Donnerstag, 29. September 2016

Ein Ehepaar sitzt in München in einem Hauben-Restaurant ...

... und studiert die Speisekarte. Nach einiger Zeit wedelt ein Kellner daher: "Haben Sie schon gewählt?" Die Frau entschuldigend: "Wir brauchen noch ein bißchen. Mein Mann ist Österreicher ..."

Was wir schon immer haben wollten!


 DAS BURKDL!




(Hier weiterlesen)

Mittwoch, 28. September 2016

"Das Übliche eben."

Dieses knappe Fazit zieht Vera Lengsfeld über die ... ähm ... eigenartige Medienberichterstattung zum angeblich "rechtsextremistischen" und "ausländerfeindlichen" Anschlag auf eine Moschee in Dresden.
Seit Montag stehen die Sachsen wieder einmal unter Generalverdacht. Zwei Anschläge mit laut Polizeimitteilung „selbstgebastelten Sprengsätzen“ vor der Fatih Moschee und vor dem Internationale Congress Center ließen die medialen und politischen Erregungswellen hoch schlagen. Obwohl es keinerlei Hinweis auf die Täter und anfangs auch kein Bekennerschreiben gab, war man sich einig, dass es sich nur um einen rechtsradikalen oder fremdenfeindlichen Anschlag handeln konnte.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat die Sprengstoffanschläge von Dresden scharf verurteilt. Es sei «umso empörender», da der Angriff auf eine Moschee einen Tag vor dem Festakt zum zehnjährigen Bestehen der Deutschen Islamkonferenz verübt worden sei. Warum man die gescheiterte Islamkonferenz mit einem Festakt feiern musste, blieb offen.

Dresden Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sagte: „Eine solche Tat ist kein Protest und auch keine Meinungsäußerung. Eine solche Tat ist ein Verbrechen.“

Volker Beck von den Grünen war sich sicher, dass wo Moscheen brennen, auch Menschen brennen werden.

Das Übliche eben.
Wir dürfen gespannt sein, wie lange dieser "rechtsextreme'" Anschlag in der Systempresse verharren wird, oder ob er flugs unter schmunzeldem Amüsement der Leser alsbald flügellahm wird, wie so viele Enten unserer Propagandamedien. Ein ähnliches Schicksal dürfte auch folgende "Enthüllung" ereilen:

MH17-Abschuss: Russische Rakete von Rebellengebiet abgefeuert

Bild: REUTERS 

Die internationalen Ermittler des Flugzeugabsturzes in der Ostukraine belasten Moskau schwer.
 (DiePresse.com

Lange hatten sich die internationalen Ermittler zurückgehalten mit einer Aussage, wer für den Tod von 298 Menschen im Juli 2014 verantwortlich ist. Doch nun, mehr als zwei Jahre nach dem Abschuss von Flug MH17  belastet die Untersuchungskommission Russland und die Rebellen in der Ostukraine schwer. 
... wie uns "DiePresse" weismachen will. Nun, immerhin steht unter dem Artikel "(red.)", also ist es keine bloße Abschreibübung aus einer Presseagentur-Quelle, sondern die Reaktion steht zu ihrer Linie (der zwar nicht guten, aber alten transatlantischen, wie schon seit den Zeiten des CIA-Mitarbeiters Dr. Otto Schulmeister, langjährigen Chefredakteurs und Herausgebers dieses Mediums, und seines Nachfolgers in Mitarbeiterschaft und Medienfunktion, Dr. Thomas Chorherr).

Über die Unsinnigkeit und Unstimmigkeit der MH17-Vorwürfe gegen Rußland wurde schon so viel und eingehend publiziert, daß jede Wiederholung bloß ermüden würde. Offenbar ist aber das Fracksausen unserer "Eliten" schon so groß, daß sie auf Biegen und Brechen einen großen, einen ganz großen Krieg herbeischreiben wollen, um die Implosion unseres Fiat-Money-Betrugs-Kartenhauses irgendwie darin zu begraben ...

Was man in unseren Tageszeitungen nicht liest

... sind Überlegungen wie die folgenden:

Für die Realwirtschaft sieht es nicht gut aus in den USA - mit privater und öffentlicher Verschuldung, die mehr und mehr besorgniserregend wird (Haushalte sind wieder ähnlich hoch verschuldet wie 2008).
 
Via GEAB
Trotz der geringen Qualität der Debatte erlaubt der US-Wahlkampf doch einen “Moment der Wahrheit” — eine Befreiung des Diskurses, geknüpft an den Bruch der Gesellschaft (inklusive des Establishment selbst) in zwei Lager. Und hier im Rahmen der heutzutage über-polarisierten Debatte, wurde das Zerwürfnis zwischen dem demokratischen und republikanischen Lager so groß, dass lange unübliche Eindrücke über den Zustand des Landes zu Tage kommen.
 
So kommt es, dass alarmistische Artikel über den Zustand der US-Wirtschaft florieren. Neben den politischen Resorts, die wir sehen, gibt es eine Abschwächung der Kommunikation. Nehmen wir die Ankündigung der Fed zum Beispiel, wo Frau Yellen von Monat zu Monat stärker versucht die Märkte mit beruhigenden, aber wenig überzeugenden Erklärungen über Zinserhöhungen zu steuern. Zinserhöhungen, welche nie eintreten (wir kommen später darauf zurück).
 
Mit der anstehenden Wahl wurde es unmöglich die Probleme unter einem Mantel der guten Nachrichten oder Auslandsnachrichten zu verstecken, immerhin zwingt eine Wahl ein Land dazu, auch über sich selbst zu reden und sich seine eigenen Probleme anzuschauen.
(Hier weiterlesen)

Statt dessen versucht "DiePresse" mit Stimmungsmache-Berichten zu punkten:
Der Präsidentenkandidat verkauft sich als Kritiker eines „korrupten Systems“. Doch geht es um seinen Vorteil, ist ihm jeder noch so zweifelhafte Kniff recht.

 (Die Presse

Washington. Wieso überweisen zahlreiche Menschen und Unternehmen Millionenbeträge an die Donald Trump Foundation, obwohl ihr Gründer, der republikanische Präsidentschaftskandidat und selbst erklärte Milliardär, seit acht Jahren keinen Cent aus eigener Tasche an diese der Form nach wohltätige Stiftung gezahlt hat?
Kurze Gegenfrage: warum wohl überweisen die österreichischen Untertanen viele Milliarden an die Schutzgelderpressungsabteilung der Politnomenklatura (vulgo: Finanzamt), ohne daß einer von den Nomenklaturisten auch nur einen Cent*) aus eigener Tasche an diesen der Form nach zum Wohl der Untertanen tätigen Staatsapparat gezahlt hat? 

