Dienstag, 24. Oktober 2017

Arme Würstchen

von Fragolin

Der unter parlamentarischer Immunität stehende Abgeordnete P. Öztürk beschafft offenbar mit seinem Status Informationen über Förderungen, gibt die an seinen Vater weiter, der einen Verein betreibt, in dem nach regionalen Medienberichten bulgarische Illegale als Tagelöhner gehalten werden, fingiert deren Abrechnungen, sodass sie zu Aufstockern werden, fingiert Mietabrechnungen, fingiert schulische Nachhilfe – das volle üppigst geförderte linke Integrationsprogramm eben. Und richtet damit einen Schaden an, der auf 7 Millionen geschätzt wird, von dem ein Gutteil auf einem unauffindbaren Konto liegen dürfte.

Beamte wussten davon, hielten aber dicht, wohl wissend, dass das Vorgehen gegen Abgeordnete mit Migrationshintergrund politisch sehr karrieregefährdend wirken kann und auch das Anlegen mit ranghohen Politikern plus deren scheinbar gut vernetztem Clan auch gesundheitsgefährdend sein kann. Wer will schon als querulatorischer Rassist seinen Job verlieren, wenn es doch Staatsdoktrin ist, die Unantastbaren machen zu lassen, was immer sie wollen?
Es ist ja auch bezeichnend, dass der Aufmacher der Zeitung nicht ist, dass ein türkischstämmiger Abgeordneter mit seinem Familienclan den Staat und damit den deutschen Steuerzahler ausnimmt, nein, das würde ja Wasser auf Mühlen und so, nein, man echauffiert sich über die Beamten, die dem Treiben kein ende gesetzt haben.

Liebe Leute vom Weser-Kurier, ihr wundert euch darüber, dass sich die Beamten nicht mit einem ranghohen Politiker und seinem Familienclan angelegt haben? Nun, es wird der gleiche Grund sein, aus dem ihr selbst auf diese Beamten losgeht anstatt die eigentlichen Täter gleich in der Schlagzeile an die Wand zu nageln.

Auch bedenklich finde ich aber etwas anderes: Dass dieser Fall in der Regionalpresse diskutiert, aber nicht zu einem bundesweiten Thema wird. Handelt es sich doch um ein Symptom des Staatsversagens, das auf vielen Ebenen zu erleben ist und zu genau dem Erstarken einer AfD geführt hat, derer es in einem funktionierenden demokratischen Rechtsstaat gar nicht bedürfte.

Und so müssen diejenigen, die gegen jeden „rächten“ Facebook-Poster, der seinen Unmut über eine offensichtlich Deutschland ausplündernde Türken-Mafia outet, zivilcouragiert aufstehen statt sich wegzuducken, sich nicht deklarieren, wieso sie sich bei einer solchen Türken-Gang lieber wegducken statt aufzustehen. Wer nur auf schwache Gegner eindrischt, ist ein Würstchen. Ein armes Würstchen. Wahrscheinlich sogar das nur als veganes Abziehbild. Halal.


Montag, 23. Oktober 2017

Die dritte Möglichkeit

Es ist nur ein kleiner Schatten (unter vielen) in Österreichs politisch-medialem Sittenbild, das sich mit Silberberg & Co. allmählich der Öffentlichkeit zu enthüllen begann. Eines Sittenbildes in (zumeist) rot, um die Farbschattierung korrekt zu benennen ...

Dieser kleine Göweil-Schatten, der — wenigstens nach Meinung des geschaßten Chefredekteurs — einen klaren Schlagschatten nach rechts wirft (»Die Abberufung nutzt einen bloßen Vorwand, es gibt meinerseits keine dienstliche Verfehlung«, so Göweil), nach der Meinung anderer hingegen nach links zeigt, und als Versuch der in der NR-Wahl gebeutelten SPÖ gesehen wird, noch schnell einen Chefredakteur nach ihrem Gusto zu bestellen, den »der neue Türkise« nicht so schnell austauschen kann (»... bevor Schwarz-Blau angelobt wird, wird Drozda noch einen getreuen roten Vasallen installieren«, wie ein Standard-Poster mutmaßt), beginnt zu irrlichtern, wenn man einen Artikel von Andreas van de Kamp dazu liest:
Die dritte Möglichkeit, meine Lieblingserklärung, läuft darauf hinaus, dass schwarz-rot doch kommt, entgegen allen unseren gut informierten Journos.

