 Personen mit Flüchtlingsschutz,
37.301 Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 3 AufenthG und
73.506 Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 2 AufenthG (subsidiärer Schutz).

Dies ergibt in der Gesamtsumme 602.613 Flüchtlinge, die in der BKA-Studie »Kriminalität im Kontext von Zuwanderung – Bundeslagebild 2016« vorsätzlich nicht berücksichtigt werden.

Jede Straftat, jede Vergewaltigung, jede sexuelle Belästigung, jede Messerstecherei, jede Körperverletzung, jeder Raub, jeder Totschlag und jeder Mord, den einer dieser 602.613 Flüchtlinge begeht, wird dadurch in der BKA-Statistik zur Flüchtlingskriminalität nicht aufgeführt.
Die Taten werden so vor der Öffentlichkeit vertuscht.
Jetzt werden die Mutti-Trolle hier im Blog gleich wieder über »Pauschalurteile gegen Flüchtlinge« geifern und sonstigen Antifa-Newspeak absondern. Sollen sie ruhig. Die Wahrheit wird trotzdem ans Licht kommen. Hoffentlich vor der Wahl, spätestens nach der Wahl. Sollte letzteres eintreten, wünsche ich jedem einzelnen dieser Trolle ein höchstpersönliches Bereicherungserlebnis. Sie hätten es redlich verdient ...



Braune Flut

von Fragolin

Im Internet wabert ein ultrarechter rassistischer Hetzartikel herum, der die nordafrikanischen Migranten in Frankreich eindeutig volksverhetzend diffamiert, um Hass zu schüren. Auf widerliche und menschenverachtende Weise werden zur schenkelklopfenden Häme des Stammtisches Gruselgeschichten verbreitet und Ängste geschürt. Und diese widerliche Hetze liest sich unter dem scheinbar tatsachenverdrehenden Titel „Braune Flut“ dann so:

Den Pariserinnen wird das Plätschern vergällt. Wo ein vereinzelter Bikini im Frei-Bassin paddelt, ist er bald von bräunlichen Schwimmern eingekreist und angetaucht. Zehn, zwanzig Algerier -Hände zerren an den Verschlüssen des Badekostüms und rauben der Trägerin das Textil.“

Was für Schauermärchen werden da erzählt, nur um gegen Geflüchtete und Nordafrikaner rassistisch zu hetzen! Die wollen eben ein bisschen Spaß, ein bisschen Flirten, und schon wird das, was bei „einheimischen“ Jugendlichen ein harmloser Spaß ist, als widerliche Sexattacke verunglimpft, nur weil Ausländer auch einmal lustig sein wollen! Im Weltbild ultrarechter Hetzer haben Nordafrikaner still im Slum in ihrem Dreck zu sitzen und nicht lustige Stunden im Freibad zu verbringen.

Die Bademädchen meiden die Wässer an solchen Tagen, ihr männlicher Anhang bleibt fern. Energische Bademeister, die gegen die Freibeuter einzuschreiten wagen, werden nach Dienstschluss auf dem Trockenen von feindseligen Rotten bedroht.“

Wenn die „Bademädchen“ fern bleiben, wem zerren denn die bösen Nordafrikaner das Bikinioberteil vom Leib? Da erkennt man die substanzlose Hetze der Rechtsextremen; erst jammern sie, dass keine Mädchen mehr baden gehen und dann beschweren sie sich über die Afrikaner, die den nicht vorhandenen Mädchen ihre nicht vorhandenen Bikinis vom Leib reißen.
Und dann wird auch noch von „feindseligen Rotten“ fabuliert. So reden nur Nazis von Gruppen harmloser zugewanderter Jugendlicher.

Die Pariser Polizei sah sich bald vor der Aufgabe, mit einer Kolonie von 200 000 Algeriern fertig zu werden, die zwar nur drei Prozent der hauptstädtischen Bevölkerung ausmacht, auf deren Konto jedoch im vergangenen Jahr
- 32 Prozent der Morde,
- 39 Prozent der Autodiebstähle und
- 58 Prozent der Diebstähle mit Schusswaffengebrauch
gingen.“

Da feiert sie wieder fröhliche Urständ‘, die Kriminalitätsstatistik der Ultrarechten, aus der sich trefflich die Hetze gegen alles Fremde ableiten und die Xenophobie füttern lässt. Es reicht ja nicht, die Schutzerflehenden als Widerlinge und Sexunholde zu diffamieren, man macht sie auch für die ganze Kriminalität verantwortlich. Im Mittelalter hieß es eben: Holt die Töchter rein und schließt euer Hab und Gut weg, die Zigeuner kommen! Heute nimmt man einfach Algerier und wiederholt die gleiche Hetze. Die eigenen Verbrechen, die häusliche Gewalt, Vergewaltigung und Brutalität hinter den eigenen vier Wänden werden da vorsorglich ausgeblendet: Wir sind alles ganz liebe Engelchen, die anderen sind das Böse, das Verbrecherpack!
Haben wir noch was vergessen?

Ein Teil der Einwanderer importierte überdies die Gewohnheiten ihrer sanitär unterentwickelten Heimat samt den dort in Blüte stehenden Gebrechen - Tuberkulose und Geschlechtskrankheiten - nach Frankreich.“

Genau, sie sind „unterentwickelt“, diese Untermenschen, und sie schleppen uns alle möglichen Krankheiten ein, wahrscheinlich auch Ungeziefer und Krätze! Spätestens nach diesen Zeilen sollte der Staatsanwalt wegen Verhetzung aktiv werden!

Die französischen Gesundheitsbehörden konnten gegen die unhygienische Flut ebensowenig mit Sondermaßnahmen vorgehen wie die Pariser Polizei gegen die Kriminalität der Braunen.“

Oh, da weint das Auge des Rassisten, die bösen Neger konnten weder in Desinfektionsmittel eingelegt noch einfach beim Begehen der ersten kleinen Verzweiflungstat sofort erschossen werden.

In den hauptstädtischen Schwimmwassern werden die Braunen sich weiterhin tummeln, um die Baigneusen anzutauchen und abzutasten. Der für Muselmanen ungewohnte Anblick knapper Bikinis läßt die Schwimmer Freuden ahnen, die sie sonst schwer finden: Unter den 600 000 Frankreich-Algeriern sind nur 40 000 Frauen.“

In den unendlichen Weiten des Internets werden sich die Braunen auch weiterhin tummeln, auch wenn der heroische kleine Justizministerdarsteller des Merkelschen Kabinetts sich voller Mut gegen diese Braune Flut in den Kampf wirft. Und so finden sich solche widerlichen, menschenverachtenden und (zumindest bei Claudia Roth) Tränenausbrüche produzierenden Hetzartikel auch lange nach ihrem Erscheinen immer noch im Netz, jahrelang, jahrzehntelang, der Löschung entzogen und auf Ewig in Sicherungskopien bewahrt.

So eben auch diese üble Hetze, die in deutschen und österreichischen Ohren ganz aktuell zu klingen scheint, aber Zustände beschreibt, die die Franzosen bereits vor einem halben Jahrhundert erdulden mussten. Der Artikel ist nämlich vom 15. Juli 1964. Und erschien in keiner rechtsnationalen Hasspostille sondern im „Spiegel“. Und ja, unter dem Titel „Braune Flut“.
Woran man eines erkennt: An den Zuständen hat sich nichts geändert.
Aber an der Berichterstattung.

Dienstag, 19. September 2017

Wie christlich-sozial ist die ÖVP?

»Kirchliche Gruppen polemisieren schon seit Längerem gegen die ÖVP, deren Richtung nicht mehr stimme. Dabei ist nicht leicht auszumachen, was zum Bruch dieser Kreise mit der Volkspartei geführt hat.«
Durchaus lesenswerter Artikel von Martin Winkler in der »Presse«. Wenigstens Gastkommentare sind bei diesem ehemaligen Flaggschiff des österreichischen Qualitätsjournalismus hin und wieder noch lesenswert ...



Sag mir, wo der Urlaub ist, wo ist er geblieben ...?