Im Unterschied zu den Zahlern an die Trump Foundation tun sie's aber nicht freiwillig. Und das ist ein Unterschied, auf den man wohl hinweisen sollte ...


--------


*) weil sie nämlich jeden der vielen, vielen Cents, die sie "verdienen" aus den Taschen des Staates vorher zugesteckt bekamen.

Ein ziemlich durchgeknallter Troll

... der seit ein paar Wochen meinen Blog (wieder einmal) mit seinem gestelzten, ziemlich sinnlosen Wortmüll zuschüttet, veranlaßt mich, die Kommentarfunktion bis auf weiteres auf "Moderation" zu stellen. Alle davon betroffenen Poster ersuche ich um Verständnis und Geduld, daß ich wegen meiner nur zeitweiliger Anwesenheit im Internet Kommentar-Postings erst nach einigen Stunden (bis Tagen) freischalten werde.

Zu Anfangszeiten dieses Blogs war es ein Sedivakantisten-Spinner, der wie Strolchi überall seine Markierungen hinterlassen mußte, nun ist es eben ein unter mehreren Pseudonymen teilweise possierlich mit sich selbst diskutierender Troll, der durch Ignorieren leider nicht zu entmutigen war.

Dem Poster "Gelegentlicher Gast", der sich über meine Geduld wunderte, kann ich nur versichern: auch meine Geduld hat Grenzen! So ungern ich Zensurmaßnahmen ergreife, lasse ich mir doch diesen Blog nicht durch das sinnlose Geschwurbel eines Posters beeinträchtigen. Daher, cher Heidjer (& Co- Pseudonyme): 

Get lost!


Dienstag, 27. September 2016

Am 27. September 1946

… (also genau heute vor siebzig Jahren) notierte der italienische Schriftsteller und Diplomat Daniele Varè — von Mussolini bereits Anfang der 30er-Jahre als Gesandter aus Kopenhagen abberufen und in vorzeitigen Ruhestand geschickt, um dort einen Faschisten-Günstling unterzubringen — folgende Gedanken in sein Tagebuch:
Der Tag rückt heran, an dem die Urteilsverkündung im Nürnberger Prozeß erfolgen soll. Ein Offizier sagte mir, es sei in England schwer gewesen, für diesen Prozeß Richter zu finden, die sich bereit erklärten, ihres Amtes zu walten. Heute bringt die Illustrated London News das ganzseitige Bild eines bekannten Richters und schreibt: „Er hat, vielleicht mehr als je ein Richter in der Geschichte, vor der Welt in einem internationalen Gerichtshof die wahren Grundlinien englischer Rechtsauffassung festgelegt …“ In gleicher Weise vertritt ein amerikanischer Richter „amerikanisches Recht“, ebenso ein russischer „russisches“ und ein französischer „französisches“ Recht. Keiner von ihnen ist jedoch — so scheint es zumindest — Vertreter des Rechtes ohne nationale Modifizierung. Es war ein grober Fehler, bei diesem Prozeß keinen neutralen oder auch deutschen Richter mit heranzuziehen, ein Fehler, wie ihn nur vom Sieg Berauschte begehen konnten.
Etwas an diesem Prozeß läßt einen üblen Geschmack im Mund zurück. Daß eine ganze Reihe von Kriegsverbrechern (die sich Verbrechen gegen die Menschlichkeit zuschulden kommen ließen) verdient hat, gehenkt zu werden cela va sans dire. Sie haben sich gegen Kriegsgesetze vergangen, die älter sind als die von Grotius aufgestellten. Aber jeder weiß, daß die gleichen Verbrechen, für die die Deutschen ihrer Verurteilung entgegensehen, von Russen und Jugoslawen in gleicher Art verübt wurden. Und doch sitzt ein russischer Richter im Gerichtshof! Natürlich wenden diese von den Siegermächten gewählten Richter Gesetze an, von denen sie sich selbst und den, der auf ihrer Seite gekämpft hatte, ausschließen. Man legt an das Recht zweierlei Maßstäbe an …
Wenn es uns, den Besiegten, gestattet wäre, Kriegsverbrecher vor Gericht zu rufen, so würden wir denjenigen — wer immer es sein mag — auf die Anklagebank fordern, der dafür verantwortlich war, daß marokkanische Truppen auf unser Land losgelassen wurden. Vor wenigen Tagen erst erwähnte Signora Agresti, Professor Silvestri habe ihr gesagt, daß in einem Spital von Neapel drei Jahre nach dem Einmarsch der alliierten Truppen in Italien noch immer ein Saal mit Frauen belegt sei, die von unseren marokkanischen „Befreiern“ vergewaltigt worden waren. [...]
Zum Schluß noch die Frage: Gesetzt den Fall, die „Vereinten Nationen“ hätten den Krieg nicht gewonnen, wie hätte man wohl Nagasaki und Hiroshima gerechtfertigt?
(zit. Nach Daniele Varè, Daniele in der Diplomatengrube, Zsolnay, Wien 1955)

Wer heute so etwas zu schreiben unternähme, wäre — cela va sans dire, um Varè zu zitieren — natürlich ein pöhser, ewiggestriger Nazi. Davon abgesehen, daß ein Verlag wie Zsolnay sich weigern würde (nein: sich weigern müßte!), so ein Buch überhaupt zu veröffentlichen.

Und es gibt noch immer welche, die davon schwätzen, daß wir in einem demokratischen Rechtsstaat leben, in dem es keine Zensur gäbe. Wo leben diese guten Leutchen eigentlich — auf der Rückseite des Mondes …? 

Mein Liebling unter seinen (nicht allzu vielen) Büchern

... ist "Die Fregatte Pallas". Daß LePenseur eine gewisse Vorliebe für weniger Bekanntes pflegt (seien es nun Bücher, Musikstücke, oder auch die Lebensläufe von Männern der "zweiten Reihe"), damit dürften die geneigten Lesern dieses Blogs mittlerweile vertraut sein ...
Im Jahr darauf erschien sein auch international äußerst erfolgreicher Roman Oblomow, dessen Titelheld mit Shakespeares Hamlet verglichen wird, der die Frage Sein oder nicht sein? mit Nein! beantwortet. Unter anderem Dostojewski betrachtete Gontscharow als bemerkenswerten Autor von hoher Qualität, von dem er sich selbst beeinflusst zeigte.
Bereits in seinen ersten Werken wird Gontscharows Grundthema, die grenzenlose Langeweile, deutlich, die er in seinem Hauptwerk Oblomow zum so zentralen Inhalt macht, dass die Antriebslosigkeit des Titelhelden im Russischen sogar sprichwörtlich wurde: Oblomowschtschina, das Versinken im Nichtstun bis zum endgültigen Verfall.
... informiert uns Wikipedia über den Autor: Iwan Gontscharow, der heute vor 125 Jahren, am 27. September 1891, in Sankt Petersburg verstorben ist.