In diesem Fall hätte die SPÖ ihrem alten, neuen Koalitionspartner Reinhard “Harvey” Göweils beruflichen Kopf überreicht, als Morgengabe.
Nun, schon möglich, daß derlei Morgengaben etwas anbahnen sollen. Ob sie moralisch weniger anrüchig sind, als das diskrete Angebot, für einen Blowjob (et al.) einen Job zu bekommen, bleibe dahingestellt.

Aber genug spekuliert! Inzwischen versinkt Hollywood in angeblichen (oder wirklichen) Grabsch-, Blas- & Onanier-Skandalen — nur die Kinderschänder dieser Szene (wie auch der Wiener Sozen-Szene, die sich an Waisenkindern vom Wilhelminenberg bediente), die bleibt seltsamerweise von der Justiz (und warum bloß auch von den meisten Medien?) unbehelligt.

Was freilich einen ziemlich faden Geschmack hinterläßt ...

Dieses Video verdient weitere Verbreitung!

Da kann man Michael Klonovsky nur beipflichten:


Und was wäre wenn ...?

Zum Artikel von Elisabeth Hennefeld »Warum Rot-Blau die einzig logische Koalitionsvariante ist« bei Andreas Unterberger:
Ideologisch völlig undenkbar! Das versichert die SPÖ seit Jahrzehnten. Auch ORF-Chefanalyst Peter Filzmaier ist felsenfest überzeugt, dass sich die Sozialdemokratie eher spaltet, bevor sie einem Freiheitlichen auch nur die Hand reicht. Doch tut sich mit dem heurigen Wahlergebnis für Rot und Blau die einmalige Gelegenheit auf, fünf Jahre lang das Steuergeld schwarzer Wähler ungeniert unter sich aufzuteilen. Als Juniorpartner neben Sebastian Kurz können Kern oder Strache nur verlieren, besonders, sollte er nächstes Jahr auch noch EU-Ratspräsident werden.

Natürlich hat Bundeskanzler Kern im Wahlkampf betont, dass nur die SPÖ Schwarz-Blau verhindern kann. Vermutlich hat das auch einen gröberen Absturz in der Wählergunst verhindert. Doch nun ist Machtpolitik am Zug.
der folgende


Gastkommentar
von Riese35


Die Darstellung ist richtig, aber nur die halbe Wahrheit.

1.) In dieser Variante wird entscheidend sein, wer sich wie durchsetzt. Wenn die FPÖ inhaltlich umfällt und der sozialpopulistischen SPÖ klein beigibt, wird sie das nächste Mal marginalisiert. Der FPÖ-Wähler kommt nicht nur aus dem Gemeindebau und das Sicherheitsthema ist zu wenig.

2.) Für die ÖVP hätte dieses Kalkül schon lange Teil einer Lagebeurteilung sein und Auswirkungen auf ihr Verhalten haben müssen. Statt dessen hat sie das ignoriert und strategische Fehler an Fehler gereiht.

a) Angefangen von der Unterstützung VdBs, der sicher alles unternehmen wird, einen roten Kanzler zu etablieren. Kern hat nicht nur grüne Leihstimmen bekommen, sondern hat an der Spitze auch einen günen Leihpräsidenten. Ich erinnere mich noch, daß der rote BP 1970 für die ÖVP stets ein Trauma war. Karas, Konrad und Pröll haben es aber geschafft, diese Vorsicht zu zerstreuen. Mit einem BP Hofer hätte es anders aussehen können.

b) Kurzens und der ÖVP Überheblichkeit gegenüber der FPÖ kamen für den Wähler deutlich zum Ausdruck, als Kurz mit einem hämischen Grinsen Strache Termine bei Orban anbot. Wie sich dann zeigte, war Strache nicht auf Kurz angewiesen. Möglicherweise war die ÖVP sogar mitschuld, als die Ungarn gezwungen wurden, einen bereits bestätigten Termin absagen zu müssen. Diese Überheblichkeit ist mit ein Hauptgrund, wenn es zwischen ÖVP und FPÖ nicht klappen wird. Anstatt die FPÖ als Partner aufzubauen, sich schon vor den Wahlen regelmäßig am Stammtisch zu treffen und gemeinsame Konzepte zu entwickeln, hat man in der ÖVP nur auf die eigene Überlegenheit gebaut. In der SPÖ ging man offenbar strategisch anders vor.