Sauwetter. Grau, hoch- bis spätherbstlich die Temperaturen (obwohl bis 23. September angeblich noch Sommer ist). Vierzehn Tage nun zurück in der Kanzlei — am übervollen Schreibtisch ist an der einen oder anderen Stelle schon ein Stück der Tischplatte zu erahnen. Doch Zufriedenheit kommt dennoch nicht auf. Die sähe wohl anders aus ... ... z.B. so:


Ach, ich verstehe die Südländer nicht! Sie müssen krasse Materialisten sein (für Nichtarbeit ein Vielfaches von dem zu kriegen, was in der Heimat für Arbeit gezahlt wird, ist natürlich verlockend!), oder aber von einem schon pathologischen Missionierungsdrang durchdrungen, ihren blutrünstigen »Allahbarmer« noch in die fernsten, von den Explosionsblitzen ihrer Terroranschläge erhellten Nordlande zu tragen — denn: welcher normale Mensch würde Sonne, Meer und Sandstrand schon gegen das hier


... eintauschen wollen, wenn er nicht von Kindheit daran gewöhnt ist?






Kernsätze

von Fragolin

Zur bevorstehenden Bundestagswahl hier noch ein kleiner Blick auf die Kernsätze des Bundestags-Wahlprogrammes einer Partei in Deutschland, die konservative Werte verteidigt und sich als Partei des Deutschen Volkes versteht:

Wir haben die Chance, ein Deutschland zu schaffen, in dem alle Deutschen sich Wohlstand und soziale Sicherheit erarbeiten können.“
(Ah, daher weht der Wind. „Alle Deutschen“, schon klar. Da wird kaum noch eine Erklärung der Gleichwertigkeit der „Herkunftsdeutschen“ mit den „Zukunftsdeutschen“ kommen.)

Das reiche Kultur- und Bauerbe der Deutschen muss bewahrt werden.“
(Typisches Nazisprech. Spätestens jetzt weiß jeder intellektuell anspruchsvolle Medienkonsument von „Zeit“, „SZ“ und „Neues Deutschland“, dass es sich um eine ultrarechte Partei handeln muss, die sich in einer scheinbar gloriosen Deutschen Historie suhlt und dabei die alles entscheidenden, ja die gesamte Geschichte Deutschlands bestimmenden zwölf Jahre ausblendet. Wenn jetzt noch ein „Denkmal der Schande“ auftaucht, ist alles klar!)

Sozialgesetze ...sichern allen Deutschen Würde und Freiheit, Vielfalt der Lebenschancen und Geborgenheit.“
(Ui, „allen Deutschen“, noch mehr Nazisprech. Immerhin gibt es inzwischen kein Volk der Deutschen mehr, sondern nur eine Bevölkerung Deutschlands. Da schrammt sich aber jemand am ultrarechten Rand das braune Hemd blutig. Der Verfassungsschutz sollte ein Auge auf diese Partei haben.)

Nur eine leistungsfähige Wirtschaft ermöglicht soziale Gerechtigkeit.“
(Das kann man als neoliberale Kampfparole betrachten, wie sie kaum noch jemand zu formulieren traut ohne Sorge haben zu müssen, morgen einen Hausbesuch progressiv-antikapitalistischer Aktivisten zu bekommen, die, Ironie des Schicksals, örtlichen Gewerbebetrieben wie Glasern und Zimmerern zusätzliche Reparaturaufträge beschaffen. Man erkennt das Zusammenwachsen der erzreaktionär-neoliberalen Ausbeuterkaste mit den ewiggestrig völkisch-nationalistischen Faschisten. Würde mal so auf „Indymedia“ stehen, wenn es die noch gäbe.)

Unser Ziel ist eine neue Partnerschaft zwischen Mann und Frau.“
(Man staune, es gibt Mann und Frau, aber keine 147 dazwischen-, daneben- oder in einem anderen Universum liegenden Geschlechtskonstruktionen sowie deren partnerschaftliche Verkoppelung. Damit dürfte sich die riesige Menge der diesbezüglich Betroffenen nicht angesprochen fühlen, was der Partei sicher ein bis zwei Promille Wähleranteil kostet, plus der drei Prozent sich durch irgendeinen gottgleichen Auftrag dazu Berufenen, die Interessen dieser ein bis zwei Promille zu vertreten und mit lautstarkem Gekreisch durchzusetzen. Auch das traut sich heutzutage nur noch eine Partei, die den Shitstorm, eine ultrarechte homophobe Kraft zu sein, ertragen kann und nicht auf Mehrheiten schielt.)

Wir treten für einen Staat ein, der seine Bürger wirksam schützt. Polizei und Strafverfolgungsbehörden verdienen das Vertrauen der Bürger und der politisch Verantwortlichen.“
(Natürlich, die rechten träumen ja immer von einem harten Polizeistaat, jetzt fehlt nur noch die Jagd auf „Nafris“ und der Schießbefehl auf Flüchtlingskinder...)

Deutschland ist unser Vaterland...“
(Hacken zusammen und die Hand an die Mütze, Kamerad!)

Fazit: Nach dem heutigen Politikverständnis muss es sich um eine erzreaktionäre, sexistische, homophobe und nationalistische ultrarechte Populistentruppe handeln.
So ändern sich die Zeiten.
Diese Kernsätze stammen aus dem Wahlprogramm der CDU.
Allerdings 1990. Vor Merkel.

Montag, 18. September 2017

Ja, das hat Österreich bisher immer gefehlt!

Das brauchten wir Österreicher ja gaaaanz dringend! Damit wir endlich dem spießigen, verschlafenen Almöhi-Milieu früherer Zeiten entkommen, als Mordtaten noch eine negative Sensation waren, und wochenlang Gesprächsstoff bildeten — wogegen mulitkulturell & weltoffen das selbstverständlich wird, was früher noch für Entsetzen unter den Spießern sorgte, wie z.B.

Erstochene 14-Jährige wohnte in Krisenzentrum

Die 14-jährige Afghanin, die in der Früh in Wien-Favoriten erstochen worden ist, hat zuletzt in einem Krisenzentrum des Jugendamts gewohnt. Sie habe sich zuhause „unter Druck“ gefühlt. Ihr 18-jähriger Bruder gestand die Tat.

Die 14-Jährige sei vergangene Woche von zuhause ausgezogen, weil sie sich zu sehr eingeengt und „unter Druck“ gefühlt habe, sagte Petra Mandl, Sprecherin des Jugendamts (MA 11). Dabei sei es um „nicht fortgehen“ und „nicht mit Freundinnen treffen“ dürfen gegangen, schilderte Mandl. Sie habe sich „in der Wohnung eingesperrt“ gefühlt und offenbar immer wieder eine ältere Schwester „als Aufpasserin“ zur Seite gestellt bekommen.
Julya Rabinowich, penetrant gutmenschelnde Kolumnistin im »Standard«, schrieb folgenden Satz, dessen Tragweite sie dank ideologischer Verblendung wohl nicht ahnen konnte:

Frauen könnten die Wahl entscheiden. Man kann nur hoffen, dass sie es in ihrem Interesse tun.
In der Tat: Frauen sollten ein genuines Interesse daran haben, all jene Parteien nicht zu wählen, die offenbar ein Interesse am Import von Abertausenden kulturloser Barbaren haben, die eine 14-Jährige, die sich mit Freundinnen ohne Anstandswauwau treffen wollte, aus Gründen der »Familienehre« mit dem Messer zu Tode metzeln.




Mutmaßungen über Vea

Eine Vea mit dem Nachnamen Kaiser darf allwöchentlich im »Freizeit-Kurier« Belanglosigkeiten über ihre »fabelhafte Welt« absondern. Irgendwie werde ich die Vermutung nicht los, die junge und — so das Kolumnen-Photo nicht allzu -geshoppt sein sollte — durchaus wohlansehbare Dame heiße in Wahrheit Eva, und ihr Künstlervorname verdanke sich ursprünglich bloß dem flüchtigen Tippfehler einer überlasteten Verlagssekretärin. Kann sich aber auch ganz anders verhalten.