Dem doch vergleichsweise kurzen Artikel in der Wikipedia merkt man die Ratlosigkeit an, wie man mit so einem "Autor der Langeweile und des Nichtstuns" umgehen soll. Dessen eigenes Verstummen, nach einigen durchaus erfolgreichen Werken, mehr als zwei Jahrzehnte vor seinem Tod Rätsel aufgibt, die durch seine vor und nach der Periode seiner Schriftstellerei so ganz uninteressant "bürgerliche" Biographie ebenso wenig erklärt wird, wie durch sein Werk selbst.

Unsere Zeit hält ihn einfach nicht aus. So mußte aus Anlaß der zweihundertsten Wiederkehr von Gontscharows Geburtstag (am 18. Juni 1812) ein gewisser Werner Theurich im SPEICHEL hyperaktiv dahinhecheln:
Über-Roman 
"Oblomow" So aufregend kann Faulheit sein

Mache ich morgen! Oder nicht? Wer immer alles aufschiebt, sollte "Oblomow" kennen, den literarischen Prototyp eines Prokrastinierers. Zum 200. Geburtstag des Autors Iwan Gontscharow wurde der großartige Roman jetzt neu übersetzt: So flott, dass selbst Phlegmatiker aufwachen. (Hier weiterlesen
Wer so beginnt, hat den Roman entweder nicht gelesen, oder nicht verstanden. Gontscharow für Macher (und wären's nur vermeintliche), die sich auf die Schnelle über Langeweile und Nichtstun informieren wollen: sorry, aber das geht einfach schief ...

Samstag, 24. September 2016

Nevermind!


Die ruhige Herbstwetterlage am Wochenende wird LePenseurs Stimmung, die nach dem Kniefall der Schweizer Parlamentarier vor den Brüsseler Banditen einigermaßen im Keller ist, hoffentlich wieder ein wenig heben. Deshalb:

LePenseur fährt ein paar Tage ins alpine Mittelhochgebirge, allwo kein Handymast (und damit auch kein Internet) ist, und verabschiedet sich daher mit freundschaftlichem

NEVERMIND!

... von seinen geneigten Lesern, in der Hoffnung auf ein wenig Erholung.
Bei der Zurüstung seines Blogs (will er doch die Leserschaft nicht völlig Penseur-los darben lassen) für die Urlaubszeit geriet er irgendwie auf die deutsche Wikipedia, die ihm unter dem heutigen Datum mit dieser Mitteilung elektrisierte:
24. September 1991: Das Album Nevermind von Nirvana erscheint in den USA und wird ein Meilenstein der Musikgeschichte.
... und da er sich keinen Meilenstein
in der Musikgeschichte entgehen läßt, dachte er: das hören wir uns doch glatt an! Und dann hörte er den Meilenstein ...


... und wußte spontan: wenn das ein Meilenstein ist, dann ist LePenseur ca. Mozart hoch Bach! Nun: Geschmäcker sind verschieden. Nicht jeder liebt Labskaus (oder Pichelsteiner), und was dem einen seine Lerche, ist dem anderen noch lang keine Nachtigall.

Dennoch: LePenseur verhehlt nicht seine Enttäuschung (die ihn sogar dazu veranlaßt, all das in der dritten Person zu schreiben ...) über diesen angeblichen Meilenstein. Und denkt sich: wenn schon 24 und kein Meilenstein, warum dann September? Und hört sich dafür Mozarts Symphonie Nr. 24, dirigiert von Christopher Hogwood an:


Weder Symphonie noch Interpretation sind Meilensteine, aber verglichen mit obigem Nirvana-Schrott mindestens auf dem Exzellenz-Niveau einer Beethoven-Neunten, dirigiert von Furtwängler.

Sind jetzt einige Nirvana-Fans existenziell verstört & aufgebracht? Das müssen sie eben aushalten, während LePenseur hoch hinaus will ...

adieu, ciao & hasta la vista ... and: never mind!


----------------------------------


P.S.: am 27. September (sub conditione Jacobi) geht's hier weiter ...

Freitag, 23. September 2016

Banana helvetica

... heißt die Sumpfblume, die zu Bern dem Schlamm von der EUkratie eingeschüchterter und/oder korrumpierter Parlamentarier, die sich von "Nationalräte" wohl treffender auf "Nationalverräter" umbenennen sollten, entsproß. Die amtliche "Wiener Zeitung" jubiliert:
Die Diskussion war lang, aber das Ergebnis nach sieben Stunden eindeutig. Der Nationalrat, die größere Kammer des Schweizer Parlaments, stimmte am Mittwoch- abend nach sieben Stunden dem Vorschlag seiner vorberatenden Kommission mit 126 gegen 67 Stimmen zu. Faktisch hat damit die Mehrheit einen Angriff auf die Personenfreizügigkeit abgeblasen. Die rechtspopulistische Schweizerische Volkspartei (SVP), die Autorin der sogenannten Masseneinwanderungsinitiative, fand sich in einer Minderheit wieder.

Der Vorschlag sieht vor, die 2014 per Volksabstimmung in die Verfassung aufgenom- mene Initiative in einem dreistufigen Verfahren umzusetzen. In einem ersten Schritt muss der Bundesrat sicherstellen, dass das einheimische Potenzial an Arbeitskräften besser ausgeschöpft wird. In einem zweiten Schritt kann der Bundesrat eine obliga-torische Meldung freier Stellen an die Regionalen Arbeitsvermittlungen einführen, wenn die Zuwanderung ein bestimmtes Niveau erreicht. Erst in einem dritten Schritt könnte er Höchstzahlen festlegen, aber nur mit der Zustimmung der EU.
Also nie. Denn  Brüssel hat bereits erklärt, in einem solchen Fall nicht zuzustimmen. Denn diese Umvolkung nach dem freien Belieben Brüsseler EUrokraten ist die unabdingbare Voraussetzung für die Schaffung der totalen, nein: totalitären EUrokratie! Erst durch Überfremdung desintegrierte Nationen geben den richtig zerkrümelten Humus, den unsere EUrokraten dann ganz nach ihren Vorstellungen (und zu ihrem, nicht unserem Nutzen!) bequem umpflügen können ...