c) Aber auch inhaltlich hat man in der ÖVP trotz vieler Übereinstimmungen - zumindest was gesagt wurde - in den entscheidenden Punkten Barrieren gegenüber der FPÖ aufgebaut. Da war das ständige und kontraproduktive Trommeln auf "proeuropäisch" (d.h. EU-unkritisch). Da war die ständige Desavouierung der FPÖ durch Hinweise auf die Mitgliedschaft in der Pariafraktion gemeinsam mit FN. Für die SPÖ, und zwar auf Führungs- und Entscheiderebene, war das offenbar irrelevant. In der ÖVP fürchtete man mehr Brüssel, die europäischen "Partner", Karas und Konrad als eine machtpolitische Lage, wie sie jetzt besteht. Kurz hat mit der ÖVP eifrig am Ast gesägt, auf dem er sitzen wollte.

d) Gegenüber den Wählern hat sich die ÖVP auch in vielen Punkten sehr links positioniert. Eine Wende war vielleicht beim Schließen der Grenzen in Sicht. Beim Geldausgeben (Förderungen linker Organisationen wie Lifeball), Steuern erhöhen (Grunderwerbssteuer), Unternehmer quälen (Registrierkassen) und in der Gesellschaftspolitik (froh, daß es die Homoadoption gibt, der Islam gehört zu Österreich, grüßen mit "Guten Tag" statt "Grüß Gott") hat die ÖVP aber fleißig rote Politik mit der SPÖ gemeinsam betrieben. Und es gab keine Anzeichen einer Wende. Brandstetter als Symbol für die Packelei mit den Roten ist von Kurz bestätigt und sogar zum Vizekanzler gemacht worden. Die Wende, wie sie sich die ÖVP vorgestellt hat, war halbherzig. Damit hat man zwar ein paar zusätzliche Stimmen gewinnen können, die alten Kernwählerschichten hat man damit aber ausgegrenzt. Für die einfache Mehrheit hat es gereicht. Die absolute lag damit nicht in Reichweite. Zu halbherzig war das Angebot der ÖVP.

3.) Und letztlich hat es auch der schwachmathische ÖVP-Wähler wieder nicht durchschaut, was leider wieder nur wenigen bewußt war: Um Kurz mit dem verlautbaren Programm zu unterstützen, hätte ein solcher Wähler FPÖ wählen müssen, denn Kurzens Absolute lag außerhalb der Reichweite, und mit einer starken, zweitgereihten FPÖ wäre die Wahrscheinlichkeit einer SPÖ/FPÖ-Koalition deutlich geringer gewesen.

Diesbezüglich war ja Lunacek mit ihren Grünen genial bis zur Selbstaufopferung: ihr alles überragendes Wahlziel war die Verhinderung von Schwarz-Blau, und das hat der Grünwähler verstanden und deshalb SPÖ gewählt. Die Rechnung scheint aufgegangen zu sein. In die Hohlköpfe der ÖVP bringt man so etwas leider nicht hinein.

Wenn die ÖVP klug wäre, versuchte sie wenigstens jetzt noch, diese Fehler auszubügeln. Der Preis wird sehr hoch sein. Ich fürchte, es wird zu spät sein. Der ÖVP fehlt ein Stratege wie Prinz Eugen, und Kurz fehlt möglicherweise die Kooperationsfähigkeit, auf die es jetzt nach den Wahlen ankäme.

Umstritten

von Fragolin

Der umstrittene Nischenkanal „N24“ des milliardenschweren „Springer“-Konzerns, der besonders durch die permanente Ausstrahlung von Hitler-Dokumentationen zu zweifelhaftem Ruhm gelangt ist, hat über seinen Printableger „Welt“ den Wahlsieg des konservativen und wirtschaftsliberalen Kandidaten Andrej Babis kommentiert.

Dieser erste Satz meines heutigen Beitrages kann als Spiegel betrachtet werden, und damit meine ich nicht das Käseblatt der Konkurrenz G&J sondern einen echten Spiegel. So schreiben die Federkielakrobaten der „Welt“ nämlich im Sinne ihrer Eigentümerin, die bekanntlich feste Busenfreundin der alternativlosen Kanzleuse ist, merkelergeben über jeden, der es wagt, die von dieser ausgerufene Staatsdoktrin der teutonischen Invasionsbesoffenheit mit kritischen Augen zu sehen. Ganz wichtig sind die Begriffe „umstritten“ (früher wurde auch „obskur“ verwendet, aber man passt sich an das Bildungsniveau des Durchschnittskonsumenten an, oder, um es in neumodischem Orchideensprech auszudrücken, muss die Bildungssystemopfer da abholen, wo sie zu finden sind: am unteren Rand der geistigen Ernährungskette, weshalb man Fremdwörter lieber vermeidet; nicht alles Fremde wird als Bereicherung anerkannt) und „populistisch“, aber auch der Hinweis auf „Milliardär“ darf nicht fehlen.