Nun, wir waren bei Vea und Belanglosigkeit … also: was die beim Kurier darf, darf ich auf meinem eigenen Blog schon lange! D.h.: Belangloses schreiben, zum Beispiel. Am Samstag beglückte sie uns Leser mit einer kurzen Schilderung ihres offenbar stipendiengeförderten Lebens in einer New Yorker »echten Schriftstellerwohnung«, und vermerkt über die Liste der bisherigen Bewohner ebendieser (»… liest sich wie das Who is Who der Gegenwartsliteratur«):
Viele Autoren engagieren sich für den Tierschutz, dass sie allerdings auch Kleidermotten leben lassen, hat mich verblüfft, doch am meisten schockiert mich das Fehlen einer anständigen Kaffeemaschine.
Denn ohne Kaffee kann Vea nicht arbeiten. Wenigstens nicht schriftstellerisch (oder was sie dafür hält). Kluges Mädel, das sie ist, mutmaßt sie:
Entweder, all die großen Schriftsteller haben in dieser Wohnung nicht gearbeitet, oder ich bin keine von ihnen.
An dieser Vermutung könnte was dran sein, mutmaße ich …

Was ist konservativ?

Immer wieder zweifeln konformistisch-staatsfromme Merkeljünger LePenseurs Konservativismus an (mit Libertarismus haben derlei Leutchen ohnehin nichts am Hut!), und ergehen sich in Erklärungen, wie ein »echter« Konservativer wohl denken müßte, und warum daher LePenseur keiner wäre ...

In einem Artikel von Bill Bonner fand ich vor einigen Tagen einige wirklich treffende Anmerkungen zu diesem Thema, die ich der Einfachheit halber hier zietieren möchte, damit ich künftigen Postern mit kurzem Linkverweis meinen eigenen Standpunkt, der in Bonners Worten recht genau umrissen ist, mitteilen kann:
Ein wahrer Konservativer ist ein Skeptiker. Er ist ein „Nein“-Mensch. Er ist misstrauisch Neuem und Modeerscheinungen gegenüber. Er bezweifelt, dass die Regierung viel Gutes tun kann. Und er weiß, dass die Mittel der Notenbank begrenzt sind. Er will sie nicht für irgendwelche Projekte verschwenden.

Mehr kostenlosen Pillen für alte Leute? Nein, danke.

Invasion des Irak? Nein… das sitzen wir aus.

Die Konservativen der alten Schule dachten, der beste Weg, um eine bessere Welt zu schaffen, sei es, sich um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern… „Jeder kehre vor der eigenen Tür, und die Welt ist sauber“, wie Goethe sagte. Aber es ist schwer, eine echter Konservativer zu sein, wenn das Geld unbegrenzt scheint.
Was Bonner weiterschreibt, über die Entwaffnung der (US-)Konservativen durch die unheilige Allianz, die Trump dieser Tage mit den Mainstream-Kräften der linken »Mitte« zu schließen scheint, ist interessant argumentiert und wäre, sollte sie sich als das herausstellen, was Bonner befürchtet, ein Desaster. Nun – niemand mit Hirn, und schon gar kein echter Konservativer, geht davon aus, daß die Politik, wie sie real in unserer Welt gemacht wird, kein Desaster wäre ...


Farce

von Fragolin

Polen, dessen Volk es ähnlich dem ungarischen gewagt hat, sich mehrheitlich und wiederholt gegen eine weitere Rückkehr zu einem verklärten Sozialismus zu entscheiden und lieber eine national-konservative Regierung haben möchte, die für den Fortbestand der erst vor wenigen Jahrzehnten mühsam ertrotzten Demokratie steht und das im letzten Jahrhundert mehrfach, vor Allem aus Richtung Westen, von Vertreibung und Genozid bedroht war, hat es wiederholt gewagt, seine demokratisch legitimierte Volksvertretung Gesetze beschließen zu lassen, die anderswo in Europa schon lange geltendes Recht sind.

Das Luxemburger Rumpelstilzchen, das nun wohl doch noch länger den Truchseß für die Kaiserin von Europa spielen muss, die noch mit der Abwicklung ihres Untertanenvolkes beschäftigt ist, hat einmal mehr seine Abneigung gegen demokratische Entscheidungen offenbart und zum wiederholten Mal bewiesen, dass er zwar keine Ahnung hat, aber das gerne kommuniziert. Die vor Allem deutschen und auch österreichischen Medien transportieren diesen Unfug unreflektiert und überlassen es einmal mehr ihrem Konsumenten selbst, den Inhalt zu hinterfragen und den Ursprung des Unsinns irgendwo in eine Skala zwischen Weisem Herrscher und abgehalftertem Alkoholiker mit Cäsarenwahn einzusortieren.

Was haben die renitenten Polen jetzt wieder verbrochen, dieses, wenn man unseren Systemmedien und den rotzigen Kommentaren der Aufgehetzten im „Standard“-Forum glauben will, faschistische und europafeindliche, unsolidarische und ultranationalistische Pack, dass es auch noch wagt, auf Anweisungen aus Berlin und Wien besonders empfindlich zu reagieren, nur weil der letzte genozidale Versuch Deutschlands, Land und Volk vom Globus zu eliminieren, auch noch unter einem Österreicher stattfand? Empfindlichkeit gegenüber den zwölf wichtigsten Jahren Deutschlands, die in der offiziellen Geschichtsschreibung inzwischen die gesamte Vergangenheit Deutschlands darstellen und über die sich Staat und Volk in den letzten Jahrzehnten allein definiert, steht nun einmal nur den Deutschen und den Österreichern zu. Den Deutschen, um sich im Täterkult zu suhlen, den Österreichern, um sich als Opfer daran anzuhängen. Die wirklichen Opfer haben den ihnen zugewiesenenen Platz an der Klagemauer einzunehmen und ansonsten die Klappe zu halten.

Die Polen haben, festhalten, jetzt kommt es knüppeldick, gewagt, das Pensionsalter herabzusetzen. Und zwar, und das ist besonders perfide, auf 65 Jahre für Männer und 60 Jahre für Frauen!
Na bumm!
Das ist eindeutig diskriminierend und überhaupt ein Unding!
Dass die Polen nicht bis 67 arbeiten müssen oder gar wie die Deutschen eine Diskussion um die Anhebung des Pensionsantrittsalters auf 73 diskutieren, kann natürlich damit zusammenhängen, dass es weder ein Hartz-IV-Modell in Polen gibt noch das Land Millionen an zugewanderten Lebenszeitarbeitslosen durchfüttern muss. Während der Michel danach lechzt, seine Generationenschuld an der Welt abzuarbeiten, indem er noch mit dem Rollator an den ihm dankbar aus der Dönerbude zuwinkenden Ganztagsfreizeitlern vorbei zur Schicht wackelt, gibt es aber auch noch andere derart die altersarbeitswütigen Frauen auf die Junckersche Stirn schwer runzeln lassend diskriminierende Staaten. Wie zum Beispiel Österreich. Auch hier gibt es (noch) die 65/60-Regel, auch wenn an der „Harmonisierung“ der Pensionsregelung gearbeitet wird und die heute unter 40-jährigen Frauen sich bereits darauf freuen dürfen, endlich antidiskriminierend auch bis 65 arbeiten gehen zu dürfen, um das von den gleichen arabischen und nordafrikanischen Jungmännchen, die ihnen heute beim Joggen oder Baden nachstellen, ausgeplünderte Sozialsystem pensionsseitig zu entlasten.

Schön ist die Reaktion der Polnischen Gewerkschaft. Die Solidarnosc hat auch schon anderen diktatorischen Demokratiefeinden die Stirn geboten, selbst als wegen ihrem Wirken das Kriegsrecht in Polen ausgerufen wurde und eine kommunistische Militärjunta die Macht übernahm.

Solidarnosc-Chef Piotr Duda sagte in Warschau, die Reform entspreche „der Verfassung, den Verträgen und den demokratischen Entscheidungen der Polinnen und Polen“. Es handele sich „nicht um eine Diskriminierung, sondern im Gegenteil um ein Privileg, das den Frauen in Polen zugute kommt“. Die Absenkung des Renteneintrittsalters hatte zu den Versprechen der PiS vor der Parlamentswahl 2015 gehört, die Reform soll im Oktober in Kraft treten. Die Opposition kritisierte diese Strategie als zu kostspielig.“

Tja, weder demokratische Willensbildung noch das Einhalten von Verfassungen und Verträgen, ganz zu schweigen von Wahlversprechen, sind Konzepte, mit denen der Brüsseler Reichsrat etwas anfangen kann.