Daß die Schweizer Politik sich trotz jahrhundertelangen Tradition kleinräumiger Demokratie und Bürgerbeteiligung lieber dem Diktat einer abgehobenen Politruk-Kaste aus dem Ausland beugt, als dem Entscheid ihrer eigenen Bürger zu folgen, sollte zu denken geben. Denn es beweist, daß auch die Politik der Schweiz längst nicht mehr die Entscheidungen des Souveräns, also: der Wähler, respektiert, sondern diese, obwohl lästiges "Störelement", noch nicht zu beseitigen wagte, nun aber, im Loyalitäts- und Interessenkonflikt, zwischen dem Vorbild ihrer "Amtskollegen" im Ausland (die doch so schön "repräsentativ", d.h. repressiv, über das ordinäre Volk drüberregieren können!) und den Mühen der direkten Demokratie zu wählen, sich nach kurzem, siebenstündigem Wimpernzucken für den Verrat an den Grundfesten der Schweizer Staatsordnung entschieden.

Die Schweiz eine Bananenrepublik? Vielleicht noch nicht, aber auf dem direkten Weg dazu! Die "Wiener Zeitung" entrüstet sich derweil:
Die SVP sieht darin einen Verrat am Volkswillen. Ihr Abgeordneter Adrian Amstutz nannte den Kommissionsvorschlag in der Debatte eine "Gesetzesruine", "ein in Hochglanz verpackter Verfassungsbruch". Amstutz griff seine Gegner auch persönlich an. "Hier wird die direkte Demokratie beerdigt, und diejenigen, die dabei mithelfen, sind Totengräber."
Falsch: das ist kein persönlicher Angriff, sondern die wirklichkeitsgetreue Darstellung der Faktenlage! Es ist freilich einleuchtend, daß ein Journaillist unserer Lückenpresse den Blick für solche, der Finanzierung der "Blattlinie" möglicherweise schädliche Petitessen längst verloren hat ...

 

Eminentissime machen in jede Hose, die man ihm hinhält ...

... und "stellen klar" ...

Kardinal Schönborn: "Kein Angriff auf den Islam"

.

Bild: (c) APA/AFP/ALEXANDER KLEIN 

Kardinal Schönborn stellte nun klar: In seiner Predigt sei es um glaubwürdiges Christentum und nicht um Angst vor dem Islam gegangen.
(Hier weiterlesen)

Dabei ist manchem Befund des Wiener Kardinals durchaus beizupflichten: ja, die verweichlichte Laschheit und Feigheit unserer "Christen" läd die eindringenden Muselmanen dazu ein, mal kräftig in die Weichteile der Einheimischen zu treten. Nur: muß dann ein Kardinal gleich selbst mit schlechtem Beispiel vorangehen, und in vorauseilendem Gehorsam gleich beschwichtigen, er habe doch nicht den Islam angreifen wollen? Der uns aber sehr wohl angreift!

Mit feigem Schönreden wurde noch kein Angriff abgewehrt! Der Wiener Kardinal könnte sich da ein Beispiel an einigen seiner Vorgänger auf dem Wiener (Erz-)Bischofsstuhl nehmen, die deutlich mehr Standfestigkeit bewiesen.


----------------------------------------


P.S.: die Gerüchte, daß Papst Franz den Wiener Kardinal besonders schätzt und möglichst als seinen Nachfolger installieren möchte, wollen nicht abreißen. Wenn dem wirklich so wäre, kann ich schon jetzt ankündigen (obwohl das die Purpurträger nicht wirklich beeindrucken dürfte): wenn der gewählt wird, trete ich aus der Kirche aus! Auch die Pietät gegenüber einer Religion, der man seit Säuglingstagen irgendwie angehört, hat ihre Schmerzgrenzen ...

"EU und Türkei streiten sich um gebildete Flüchtlinge"


Bild: APA/AFP/BULENT KILIC
... berichtet DiePresse.

Kurze Rückfrage: um welche?


Donnerstag, 22. September 2016

Weil hier kürzlich von Systemtrotteln die Rede war ...


Düringer will mit neuer Partei bei Nationalratswahl antreten

Bild: Screenshot 

Die Satzung der Partei mit dem Namen "Meine Stimme gilt" wurde laut Roland Düringer bereits am Mittwoch im Innenministerium hinterlegt.
 (DiePresse.com)

Der Kabarettist Roland Düringer gründet eine Partei und plant den Antritt bei den kommenden Nationalratswahlen. Das kündigte er auf seinem Online-Blog (http://gueltigestimme.at) an. Die Satzung der Partei mit dem Namen "Meine Stimme gilt" wurde demnach bereits am Mittwoch im Innenministerium hinterlegt. Zu geplanten Inhalten äußerte sich Düringer in dem rund zweiminütigen Video nur vage. "Ich bin der Taxler. Die Partei ist das Taxi (...) und sie dürfen dann alle mitfahren, ich bring die Fuhr wohin, mehr kann ich nicht tun."
Mensch, wat ham'wa jelacht, würde der Berliner sagen ...

Düringer, als Mensch durchaus sympathisch, als second Taxler (nach dem First Taxler) in Österreichs Politik allerdings ein durchaus entbehrlicher Zugewinn, will also eine Partei gründen. Die alle wählen sollen, denen "des System aafoch am Oasch geht" (wie man das nicht existierende Parteiprogramm unfein, aber treffend zusammenfassen könnte). Wer Düringers Interviews der Reihe "Gültige Stimme" gesehen hat, weiß etwa, worum es geht: jenen, die das herrschende Nomenklatura-System ablehnen, eine Möglichkeit einzuräumen, ihre Stimme anders als ungültig abzugeben. 

Wenn Düringer allerdings seine Überlegungen so umsetzt, wie er sie seinerzeit in einer Diskussion mit mir darlegte, ist jede Stimme für "G!LT" zwar gültig, aber dafür völlig umsonst, denn (zumindest damals) wollte Herr Düringer mit seiner Aktion nur einen "Diskussionsprozeß ingangsetzen", und etwa erzielte Mandate unbesetzt lassen.