Dass die EU, allen voran die üblichen Verdächtigen, wegen jeder Aktion der Polnischen Regierung heftige Attacken gegen Polen reitet, selbst wenn die nur beschließen sollten, das Telefonbuch von Warschau alphabetisch rückwärts zu sortieren, diese permanente unerträgliche Einmischung und gar Beleidigung ungewählter Verwaltungsbeamter gegen ihre Auftraggeber, scheinen einem System zu folgen. Die renitent aufmüpfigen Briten sind raus, das war gewollt und wurde offensichtlich begrüßt, jetzt gehört der politische Puffer gegen den Russen abgekoppelt und auf das Abstellgleis geschoben. Die EU will beschleunigen, die Oststaaten sperren sich, also werden sie abgehängt. Das „Europa der zwei Geschwindigkeiten“, noch vor wenigen Jahren als rechtspopulistische Verschwörungstheorie von „Europahassern“ abgetan, wird jetzt ganz offen von EU-Funktionären gefordert.

Und da ist kein Argument zu blöd und keine Anrotzerei zu billig. Nachdem die Polen es gewagt haben, ihr Verfassungsgericht auf eine Art und Weise umzugestalten, dass es dem entspricht, was in westlichen Staaten längst Gang und Gäbe ist, ist es jetzt also das österreichische Renteneintrittsalter, an dem sie die Empörkömmlinge in den Brüsseler Hallen aufrubbeln. Morgen vielleicht das Telefonbuch.
Was für eine Farce.

Sonntag, 17. September 2017

Gefährder

von Fragolin

In Rostock haben vermummte Rassisten brutal einen Kleinbus angegriffen, in dem Geflüchtete zu ihrer Unterkunft gefahren werden sollten. Dabei wurden Pflastersteine gegen das Fahrzeug geworfen, einer schlug nur wenige Zentimeter neben dem Kopf des Fahrers auf der B-Säule auf; bei einem Treffer wäre der Fahrer vermutlich tödlich getroffen worden. Deshalb ermitteln vermutlich neben der Kriminalpolizei wegen versuchten Mordes auch der Staatsschutz und die Anti-Terror-Behörde wegen des Verdachts eines staatsfeindlichen, rassistischen Terroranschlags.
Es kann nur noch kurze Zeit dauern, bis die Kanzlerin ihre Bestürzung von einem Zettel abliest und die steigende rechtsradikale Gewalt verurteilt, Justizminister Maas die AfD als geistigen Brandstifter dieser steigenden Radikalität des rechten Randes benennt und einmal mehr die Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz fordert. Diverse Flüchtlingsräte und Linkspolitiker werden sich zu einer spontanen Demo versammeln und Claudia Roth in bitterliche Tränen ausbrechen.

Äh, Entschuldigung, ich habe da etwas durcheinandergebracht. Es war ja gar kein Flüchtlingsbus, also nicht so schlimm, wir können die Aufregung eine Stufe herunterfahren.
Also nochmal von vorne:

In Rostock sind vermummte Rechtsradikale brutal gegen Plakatkleber einer demokratischen, zur Bundestagswahl stehenden Partei vorgegangen. Dabei wurden Pflastersteine gegen das Fahrzeug geworfen, einer schlug nur wenige Zentimeter neben dem Kopf des Fahrers auf der B-Säule auf; bei einem Treffer wäre der Fahrer vermutlich tödlich getroffen worden. Deshalb ermitteln vermutlich neben der Kriminalpolizei wegen versuchten Mordes auch der Staatsschutz wegen des Verdachts eines staatsfeindlichen rechtsradikalen Anschlags.
Diese faschistischen Feinde unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung ertragen es nicht, dass demokratische Parteien von ihrem verfassungsmäßigen Recht der aktiven Wahlwerbung Gebrauch machen. Dieser besonders feige und hinterhältige Angriff auf die Demokratie zeigt die verkommene Denkweise der Rechtsextremen.
Es kann nur noch kurze Zeit dauern, bis die Kanzlerin ihre Bestürzung von einem Zettel abliest und die steigende rechtsradikale Gewalt verurteilt, Justizminister Maas die AfD als geistigen Brandstifter dieser steigenden Radikalität des rechten Randes benennt und einmal mehr die Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz fordert. Thomas DeMaiziere wird den Tätern klarmachen, dass sie mit der vollen Härte des Gesetzes zu rechnen haben und keine Milde erwarten können. Die Plattform für Bunte Demokratie wird eine Demonstration am Anschlagsort organisieren, Claudia Roth wird aber nicht teilnehmen, weil die Angegriffenen eh nur Deutsche, wenn auch Helldeutsche, waren.

Äh, Entschuldigung, irgendwie war das doch noch nicht so ganz die richtige Version. Also eigentlich schon, aber eben nicht in offizieller Sichtweise Es waren zwar Plakatkleber einer demokratischen, zur Bundestagswahl zugelassenen Partei, aber blöderweise der AfD, also nicht nur nicht so schlimm sondern eigentlich das, was gewollt ist, da können die aufrechten Demokraten und Humanisten auf Aufregung ganz verzichten und sich lächelnd zurücklehnen.

Und so kann man konstatieren:

Da ist es wieder, das jämmerliche Mimimi der Rechtspopulisten, denen der Wind der demokratischen friedliebenden Kräfte entgegenweht. Da jammern in Rostock die Wahlhelfer und Plakatkleber der AfD nach Polizeischutz, nur weil nichtwegduckend aufstehende Befolger der Anweisungen des ultralinken Justizministers den „Kampf gegen rechts“ einfach wörtlich nehmen und aktiven Widerstand gegen die neofaschistischen Umtriebe der Forderer nach ultrarechten Ideen (wie alle wissen sind ja Dinge wie direkte Demokratie, Trennung von Privat und Staat und Streben nach Eigenverantwortung Grundideale der Nazis gewesen…) leisten.

Für die geistigen Väter und Mütter der antifaschistischen Aktivisten, fast könnte man sie als ideologische Brandstifter bezeichnen, aber korrekt wäre wohl eher ideologische Anstifter zum Mord, ist der Ruf nach Polizeischutz, diese „merkwürdige Aktion“ (laut dem Funktionär der Grünen Restbestände Sohn), natürlich „Effekthascherei“ (Maasens strammer Genosse Reinke), denn „die Polizei hat besseres zu tun“ (die ideologische Enkelin der Mauerschützen-Diktaturpartei SED Kröger).
Besseres als was?
Na ganz einfach: Besseres als den Schutz des Lebens von faschistischen Plakatklebern natürlich. Die Würde des Menschen ist zwar unantastbar, wenn es um jeden Menschen geht, egal ob braver Bürger oder eingewanderter Krimineller, ob Drogendealer oder Vergewaltiger, Kinderschänder oder linker Brandstifter, aber da steht nirgends, dass das auch für AfD-Wahlhelfer gilt. Denn wer ein Mensch ist, bestimmt die Antifa. Unter wohlwollender Anleitung der ultralinken Maulwürfe in der Regierung.

Und so kommt es, wie es kommen muss, wenn die aufrechten Demokraten die rechtspopulistischen Panikmacher entlarven und ihnen Polizeischutz verwehren, während sie gleichzeitig ihren linksextremen Rand mit Naziparolen aufpeitschen: Die SA, die „Sozialistische Antifa“, fühlt sich bemüßigt, proaktiven Widerstand zu leisten, was bei denen so aussieht, dass Menschen mit Pflastersteinen beworfen werden, die ja bekanntlich gesundheitlich unbedenklich sind wenn sie durch Schädeldecken oder Brauenbögen abgefedert werden. Die Geschichte mit dem Pflasterstein an der B-Säule direkt neben dem Kopf des bei offenem Fenster im Auto sitzenden Fahrers ist keine Erfindung. Aber was im fiktiven Fall zu Staatsempörung für die Dauer der gesamten Vorwahlwoche gesorgt hätte, wird jetzt einfach schulterzuckend zu Kenntnis genommen.