Meine Meinung dazu: es ist eine letztlich bloß systemerhaltende Pseudo-Aktion. Herr Düringer hat mir damals widersprochen (und wird es vermutlich auch jetzt noch tun), nur: plausible Gegenargumente hat er mir nicht geliefert.
Über den Ausdruck "Spaßpartei" zeigte sich Düringer verwundert, "weil Spaßparteien gibt es in diesem Land schon genug".
... schreibt DiePresse (von APA ab). Dem ist zuzustimmen, wenngleich der Unterhaltungswert der österreichischen Innenpolitik schon größer war. Vielleicht nicht für einen Kabarettisten wie Herrn Düringer, wohl aber für jene, die in von Bürokratien zu Tode regulierten Betrieben mit ehrlicher Arbeit ihr Geld verdienen müssen. Was einen Spaßmacher nicht zu kümmern braucht, denn wenn er nicht ein Ziegenfickergedicht über den erdowahnsinnigen GröTAZ verliest, wird er keine großartigen Probleme bekommen. Ein Gastwirt hingegen, dessen Speisekarte z.B. nicht EU-Richtlinienkonform sämtliche denkbaren Allergene eines Schweinsbratens mit Semmelknödel und Kraut auflistet, schon.

Um dies vielleicht zu ändern, wird es allerdings andere Aktionen brauchen als ein schlichtes "G!ILT". Vielleicht merkt das auch ein Düringer, bevor er zu den Wahlen antritt, und damit dem Ziel der Systemparteien, etwaige Proteststimmen möglichst zu zersplittern, Vorschub leistet.

Doch vielleicht ist genau das auch in Wahrheit sein Ziel. Denn was ist schöner für einen Kabarettisten, als eine unfähige Politikerriege durch den Kakao zu ziehen ... 's wäre doch blöd, wenn die auf einmal abgewählt wären, und man keine Vorlagen für sein nächstes Programm hätte ...


Heute vor 225 Jahren

... am 22. September 1791 wurde Michael Faraday geboren, ein englischer Naturforscher, der als einer der bedeutendsten Experimentalphysiker gilt. Faradays Entdeckungen der „elektromagnetischen Rotation“ und der elektromagnetischen Induktion legten den Grundstein zur Herausbildung der Elektroindustrie. Seine anschaulichen Deutungen des magnetooptischen Effekts und des Diamagnetismus mittels Kraftlinien und Feldern führten zur Entwicklung der Theorie des Elektromagnetismus. Bereits um 1820 galt Faraday als führender chemischer Analytiker Großbritanniens. Er entdeckte eine Reihe von neuen Kohlenwasserstoffen, darunter Benzol und Buten, und formulierte die Grundgesetze der Elektrolyse. Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen und ausgebildet als Buchbinder, fand der von der Naturforschung begeisterte Faraday eine Anstellung als Laborgehilfe von Humphry Davy an der Royal Institution, die zu seiner wichtigsten Wirkungsstätte wurde. Im Labor der Royal Institution führte er seine wegbereitenden elektromagnetischen Experimente durch, in ihrem Hörsaal trug er mit seinen Weihnachtsvorlesungen dazu bei, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu verbreiten. 
(Hier weiterlesen)

"Musings on Two of the Dumbest Wars the US Has Ever Fought"

No, this won’t be about Grenada, Panama, Iraq, Somalia, Haiti, Bosnia, Kosovo, Afghanistan or any other US military war of choice which, while dumb, could at least result in some kind of appearance of victory, no matter how feeble (say, against a few Cuban engineers armed with AKs in Grenada). Today I want to share a few thoughts about the two wars the US has been engaged in for decades even though they never, ever had a chance to win: the war on drugs and the war on guns.
(Hier weiterlesen)
 Leseempfehlung!

Mittwoch, 21. September 2016

Aber, natürlich: Jelzin war ja ein Guter! Nicht so wie sein Nachfolger, dieser ...

Wir blättern um dreiundzwanzig Jahre zurück ... und was finden wir da?

Die russische Verfassungskrise 1993 begann am 21. September, als der russische Präsident Boris Jelzin die sozialistische Verfassung der RSFSR verletzte und per Dekret den gesetzgebenden Kongress der Volksdeputierten sowie dessen Obersten Sowjet Russlands auflöste, die sein Bestreben verhindert hatten, seine Macht zu festigen und Reformen durchzusetzen.

Hintergrund

Fraktionen im Kongress der Volksdeputierten 1992

Nach dem Augustputsch in Moskau und dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 kam es zwischen dem zu Sowjetzeiten gewählten Kongress der Volksdeputierten Russlands und dem russischen Präsidenten Jelzin wiederholt zu Spannungen.
Verlauf


Im Machtkampf zwischen dem reformfeindlichen Volksdeputiertenkongress, unter dem Vorsitzenden des Obersten Sowjets Russlands (etwa Parlamentspräsident) Ruslan Chasbulatow, und dem Radikalreformer Jelzin setzte dieser ein Volksreferendum zur Wirtschaftspolitik der Regierung im Volksdeputiertenkongress durch, das er am 25. April 1993 mit 58,1 Prozent der Stimmen gewann. Daraufhin legte eine von Jelzin einberufene Verfassungskonferenz aller gesellschaftlichen Kräfte im Juli einen neuen Verfassungsentwurf vor.
Das Parlament verweigerte sich jedoch dem Verfassungsentwurf, woraufhin Jelzin das Parlament verfassungswidrig per Dekret auflöste und für den 12. Dezember Neuwahlen sowie eine Volksabstimmung über die von der Verfassungskonferenz neu entworfene Verfassung ankündigte.

Aber Jelzin war halt ein Guter! Ein lupenreiner Demokrat! Einer, der wegen seiner Sauferei sich mit dem gleichzeitig amtierenden Hurenbock Billy-Boy bestens verstand. Einer, der sein Land und seine Bodenschätze für ein paar Brosamen (in sein Händchen, und die seiner Freunde, selbstmurmelnd) verschleuderte.

Ein nützlicher Idiot fürs East-Coast-Establishment eben. Nicht so wie sein pöhser Nachfolger ...

Lacht diese Steinzeit-Museln einfach zu Tode!

Es wurde auf diesem Blog schon mehrfach angeregt, die mörderische Polit-"Religion" Islam am besten dadurch zu bekämpfen, daß man sie lächerlich macht! Einer "Religion", die einen erotomanischen Kinderschänder, der das Abschlachten von Andersgläubigen zur religiösen Pflicht macht, als das leuchtendste Vorbild für jeden Gläubigen betrachtet, mit moralisch-ethischen Argumenten zu kommen, wird so sinnlos sein, wie gegenüber einem Alkoholiker den Wohlgeschmack lauwarmen Kamillentees zu preisen.