Zum Glück haben uns die Linksextremen von ihren ideologischen Einpeitscher von SPD über Grüne bis Linke erst nach den verhaltenskreativen Hamburger Unmutsäußerungen von Linksaktivisten, die schon mal verspielt Brandsätze, Pflastersteine und Gehwegplatten auf Menschen werfen, medial belehrt, dass Links niemals gewalttätig ist. Und das ist so, weil es so ist, egal welche Fakten von den Rechten instrumentalisiert werden, um, äh, zu argumentieren. So wissen wir, dass auch diese Mordversuche von Rostock, da sie von vermummten Linksextremen durchgeführt wurden, eigentlich nur neckisches Spielen jugendlicher Randalierer waren.

Deshalb kann man über die einkassierten Mordbuben hier auch erfahren:

Sie wurden nach einer Identitätsfeststellung sowie einer Gefährderansprache vor Ort entlassen.“

Wie man in dieser Lehrunterlage der Polizei Bayern erfahren kann, ist die „Gefährderansprache“ ein Instrument, um Jugendlichen, die damit gedroht haben oder im Verdacht stehen, eine Straftat vorzubereiten, klarzumachen, dass man sie am Radar hat. Dass die Polizei weiß, bei wem sie klingeln muss, wenn was passieren sollte. Damit ist es ein Präventivinstrument das vor einer Straftat oder im Falle einer vereitelten Straftat anzuwenden ist.
Die „Gefährderansprache“ soll eine konkrete Gefahr abwenden, und das wird definiert als „Sachlage, bei der im einzelnen Fall hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass in absehbarer Zeit ein Schaden für die öffentliche Sicherheit und Ordnung eintreten wird.“

Im Falle der Linksradikalen von Rostock gab es keine Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zeit, sondern einen bereits durchgeführten Mordanschlag. Warum es hier nach dem Begehen schwerer Straftaten nur eine „Gefährderansprache“, also eigentlich ein Präventivinstrument, gegeben hat, kann sich jeder denken.
Seine Schlüsse über diese Vorkommnisse ziehen kann auch jeder.

Johann Sebastian Bach: Kantate für den 14. Sonntag nach Trinitatis





Rechtsrechte Rassisten

von Fragolin

Nur vier Wochen vor der Nationalratswahl in Österreich ist eine erschreckende Liste aufgetaucht, ein Forderungskatalog menschenverachtender Flüchtlingshasser und rechtsrechter Rassisten.
Die offensichtlich dem ultrarechten Lager zuzuordnende Liste „Wald“ hat bereits 2016 ein Positionspapier durch ihre Reihen gehen lassen, das keine Fragen offen lässt.

Selbstverständlich hat das Pamphlet nur ein Thema, wie man es von den Ultrarechtspopulisten gewohnt ist: die zur „Krise“ hochstilisierte Flüchtlingsbewegung, als schutzsuchende Männer, Frauen und Kinder vor den Gräueln des syrischen Krieges aus dem Libanon, der Türkei und Nordafrika zu Hunderttausenden durch den umsichtigen damaligen ÖBB-Chef durch unser Land gelotst wurden, wo deshalb nur einige Zehntausend hängenblieben sind. Diese armen, traumatisierten Hilfserflehenden müssen herhalten, um politisches Kleingeld zu schlagen und zum Schluss in einer glasklar ultrarechten, geradezu trumpesken Forderung zu gipfeln: „Österreich zuerst!“

Bereits die ersten Sätze, in denen bejammert wird, dass unzählige Menschen ihr Glück in Europa suchen und um Aufnahme in Europa buhlen, führen zu dem Schluss:

Aber Europa kann sie nicht alle aufnehmen.“

Schon hier erkennt man das unappetitliche Anbiedern an den rassistischen Rand der FPÖ. Da will eine kleine Liste vom ultrarechten Rand den Anschluss an eine rechtspopulistische Kraft vorbereiten, um sich und ihre menschenverachtenden Ideen besser in Szene setzen zu können. Hier wird auf dem Rücken der Ärmsten und Verzweifelten, der Traumatisierten und Vertriebenen politisches Kleingeld geschlagen um sich zu positionieren. Eine „Überfüllung“ wird hier suggeriert, eine in diesen Kreisen gerne verbreitete Angst vor der „Umvolkung“, auch wenn man diese Worte gekonnt vermeidet.

Europa wird die Flüchtlingskrise nicht lösen.“

Da ist es, dieses ewige Jammern, das Schlechtreden, das ewige Aufbauschen der Hilfe für Bedürftige und Traumatisierte zu einer „unlösbaren Krise“, für die die Populisten auch keine Lösung anbieten können. Europa ist reich, es kann jede Krise lösen, aber es sind genau diese Schlechtredner und rechten Blockierer, die die Stimmung in den europäischen Völkern aufheizen und für einen Rechtsruck sorgen, der eine Lösung unmöglich macht.

Es ist richtig, die Grenzen Europas penibel zu kontrollieren … um illegale Einwanderung zu unterbinden.“

Da lassen die Ultrarechten wieder einmal die Maske von ihrer hässlichen faschistischen Fratze fallen: Kein Mensch ist illegal! Es kann nicht sein, dass man als einzige Lösung eine Festung Europa bauen möchte, einen eingemauerten und abgeschotteten Kontinent, eine Nordkoreagleiche Quarantänezone in der sonst Freien Welt.
Und so wundert es nicht, dass es auch zu übler Hetze gegen Geflüchtete kommt:

Welche Flüchtlinge? Auf dem illegalen Weg sind die jungen Männer die Stärksten...“

Wir wissen doch aus so vielen von Correctiv wohlwollend ignorierten Dokumentationen und Berichten in den einzig wahren Wahrheitsmedien ARD, ZDF und ORF, dass es ausschließlich verzweifelte Familien, Frauen und Kinder sind und die Behauptung, es würde sich großteils um junge Männer handeln, reine rechtspopulistische Hasspropaganda ist. Und doch wiederholen sie diese Hetze immer und immer wieder…
Und dann darf auch die bei den Ultrarechten typische Forderung nach Assimilation nicht fehlen:

Wer in Europa leben will, muss Europäer werden...“

Und man fordert im gleichen Absatz selbstverständlich, nur jene zu holen, die ganz besonders integrierbar sind, also eine Auslese nach nicht festgelegten Integrations-, oder soll man besser sagen Assimilationskriterien. Man fordert „Bildung“ und „Urbanität“, will also faktisch mindergebildete Landbevölkerung lieber im Bombenhagel sterben lassen als ihnen Schutz zu gewähren, als ob die völkerrechtlich verbindliche Hilfe für Kriegsflüchtlinge von deren Bildungsgrad oder deren Einstellung zu Frauenrechten abhängig wäre. Anstatt Lösungen anzubieten, wie man diesen armen Menschen auf einen besseren Weg helfen kann, wollen die Xenophoben sich mit denen nicht vor ihrer Haustür auseinandersetzen. Man will Menschen wie eine Ware sortieren und sich nur die besten Stücke aussuchen, ja Hilfe für Notleidende von deren Brauchbarkeit abhängig machen. Da blitzt das menschenverachtende Weltbild der Neoliberalen durch, die hier ihre Berührungspunkte mit faschistischem Gedankengut finden. Man will Einwanderer in Lagern konzentrieren und nur jene ins Land lassen, die man sich dort ausgesucht hat. Alle anderen können in Dreck und Elend weiter dahinsiechen.

Dass es in weiterer Folge zu rigiden Abschiebeforderungen kommt, liegt ebenso auf der Hand, wie die Forderung, Österreich solle das zur Not im Alleingang durchsetzen, wenn die EU sich als handlungsunfähig erweise.
Und so gipfelt diese rechtspopulistische Abhandlung in der Forderung „Österreich zuerst!“.
Selten hat ein Positionspapier die xenophobe und rassistische Abschottungspolitik der Rechtspopulisten offener dargelegt. Der humanistische Gutmensch wendet sich ekelgeschüttelt ab.