Einer Religion, die ernstlich behauptet, ihre "Heilige Schrift", der Koran, sei von Gott wortwörtlich so in Altarabisch "geoffenbart", und daher bis auf Punkt und Semikolon für alle Ewigkeit maßgebend und einzuhalten, wird man mit rationalen Argumenten, oder auch dem Nachweis, daß diese angebliche "Offenbarung" voller Fehler strotzt, und wohl nur eine schlampige, oft  sinnwidrige Übersetzung diverser aramäischen (frühchristlicher) Originalschriften darstellt, nicht beikommen können. Indolenz und Ignoranz gehen halt gern Hand in Hand.

Das einzige, was da hilft ist: lächerlich machen! Zeigen, daß man diese Kopfwindelträger trotz ihrer mörderischen Anschläge als irgendwie bedauernswerte Irre ansieht, und ihre "Geistlichen" ebenso, die (wie z.B. der seinerzeitige Großayatollah Khomeini) tatsächlich ernstgemeinte Erwägungen darüber anstellen, ob bspw. Zahnfleischbluten das Ramadan-Fasten bricht, oder ob ein Mann sich an den Genitalien weiblicher Babies "erfreuen" darf (Antwort: ja, solange er sie nicht penetriert, denn das ist erst ab dem 9. Lebensjahr zulässig!) ...

Lacht sie zu Tode! Nehmt euch den früheren ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser zum Vorbild, und zeigt diesen verklemmt-bigotten Wichsern, was ihr von ihnen haltet:


(Dank an Marco Gallina für den Link!)

Dienstag, 20. September 2016

Fidentem piumque ...

Heute vor 120 Jahren, also am 20. September 1896, erließ Papst Leo XIII eine seiner vielen Rosenkranz-Enzykliken, und manche Leser dieses Blogs werden sich verwundert die Augen reiben (andere dafür aber jauchzen und frohlocken!), daß dieses Ereignisses auf meinem Blog gedacht wird. Nun, freilich ... nicht wegen der besonderen marianischen Frömmigkeit des Blogautors (denn um die wäre es wohl, nach Ansicht treukatholischer Kreise, denkbar schlecht bestellt!), sondern latinitatis causa.

Leo XIII war eben der vermutlich letzte Papst, der absolut perfekt Latein konnte, quasi als seine zweite Muttersprache, in dieser bspw. Gedichte schrieb (gar nicht schlechte!), und das merkt man natürlich seinen Enzykliken, Konstitutionen, Apostolischen Schreiben etc. an. Das ist "Latein gedacht", nicht übersetzt! Und so diene der Anfang dieser Enzyklika (über deren Inhalte die Zeitläufte, wie über so vieles andere, hinweggegangen sind) hier als Anregung, sich der antiken Wurzeln abendländischer Kultur wieder zu besinnen:

VENERABILIBUS FRATRIBUS PATRIARCHIS
PRIMATIBUS, ARCHIEPISCOPIS, EPISCOPIS ALIISQUE
LOCORUM ORDINARIIS PACEM ET COMMUNIONEM
CUM APOSTOLICA SEDE HABENTIBUS

LEO PP. XIII
VENERABILES FRATRES
Salutem et apostolicam benedictionem


Fidentem piumque animum erga Virginem beatissimam, quem inde a teneris haustum, tota vita studuimus alere et augere, jam sæpius in summo Pontificatu licuit Nobis apertiusque testari. Tempora enim nacti aeque calamitosa rei christianæ ac populis ipsis periculosa, nempe cognovimus quanti foret ad providendum, commendare vel maxime illud salutis pacisque præsidium quod in augusta Genitrice sua benignissime Deus humano generi attribuit, perpetuo eventu in Ecclesiæ fastis insigne. Hortationibus votisque Nostris multiplex gentium catholicarum sollertia respondit, religione præsertim sacratissimi Rosarii excitata: neque copia desiderata est fructuum optimorum. Nos tamen expleri nequaquam possumus celebranda Matre divina, quæ vere est omni laude dignissima, et commendando amoris studio in Matrem eamdem hominum, quæ plena est misericordiæ, plena gratiarum. Quin etiam animus, apostolicis curis defatigatus, quo propius sentit demigrandi tempus instare, eo contentiore fiducia respicit Illam, ex qua, tamquam ex felici aurora, inocciduæ faustitatis lætitiæque processit dies. Quod si, Venerabiles Fratres, jucundum memoratu est, aliis Nos datis ex intervallo litteris collaudasse Rosarii precem, utpote quæ multis modis et pergrata sit ei, cujus honori adhibetur, et iis perutilis cedat qui rite adhibeant, æque est jucundum posse nunc idem insistere et confirmare propositum. Hinc autem præclara se dat occasio ut mentes animosque ad religionis incrementa more paterno adhortemur, et acuamus in eis præmiorum spem immortalium.
(Hier weiterlesen)
Wie eindrucksvoll verleiht der damals schon hochbetagte Papst seinen Gedanken über die Last seines Amtes Ausdruck (Quin etiam animus, apostolicis curis defatigatus, quo propius sentit demigrandi tempus instare ...), und verbindet damit die Zuversicht, die ihm dennoch im Blick auf Maria zuteil wird ( ... eo contentiore fiducia respicit Illam, ex qua, tamquam ex felici aurora, inocciduae faustitatis laetitiaeque processit dies). Das ist schlich und einfach ... schön (auch wenn man daran nicht glaubt)!

Der deutsche Philosoph und Schriftsteller Theodor Haecker hat 1931 ein Buch mit dem Titel "Vergil, Vater des Abendlandes" geschrieben. Nun, ohne Zweifel: auch die Literatur der Antike ist unser Erbe. Aber viel mehr noch die Latinität der Kirche, die diese antike Kultur weitergetragen hat bis an die Schwelle unserer Zeit. Und sie leider niederlegte an den Schwellen des Petersdomes, in dem eine wenig erleuchtete Versammlung "ehrwürdiger Väter" beschloß, mit einer Liturgiereform endlich wieder "zeitgemäß" zu werden ...

"... der vielleicht nächste netteste Präsident der Vereinigten Staaten"

Unter dieser Überschrift wird Poster "Literaturhinweis" im Gelben Forum mit seinem interessanten Artikel vermutlich für Schnappatmung bei allen sorgen, deren wichtigstes Ziel die Erhaltung eines Status quo für das Establishment (v.a. des Military Industrial Complex') unter zeitgeistigen Auspizien (endlich eine Frau im mächtigsten Amt der Welt ...) ist.
Die einzigen Politiker aus den letzten Jahrzehnten, die mir spontan einfallen wenn ich mich frage, wer tatsächlich mit etwas Tiefgang reden konnte, waren Gustav Heinemann, Erhard Eppler und Gerhart Baum. Strauß und Wehner erweckten zwar den Eindruck, waren aber Polterer.