Äh. Hoppla. Da wären mir ja fast „Fake News“ passiert. Es handelt sich natürlich um die „Liste Pilz“ und nicht „Liste Wald“, und das Papier kursierte 2016 bei den Grünen. Was diese voller Empörung und Erschrecken mit nur einem Jahr Verzögerung bemerkt haben. Was entweder dafür spricht, dass die ihre eigenen Positionspapiere nicht lesen, weil es sie entweder nicht interessiert und jeder nur seine persönliche Nabelschau betreibt oder weil sie zu blöd sind zum sinnerfassenden Lesen. Ich kann mich da nicht recht entscheiden, was wahrscheinlicher ist.

Aber jetzt, nachdem der Verfasser den stutenbeißerischen Intrigantenstadel verlassen hat und mit einer eigenen Liste zur Wahl antritt, haben sie sich entschlossen, es zu verwenden, um das ungebremste Abwandern von Wählern zu stoppen. Da muss man zur Not ehemalige Genossen der ersten Stunde als Rechte hinstellen. Was dem Dönmez recht ist, ist dem Pilz billig. Oder so.

Es läuft super bei den Grünen. Ich empfehle gerne jedem Grünwähler, lieber Pilz zu wählen. Nach dem jämmerlichen Abschneiden von Lunacek, wann immer die vor einer Kamera herumstammeln darf, geht das ganz gut. Der Typ wird im Nationalrat keinen Schaden anrichten, also nicht mehr als sonst, aber den Melonen gönne ich schadenfroh, hinausgekegelt zu werden. Auf die 3,9, ich gönn‘ sie euch von Herzen!

Ansonsten ist aber alles wahr, wie man hier lesen kann.
Ich habe mir nur den Spaß gegönnt, darüber zu schreiben, als hätte eine von der FPÖ abgesplitterte Gruppe ein solches Papier innerhalb der FPÖ 2016 in Umlauf gebracht. Ich habe nur jene Textteile herausgesucht, die in diesem Fall interessant gewesen wären. Den Rest, das Hohelied auf die EU, die Strafforderungen gegen Ungarn und Polen und die Forderung, sich politisch nicht an Visegrad sondern lieber an Deutschland zu binden (obwohl man sogar das mit genug propagandistischer Energie zu einem Wunsch nach einem Anschluss an ein AfD-regiertes Deutschland hätte umformulieren können), habe ich einfach mal weggelassen. So geht Lückenpresse täglich.

Dann wäre das vermutlich auch der normale Tonfall gewesen. Nicht nur in „Standard“ und „Kurier“, sondern auch in der „Presse“, wie man hier an der Berichterstattung über das FPÖ-Spektakel in Wels sehen kann.

Samstag, 16. September 2017

Hundert notwendige Gedichte XLII: Werner Bergengruen


Leben eines Mannes

Gestern fuhr ich Fische fangen,
Heut bin ich zum Wein gegangen,
– Morgen bin ich tot –
Grüne goldgeschuppte Fische,
Rote Pfützen auf dem Tische,
Ringsum weißes Brot.

Gestern ist es Mai gewesen,
Heute wolln wir Verse lesen,
Morgen wolln wir Schweine stechen,
Würste machen, Äpfel brechen,
Pfundweis alle Bettler stopfen
Und auf pralle Bäuche klopfen.
– Morgen bin ich tot –
Rosen setzen, Ulmen pflanzen,
Schlittenfahren, fastnachtstanzen,
Netze flicken, Laute rühren,
Häuser bauen, Kinder zeugen
Übermorgen Kniee beugen,
Übermorgen Knechte löhnen,
Übermorgen Gott versöhnen –
Morgen bin ich tot.


Es gibt nicht viele Gedichte, die Leben, Streben und Hoffen des Menschen wahrer und erschütternder in so wenige, kurze Verse fassen.



Außerhalb der Hundertschar von Gedichten (dies sicherheitshalber hinzugefügt) will ich freilich den Lesern dieses Blogs eines der entzückendsten Gedichte Bergengruens nicht vorenthalten, welches ich online hier wiederfand. Nein, sicherlich nicht eines der besten dieses Autors – doch von einer herzerwärmenden Güte, die sich leider doch zu selten in der deutschen Poesie findet ...

Der Hund in der Kirche

Wie gedacht ich jenes Tags der Worte,
die das Weib aus Kanaan gesprochen:
»Fressen doch die Hündlein von den Brocken,
die von ihrer Herren Tische fallen!«


In der dörflich bunten, halbgefüllten,
in der sommerlich gefüllten Kirche
betete der Priester am Altare:
»Dieses reine, unbefleckte Opfer,
milder Vater, wollest du gesegnen!«


Durch die Stille, die der Bitte folgte,
klang ein dünnes, trippelndes Bewegen
von der Tür, im Rücken der Gemeinde,
zaghaft erst, verlegen, dann geschwinder.
Viele Augen wandten sich zur Seite.
Manche Fromme runzelte die Stirne,
gern bereit, ein Ärgernis zu nehmen.


Auf den schwarz und weiß geschachten Fliesen
kam ein kleiner Hund auf kurzen Beinen
flink den Mittelgang entlanggelaufen,
ohne Abkunft, bäuerlicher Artung,
mißgefärbt und haarig wie ein Wollknäul,
aber drollig, jung und voller Neugier.


Tief am Boden lag die schwarze Nase,
witternd schnuppernd suchte er die Richtung.
Er verhielt, er hob die rechte Pfote
eingewinkelt an, er hob die Ohren
und mit freudigem Kläffen schoß er schräge
ganz nach vorne zu den linken Bänken,
wo gedrängt die kleinen Mädchen knieten.


Ihrer eine, sonntäglich gekleidet,
siebenjährig, schlank und schmalgesichtig,
ward von jäher Röte überflutet,
und behend den dunkelbraunen Scheitel
neigte tief sie über ihr Gebetbuch.


Doch nun stießen sie die Nachbarinnen
kichernd an, voll Eifer und nicht ohne
eine kleine, heilige Schadenfreude.


Selig, daß die Herrin er gefunden,
mit dem Stummelschwänzchen munter wedelnd,
suchte durchs Gewirr der Kinderfüße
sich der Hund zu ihr hindurchzuzwängen.
Kein Verleugnen half mehr, und die Kleine,
zitternd fast und nicht mehr fern den Tränen,
schnellte auf und schob sich widerwillig
durch die Reihe, schon den Hund im Arme,
knickste in des Hochaltares Richtung
und begann geschwind zur Tür zu flüchten
auf den schwarz und weiß geschachten Fliesen.
Und ein Sonnenstrahl fiel durch das bunt
Fenster und belänzte ihre Haare
und das rote, glühende Gesichtchen.


Doch noch war der Ausgang nicht gewonnen,
als das Glöckchen hell zur Wandlung schellte.
Alle knieten. Und das Kind hielt inne,
wandte sich, und mit gesenktem Scheitel
ging es hurtig in die Knie nieder.
Sorglich mit der Linken hielt die Kleine
eng den Hund gepreßt an ihre Brüstchen
und bekreuzte gläubig mit der Rechten
sich und ihn.
Da lächelte am Pfeiler fromm der Löwe Hieronymi.


Das Getier der heiligen Geschichten,
dieses schneller, jenes erst mit Zögern,
schwer verstehend, wie es manches Art ist,
tat's ihm nach auf Bildern und Altären,
überall. Es hoben an zu lächeln
Ochs und Esel und der Fisch des Jonas,
Lucä Stier und Johannes Adler,
Hund und Hirsch des heiligen Hubertus,
Martins Pferd und des Georgius Streithengst,
Lamm und Taube, endlich die gekrümmte
Schlange unterm Fuß der Gottesmutter.


Aus der Orgel aber stieg verstohlen
silberhell ein winziges Gelächter,
tropfte, perlte, wenigen vernehmlich.
Doch dann schwoll sie auf und rief mit Jauchzen:
»Lobt ihn, alle Kreatur!«











Am 16. Oktober 1948

... brachte der SPIEGEL, damals — freilich nicht immer, aber doch bisweilen, ja sogar öfters — ein Qualitätsmedium, das Deutschland, seine Geschichte und Gegenwart, seine Gesellschaft und Kultur »spiegelte«, anders als heute, da er längst zum lügnerischen Zerrspiegel zeitgeistiger Desinformation verkommen ist ... damals also brachte der SPIEGEL

E I N E   » S P I E G E L « - S E I T E   F Ü R
WERNER BERGENGRUEN

WARUM ICH DICHTE


Von jeher, das heißt: von sehr früher Jugend an, habe ich an der Fruchtbarkeit gewisser Diskussionen über Fragen der Dichtung gezweifelt. Solche Diskussionen scheinen mir oft von der Auffassung auszugehen, jeder einigermaßen respektable und reputierliche Dichter müsse doch so etwas haben wie ein Programm - und über Programme läßt sich ja reden. Einer solchen Auffassung entspringt dann jene Frage, die so oft an unsereinen gerichtet wird und die mir jedesmal ein Gefühl äußersten Unbehagens verursacht, nämlich die Frage, was ich mit meiner Dichtung denn eigentlich wolle.
Wäre das heute vorstellbar, daß die platte Links-Postille, die geniert ein Büchlein »Finis Germania« aus seiner Bestseller-Liste verbannt, weil linke Flachdenker halt lieber zensurieren, als sich mit den mit ihrer Ideologie unwillkommenen Realitäten auseinanderzusetzen? Die Frage zu stellen heißt ...

Werner Bergengruen, dessen auf diesem Blog bereits aus Anlaß der fünfzigsten Wiederkehr seines Todestages mit einem Artikel gedacht gedacht wurde, wurde heute vor 125 Jahren geboren, und ist vor etwas über einem halben Jahrhundert gestorben. Wer seine Werke und die aus ihren sprechende Gesinnung kennt, den weht ein Schauer an, wenn er um sich blickt, was seitdem alles an Wert und Würde in dieser vergleichsweise kurzen Zeit bereits verloren gegangen ist — nein: von interessierten Kreisen ganz gezielt vernichtet wurde!

Lebte ein Werner Bergengruen heute, er ließe sich wohl nicht dazu herab, bloß zur literarisch-dekorativen Behübschung einer korrupten Lügenpostille zu dienen, und damit wäre von beiden Seiten nicht die nötige Grundlage für eine Zusammenarbeit vorhanden — von Seiten der einen, weil sie ihn nicht verstünden, von Seiten des anderen, weil er sie nur zu genau verstünde, oder besser gesagt: durchschaute ...

Bergengruen war der Ansicht, der Dichter solle »... trachten, ewige Ordnungen sichtbar zu machen.« Der SPIEGEL will heute ganz im Gegenteil mit seinen Artikeln — mehr oder weniger geschickt — verbergen, daß Hintermänner und Auftraggeber an »Ordnungen« arbeiten, die sie ihrer Meinung nach ewig an der Macht halten werden.

Und dennoch: so unverfroren sie auch ans Werk gehen — sie sind bloß Wiedergänger jener Mächte, die zu Bergengruens Lebzeiten ihm die Existenz verdüsterten. Und ihm gegenüber dennoch nicht das letzte Wort behielten, sondern in einem Rausch von Blut und Verwüstung untergingen ...

Die Hoffnung bleibt. Auch heute.

Agenda 2035

von Fragolin

Da es kurz vor der Bundestagswahl ja zum politischen Spiel des Wahlkampfes zu gehören scheint, irgendwelche Sachen von anno dunnemals auszugraben und den wahlwerbenden Ideologiegegnern um die Ohren zu hauen, hier (und mangels steuergeldgestopfter Netzwerke und opportunistischer Arschkriecher in Redaktionsstuben nicht in den Mainstreammedien) ein kleines Schmankerl aus dem unendlichen Internet-Gedächtnis (das Original wurde inzwischen gelöscht, aber es gibt Informations-Messis, die horten einfach alles...):


Kleines Zitat aus diesem einst offiziellen CDU-Papier aus dem Jahre 2012:

"Ab 2035 beginnt ein neues Zeitalter! Es wird ein Zeitalter sein, in dem wir Herkunftsdeutschen in unserem Land die Minderheit darstellen werden. Wie werden wird dann behandelt sein wollen? Freundlich, höflich und dazugehörig zu den Zukunftsdeutschen? Oder werden wir uns damit zufriedengeben, als geschützte Minderheit zumindest geduldet werden? Ist es okay, wenn wir dann so behandelt werden, wie wir die Zukunftsdeutschen heute noch oft behandeln?
Ich schlage vor, dass wir uns genau anschauen, wie diskriminierend wir heute noch mit den Zukunftsdeutschen umgehen. Genauso werden sie mit uns dann umgehen."

Alles klar? Alles deutlich? Voll verständlich?

Unsere Führungsriege hat sich mit dem Genozid der Deutschen abgefunden und kriecht den neuen Herren nur deswegen in den Allerwertesten, weil sie sich für die Zukunft einschleimen möchten. Dass die Landnehmer sich einen Dreck um Dankbarkeit scheren und ihre Forderungen sofort mit brutaler Gewalt durchzusetzen bereit sind, wissen wir nicht erst seit den unappetitlichen Szenen vor deutschen Sozialämtern oder süd- und osteuropäischen Grenzen. Dass dieser Versuch, sich Gnade in der Zukunft zu erkaufen ein sinnloser ist, weiß jeder, der heute die Augen öffnet. Aber dieser Artikel erklärt viel über die Denkwelt deutscher CDU-Politiker. Sie glauben, dass sie mit dem Staubzucker, den sie heute arabischen und afrikanischen Jungmännchen in den Hintern blasen, ihren Kindern gnädige Duldung erkaufen.

Noch ein Zitat gefällig?

"Unsere Antworten werden unser Leben prägen. In spätestens 25 Jahren, wenn wir fragen, wie wir eine/r von den Zukunftsdeutschen werden können."

Ja, richtig gelesen. Wir müssen heute die Weichen stellen, damit die Integration unserer Kinder und Enkel in die Neue Gesellschaft des offensichtlich halb arabisch-muslimischen, halb afrikanisch geprägten Deutschland gelingen kann.

Die CDU ist keine extreme politische Randgruppe sondern die Kanzlerpartei mit alternativlosem Kanzleranspruch. Und sie sorgt gerade dafür (das hat sie wohl 2012 in diesem Umfang noch nicht geahnt), die Vorgaben des weisen und vorausschauend inzuchtvermeidenden Zwanzigjahresplans der Genossin Angela zum Volksaustausch vorzeitig zu erfüllen.

Wer im Wissen um Solches bei der kommenden Bundestagswahl sein Kreuz bei der CDU oder einer ihrer Blockparteien macht, kann auch gleich mit den Grünen zu einer Deutschenhasser-Demo fahren und sich mit den Linken über den Volkstod der Nazis freuen.