Der Rest trat zwar oft rhetorisch geschickt bis polternd auf (Strauß, Wehner, Helmut Schmidt) oder schmeichelte sich ein (Willy Brandt), aber inhaltlich wurde meist nur leeres Stroh gedroschen. Die Inhalte der meisten Politiker-Reden sind leider nur die Gegenpole zur Meinung ihrer Opposition, keine eigenständigen, gar neuen, Ideen und Gedanken. Jede all zu arg abweichende eigenständige Meinung fällt auch bei einer des eigenen Denkens ohnmächtigen Bevölkerung selten auf fruchtbaren Boden.

Dies gilt in hohem Maße auch für Trump, bis vielleicht auf seine Idee mit der Mauer an der Grenze zu Mexiko, was vor ihm kein ernstzunehmender Politiker zu äußern gewagt hatte (nicht mal Ulbricht). Erstaunlicherweise hat Noch-Präsident Obama die Idee nun ohne rot zu werden von Trump geklaut (und bezahlt auch noch dafür, was allerdings den Wahrheitsmedien nicht immer eine Rede wert ist).

Trump erinnert in dieser Hinsicht etwas an Strauß, insofern er bestimmte seiner Inhalte wieder und wieder wiederholt (so wie hier: dreimal "wieder", ach nein, jetzt viermal).
(Hier weiterlesen)
Lesenswert, auch wenn man nicht alle Ansichten des Artikelautors teilt!

Montag, 19. September 2016

Die Systemtrottel tauschen bloß ihre Fähnchen

… die sie nach dem gerade vorherrschenden Wind schwenken. Aber sie werden — per Saldo — kaum weniger. Was irgendwie schwer vorstellbar ist, denn eigentlich sollte man meinen, daß sich in den letzten Jahren genug Unmut über unsere korrupten und unfähigen Polit-»Eliten« angesammelt haben sollte, um diese, wenn nicht gleich an die nächstgelegene Laterne, so doch immerhin aus ihren Pfründen zu bringen.

Doch weit gefehlt: nach wie vor macht die überwältigende Mehrheit, in Deutschland sind es immer noch um die 80 (und mehr) Prozent, in Österreich kaum (aber doch etwas) weniger, ihr Kreuzerl bei den Systemparteien, obwohl ihnen die Erfahrung sagen müßte, daß sie von diesen seit Jahrzehnten nur belogen und beschissen wurden. Und trotzdem wählt die satte Mehrheit sie wieder? Eines der untrüglichen Zeichen von Geisteskrankheit ist, dieselbe Sache, die sich schon einmal als falsch herausgestellt hat, noch einmal zu tun, und zu erwarten, es würde auf wundersame Weise bei der Wiederholung besser ausgehen.

Wir müssen uns in der real existierenden »Demokratie« offenbar damit abfinden, daß eine deutliche Mehrheit der Wähler nicht hinreichend intelligent ist, um einfache Volksweisheiten (»Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht …« oder »gebranntes Kind scheut das Feuer«) in ihr Wahlverhalten zweckdienlich einzubauen.

Fangen wir mit der ungleich wichtigeren der Wahlen an, die heute die deutschsprachige Welt (mehr oder weniger) in Atem hielten: im Berliner Stadtparlament wird also aller Wahrscheinlichkeit nach einer ungeliebten »großen« rot-schwarzen Koalition eine Rote-Socken-Koalition unter grüner Beteiligung folgen — man möchte, den »g’schupften Ferdl« abwandelnd, »rot und grün gestreift, das ist so elegant« singen. Knappe 15 Prozent derer, die überhaupt wählten, wählten eine Alternative (von der es sich auch noch herausstellen muß, ob sie eine ist; »Prinzip Hoffnung« in Reinkultur … aber was bleibt einem in einer »repräsentativen Demokratie« anderes übrig!).

Da gibt es eine Stadt, die von arabisch-libanesischen Verbrecherclans terrorisiert wird, in der die Straßen verrottet, die Infrastruktur und das Schulwesen am Zusammenbrechen sind, die geflutet wird von integrationsunwilligen und -unfähigen Scheinasylanten, die die letzten Reste an Sozialbudget aussaugen, die in verkommende Kieze und No-go-Areas zerfällt — und das alles u.a. ihrer seit jeher links versifften Politszene »verdankt«: und dann wird ebendiese Ansammlung von korrupten Schießbudenfiguren wieder und wieder gewählt. Irgendwie erschütternd (aber dann doch ins Bild passend) ist, daß im Osten dieser verrottenden Stadt, also jenem Teil, der im Verrotten immerhin vierzig Jahre DDR-Erfahrung vorweisen kann, die Kommunisten stärkste Kraft wurden (mein Vater pflegte zu sagen: »Man muß nicht unbedingt ein Volltrottel sein, um die Sozen zu wählen, aber es erleichtert einem die Sache beträchtlich« ...).

Wenn ich im Stammbeisl (für Piefkes: »Stammkneipe«) ein zähes Wienerschnitzel mit versalzenem Kartoffelsalat und einem lauwarmen Gspritzten (für Piefkes: »Schorle«) serviert bekomme, dann kann meine Wirtin froh sein, wenn ich ihr das ein einziges Mal pardonniere! Im Wiederholungsfall würde ich mir — wie wohl jeder vernünftige Mensch — ein anderes Lokal fürs Mittagessen suchen. Der Installateur, der mir für teures Geld das Badezimmer in einen Indoor-Pool verwandelt, weil dieser Trottel die Anschlüsse der Waschmaschine vergurkt hat, wird von mir auf Schadenersatz geklagt, etc. etc. ... Warum funktioniert dieses einfache Prinzip dann nicht ebenso in der Politik? Warum ist die Leidensbereitschaft der Menschen da so viel höher? Ist es etwa der Trugschluß, daß Politik den Wähler beim Wahlvorgang ja (fast) »nichts kostet« (außer ein bisserl Zeit), und daher auch nicht wert ist, sich groß darum zu kümmern? Wer in seiner Naivität so denkt, dem sollte eigentlich das Wahlrecht augenblicklich aberkannt werden.

Doch nein: es liegt wohl an der immer breiteren Schicht von Systemprofiteuren, von den Beamten bis zu den Sozialhilfeempfängern, die die Politik und die sie bestimmenden Wahlen tatsächlich nichts kosten — da diese ihnen immer nur etwas bringen können, nämlich: korrumpierende Wahlgeschenke der am Machterhalt interessierten Politapparatschiks!