Freitag, 15. September 2017

Muttis kunterbunte Wochenschau

Einfach eine Woche im Frühherbst 2017 ...
Winsen: Im niedersächsischen Winsen ist eine 39-jährige Frau auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstelle von einem „Flüchtling“ angegriffen und vergewaltigt worden. Aufgrund der guten Täterbeschreibung konnte die Polizei einen 27-Jährigen festnehmen. Die Frau ging nach Polizeiangaben am Donnerstagmorgen gegen 6 Uhr an der Winsener Stadthalle entlang. Kurz vor Erreichen der Luhdorfer Straße wurde sie von einem Mann überrumpelt, der sie hinter ein Gebüsch zerrte, zu Boden brachte und schließlich vergewaltigte. Bei der brutalen Tat erlitt die 39-Jährige mehrere Prellungen und Abschürfungen.
Heiter weiter:
Leipzig: Ein Mann hat am Donnerstagmorgen eine Joggerin verfolgt. Als er die Frau einholte, schlug er sie brutal zusammen und vergewaltigte sie anschließend auf einer Wiese. Die Frau musste notoperiert werden. Die Polizei fahndet nach dem Täter. Die Läuferin unternahm laut Angaben der Polizei am Vormittag eine Laufrunde durch den Auenwald in Leipzig. Sie startete unweit der Emil-Fuchs-Straße und rannte Richtung Rosenthalwiese, am Zooschaufenster vorbei, weiter in Richtung Gohliser Schlösschen und an dem dort in der Nähe gebauten Spielplatz vorbei.
Dann folgte sie den Waldwegen Richtung Waldstraße. An einer dort gelegenen Wiese sah die Joggerin erstmals ihren späteren Peiniger. Dieser lief etwas langsamer in die gleiche Richtung wie die Frau, sodass sie ihn bald überholte. Kurze Zeit später bemerkte sie den Mann jedoch erneut hinter sich. Er packte sie schließlich und riss sie zu Boden.
Der Unbekannte schlug und trat ihr mehrfach heftig ins Gesicht, zerrte sie vom Weg auf eine Wiese und vergewaltigte sie dort – ohne auch nur ein einziges Wort zu sprechen. Danach rannte er in unbekannte Richtung davon. Die Joggerin erlitt durch die massiven Schläge so schwere Gesichtsverletzungen, dass sie in einer Leipziger Klinik notoperiert werden musste. Das Opfer konnte den Täter folgendermaßen beschreiben:
Südländischer Typ, 25 bis 35 Jahre alt ...
Nicht nur Joggerinnen werden multikulturell bereichert, auch Schülerinnen:
Nürnberg: Eine 13-Jährige wurde in der Nacht auf Mittwoch von einer Männergruppe am Nürnberger Hautbahnhof sexuell belästigt und begrapscht. Als Passanten dem Mädchen zu Hilfe kommen wollten, entwickelte sich eine Schlägerei. Laut Angaben der Polizei wurde die Schülerin gegen 1 Uhr am Bahnhofsvorplatz von einer Gruppe arabischer Männer angesprochen, wobei einer von ihnen die 13-Jährige unsittlich berührt haben soll.
Mehrere Passanten beobachteten die Situation und versuchten, dem Mädchen zu helfen. Daraufhin kam es zwischen den arabischen Männern und den Helfern zu einer Schlägerei, die sich bis zur Osthalle des Hauptbahnhofs verlagerte.
Und damit die Burschen sich jetzt nicht vernachlässigt fühlen:
Dortmund: Am vergangenen Sonntag kam es am Dortmunder Nordmarkt zu einem schweren Raub. Die Täter flüchteten, nachdem sie einem 17-Jährigen mehrere Wertgegenstände stahlen. Um 1.30 Uhr war ein 17-jähriger Dortmunder im Bereich des Nordmarkts unterwegs. In Höhe der Hausnummer 8 näherten sich zwei unbekannte Männer und forderten sein Handy. Als der Dortmunder sich weigerte, schlugen und traten ihn die Täter zu Boden.
Nach eigenen Angaben verlor der 17-Jährige kurz das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kam, fehlten sein Handy, seine Geldbörse und seine Armbanduhr. Er hatte mehrere Verletzungen im Gesicht. Ein Täter wird als zirka 25 bis 30 Jahre alt, 1,85 Meter groß und muskulös beschrieben. Er hatte kurze, dunkle Haare, einen braunen Teint und trug eine braune Lederjacke, darunter eine Strickjacke. Der zweite Täter war etwas größer und breiter gebaut. Er hatte ebenfalls einen dunklen Teint und dunkle Haare.
Doch nicht nur in tiefster Nacht führen unsere Bereicherer Schulungen in Multikulturalität durch — auch schon am Abend:
Halle: Eine 18-Jährige ist in Halle (Saale) von zwei unbekannten Männern mit brutaler Gewalt angegriffen worden. Nach Polizeiangaben war die junge Frau am Mittwoch- abend gegen 20.45 Uhr im Bereich des Wasserturms zu Fuß unterwegs, als ihr zwei Männer entgegenkamen.
Die 18-Jährige wurde von den Männern angesprochen und am Arm festgehalten. Im weiteren Verlauf fassten ihr die Täter an die Brüste. Als die junge Frau anfing, sich heftig zu wehren, schlugen ihr die Männer zweimal ins Gesicht. Sie erlitt dadurch Hämatome an beiden Augen. Mit letzter Kraft konnte sie sich letztlich losreißen und vor den Tätern flüchten. Die Angreifer wurden von dem Opfer wie folgt beschrieben: Beide waren zirka 1,70 bis 1,75 Meter groß, dünn gebaut und schwarz gekleidet. Sie sprachen gebrochen Deutsch und hatten ein „südländisches Aussehen“.
Damit wir solche wertvollen Bereicherungen auch in Zukunft nicht missen müssen, sind die Behörden bestens geschult, beizeiten wegzuschauen:
Salzgitter: Weil ein 17-Jähriger kein Feuer hatte, wurden er und seine 15-Jährige Freundin von zwei polizeibekannten Jugendlichen verprügelt. Der junge Mann hatte am Dienstagnachmittag an einer Haltestelle in Salzgitter mit seiner Freundin auf den Bus gewartet. Plötzlich näherten sich zwei syrische Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren.
Sie fragten den 17-Jährigen, ob er Feuer habe. Als er ihre Frage verneinte, wurden die Einwanderer aggressiv. Der 17-Jährige wollte dann mit seiner Freundin in den Bus steigen, doch die beiden Jugendlichen hinderten ihn daran. Vor dem Bus schlug einer der Syrer auf ihn ein und kratze ihm im Gesicht. Seiner Freundin schlugen sie mit einem Schlüsselanhänger an den Kopf. Im Anschluss an die Attacke meldeten sich die beiden Opfer bei der Polizei, danach gingen sie zum Arzt.
Beide wurden im Gesicht und am Hinterkopf verletzt. Die Täter sind nach Angaben der Polizei in den letzten Wochen bereits mehrfach im Zusammenhang mit Schlägereien aufgefallen. Auf Ermittlungsverfahren habe die Polizei jedoch bislang verzichtet.
Diese Liste (Dank an Michael Mannheimer) ist nahezu beliebig verlängerbar. Und was meint Mutti dazu? Das:
Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat knapp zwei Wochen vor der Bundestagswahl einer von der Schwesterpartei CSU geforderten Asyl-Obergrenze eine Absage erteilt. Zudem warb Merkel um den Zusammenhalt im Land – von Deutschen und Migranten, Alten und Jungen sowie Starken und Schwachen.
Leider hat sie — weil offenbar die pointierte Nationalratsrede von Generalsekretär Kickl nicht gehört — vergessen, ihren Wünschen ans Christkind auch noch »Weiße Weihnachten!« und »Für das Enkelkind lauter Einser im Zeugnis!« hinzuzufügen. Kommt aber vielleicht noch.

Quousque tandem abutere ... möchte man seufzen. Ja, der Deutsche Michel (erst recht die Michelin!) ist geduldig. Ausrasten gibt's nur, wenn jemand, der schon länger hier lebt, bspw. eine Plastikflasche im hauseigenen Mülleimer, statt im vorgesehenen Plastikflaschensammelcontainer (fünf Straßen weiter) entsorgt.

Wenn es darum geht, eine der größten Flaschen der deutschen Politik endlich zu entsorgen — ach, da hat Michel keine Eile ...

Wie schon öfters auf diesem Blog erwähnt: der Satz, daß jedes Volk die Regierung habe, die es verdiene, ist nicht ganz zutreffend. Denn die, die diese Regierung nicht gewählt haben, können ja wirklich, nichts dafür. Bestürzend ist nur, daß noch immer eine überwältigende Mehrheit einfach zu blöd und/oder zu feige ist, Mutti per Stimmzettel einen Tritt in den fetten Steiß zu geben. Denjenigen, die sie und ihre Blockflöten freilich wieder und wieder wählen, gönne ich von ganzem Herzen, daß ihre Wohnungen ausgeraubt, ihre Frauen und Töchter vergewaltigt, die Luschen-Söhne auf der Straße zusammen- geschlagen, ihre Autos gestohlen werden, und ihre Steuerzahlungen für die Alimentierung von »Flüchtlingen« und ihren NGO-Abkassierern draufgehen. Auf lange Sicht bekommt jeder, was ihm zusteht: und blöde Micheln haben offenbar genau das verdient.

WÄHLT WEITER DIE CDU UND IHRE BLOCKFLÖTEN!

Nur: sagt später nicht, ihr hättet nicht gewußt, was ihr damit anrichtet — weil ihr nämlich einfach feige Arschlöcher seid ...