Doch kommen wir nun zu Wien: hier fanden nach einer höchst dubiosen Wahl einer Bezirksvertretung (Wien zerfällt in 23 solcher Stadtbezirke), bei der pikanterweise um 23 Briefwahlstimmen mehr ausgezählt wurden, als überhaupt gültig abgegeben worden waren (und die FPÖ danach, welch ein Zufall, um 21 Stimmen hinter den GrünInnen landete), und die daher — wen wundert’s! — vom Verfassungsgerichtshof für nichtig erklärt wurde, am Sonntag eine neuerliche Wahl statt, die (würden die Bundespräsidentenwahlen wie vorgesehen tatsächlich am 2. Oktober stattfinden) natürlich zum »Signal« für die bundesweiten Wahlen stilisiert würden. Nun, so gesehen dürfen die Freiheitlichen für den mangelhaften Klebstoff der Briefwahlkuverts, der diesen Neu-Wahltermin auf den 4. Dezember verschob, recht dankbar sein. Denn im 2. Bezirk gewannen — die GrünInnen. Es gewann zwar auch die FPÖ hinzu, aber doch deutlich weniger …

Wenn man weiß, daß der 2. Bezirk, offiziell »Leopoldstadt« genannt, tradionell als »Mazzes-Insel« (weil früher von vielen Juden bevölkert, und zwischen Donau und Donaukanal quasi auf einer Insel gelegen) bezeichnet wird, dann kann man davon ausgehen, daß eine auf (deutsch-)nationalliberale Wurzeln zurückgehende FPÖ hier nicht gerade ein Heimspiel zu feiern hat. Der massenweise Zuzug von ausländischen Substandard-Gesindel um den Bahnhof Praterstern macht diesen Teil des Bezirks nachts zu einem faktischen No-go-Area, das die Polizei längst aufgegeben hat — und das müßte (so viele Juden mit »Nazi-Traumatisierung« leben heutzutage auch nicht mehr in der Leopoldstadt) dann eigentlich wieder den Bürgerprotest gegen die Überfremdung und Slumbildung beflügeln, aber dieser Effekt wird mehr als ausgeglichen durch den in Innenstadtnähe merklichen Zuzug linksgrüner BoBos, deren weiblicher Anteil offenbar erst nach der ersten Vergewaltigung durch eine kulturbereichernde Straßengang ihr Hirn einzuschalten gedenkt (und vielleicht nicht mal dann), wogegen die zugehörigen vegan essende Sitzpinkler mangels derartiger Erfahrungen vermutlich bis zum bitteren Ende unter dem Stiefel eines irasciblen Südländers, dem die Herausgabe der Brieftasche nicht schnell genug ging, ans Gute im Musel glauben …

Trotzdem: vielleicht war es ganz gut so — denn nichts macht die GrünInnen unvorsichtiger als der Erfolg, in dessen Höhenflug sie glauben, ihre totalitären Feucht-Träume ratz-fatz durchsetzen zu können. Was üblicherweise von einer ziemlichen Bauchlandung gefolgt wird. Die spannende Frage wird nur sein: geht sich die Bauchlandung noch bis 4. Dezember aus, oder üben sie sich in Selbstverleugnung, und verlangen nicht gleich die flächendeckende Umrüstung auf Fußgängerampeln mit schwulen Ampelpärchen, die Einführung von Binnen-I in allen Straßennamen (wie schön wäre es doch, endlich eine DresdnerInnenstraße zu haben …) und was dergleichen Unsinn mehr auf der Agenda dieser Truppe steht …

Die FPÖ wäre gut beraten, diese — obwohl territorial höchst beschränkte  — Wahl als Warnschuß zu betrachten! Wer bislang aus dem Meinungsbild der Leserbriefe und Stammtischgespräche einen Kantersieg Hofers bei der Wahlwiederholung erhoffen durfte, muß erkennen: der mit neuer Liebe zu Alm und Jagd, und überhaupt zu seinem »vielgeliebten« Österreich begnadete Kettenraucher aus links-urbanem Uni-Milieu wird kein leichter Gegner sein. Und die Machenschaften der Systemmedien werden keine Gelegenheit auslassen, für ihn Werbung zu machen und Hofer anzuschütten — semper aliquid hæret …

Den Wählern, die auch in Zukunft noch in Österreich leben (und nicht unter zunehmend schärferer Musel-Knute bloß vegitieren) wollen, kann man daher nur raten, den inneren Schweinehund am 4. Dezember zu überwinden, und ins zuständige Wahllokal wählen zu gehen — denn dort sind Fälschungen jetzt doch eher auszuschließen. Und Augen und Ohren offen zu halten, ob irgendwelche Wahlfälschungen versucht werden. Den Systemparteien, die um ihre Abwahl bangen müssen, wenn ein Bundespräsident, der nicht aus den eigenen Zirkeln kommt, gewählt würde, wird nämlich jedes Mittel recht sein, ihren schnell vergreisenden Frühstücksdirektor doch noch durchzubringen …

Mors certa, hora incerta ...

Wann die Stunde für unser Fiat-Money-Schwindelsystem schlägt, wann uns die ganze Chose um die Ohren fliegt, weiß keiner: aber daß dies der Fall sein wird, ist inzwischen (wenigstens in informierten Kreisen) unbestritten. Die Anzeichen für bedrohliche Instabilität mehren sich:

Platzt die gigantische Staatsanleihenblase?

Bild: (c) REUTERS (Ralph Orlowski) 
 
Viele Anleiherenditen haben überraschend ins Plus gedreht, das sorgt für Nervosität an den Märkten.
 (Die Presse

Während Anleger noch staunen, dass in der vergangenen Woche auch erstmals große Unternehmen negativ rentierende Anleihen auf dem Markt platzieren konnten, beginnen die Renditen auf dem Staatsanleihensektor überraschend in die andere Richtung zu laufen. Seit ziemlich genau einer Woche ist es hier mit der Praxis, dass man fürs Schuldenmachen auch noch Geld bekommt, vorbei. Der Kurs des deutschen Bund-Future sackte am vorwöchigen Donnerstag so stark ab, dass die deutsche Anleihenrendite erstmals seit vielen Monaten im positiven Bereich stand. Und dort hält sie sich nun schon sieben Handelstage.
Unsere Politruks finanzieren derweil Ordnerdienste die uns sagen: "Weitergehen, hier gibt's nichts zu sehen ... bitte weitergehen, die Herrschaften ... "