„Umstritten“ ist ja eine propagandistische eierlegende Wollmilchsau. Einmal mit diesem Stempel versehen, ist der scheele Blick vorprogrammiert. Wie muss man denn das aufnehmen, was jemand von sich gibt, der „umstritten“ ist? Dabei hinterfragt kein Mensch, was das Wort überhaupt bedeutet. Ist nicht jeder Mensch, der in seiner Position exponiert vor Volk und Medien steht, in diesen durchaus „umstritten“? Gibt es nicht verschiedene Meinungen über jede Regierung? Da fällt mir gerade die sehr umstrittene deutsche Kanzlerin ein, aber auch der obskure deutsche Justizminister, der linkspopulistische SPD-Chef Schulz und sein umstrittener Amtsvorgänger Gabriel. Und wenn in den Medien der milliardenschweren Kanzleusenfreundin Friede Springer explizit darauf hingewiesen wird, dass der Wahlsieger ein „umstrittener Milliardär“ ist, fällt hoffentlich nicht nur mir auf, dass das nicht einer gewissen Situationskomik entbehrt.

Der 63 Jahre alte Babis hatte sich im Wahlkampf als Euroskeptiker, Kritiker der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Gegner einer tieferen EU-Integration profiliert.“

Allein damit hat er sich das Begriffstriumvirat „umstritten“, „populistisch“ und „Milliardär“ ehrlich verdient. In den Kreisen der Kritiker des moralischen Herrschaftsanspruches des postfaktischen rechtsbeugenden neuteutonischen Merkel-Regimes eine Art dreifacher Ritterschlag.

Die Sozialdemokraten (CSSD), die bisher den Regierungschef gestellt hatten, erlebten laut Zwischenergebnis ein Debakel. Sie stürzen auf 7,5 Prozent ab (2013: 20,5 Prozent).“

Scheint ein europaweites Phänomen zu sein, dass die Leute aufwachen und die Sozen in die Bedeutungslosigkeit abwatschen, in die sie gehören. Außer in Ländern wie Griechenland oder Österreich, wo die höchsten Raten an Staatsbediensteten zu finden sind und ein gewisser Prozentsatz daher dankbarkeitswählt, egal welche Sauereien die Sozen auch abziehen.

Die Partei konnte Politologen zufolge nicht von der boomenden Wirtschaft und der niedrigen Arbeitslosenquote von nur 3,8 Prozent profitieren.“

Tja, die Leute fallen auf den Schmäh nicht mehr rein, dass sich ausgerechnet die Sozen mit den Leistungen, die die Wirtschaft trotz dieser Saugmonster im Pelz erbringt, auch noch zu schmücken versuchen.

Kritiker vergleichen ihn mit US-Präsident Donald Trump oder dem Italiener Silvio Berlusconi und warnen vor einer nie dagewesenen Konzentration medialer, politischer und wirtschaftlicher Macht.“

Nein, nicht „Kritiker“, sondern die Schreiberlinge von Friede Springer selbst tun das, einer milliardenschweren Konzernerbin, die gleichzeitig Merkels beste Freundin ist. Und dieser politisch-mediale milliardenschwere Springer-Merkel-Komplex lässt in seiner Hauspostille die Konzentration politischer, medialer und wirtschaftlicher Macht aufdecken?!
Wenn das keine gelebte Situationskomik ist.

Babis präsentierte sich erfolgreich als Gegner des Establishments, obwohl seine Partei seit 2014 mit in der Regierung war.“

Nicht nur das. Er selbst nämlich als äußerst erfolgreicher Finanzminister. Naja, muss man ja nicht erwähnen. Die Kunst der Lücke.
Muss man sich mal vorstellen: Ein großer Teil des Wahlvolkes wählt den bisherigen Finanzminister mit ordentlichem Vorsprung zum neuen Regierungschef. Also wer das von diesem Amt aus schafft, der muss irgendwas grundsätzlich richtig gemacht haben.

Bei der Stimmabgabe versprach er einen Kampf gegen das „korrupte Klientelsystem“. Doch die Polizei ermittelt gegen ihn selbst wegen mutmaßlichen EU-Subventionsbetrugs in Millionenhöhe.“

Ich kenne jetzt nicht die Hintergründe, kann mir aber lebhaft vorstellen, wer die entsprechenden Anzeigen eingebracht hat. Wir kennen das hier in Österreich. Irgendwann nach Jahren wird alles aus Mangel an Beweisen eingestellt, aber Hauptsache, man hat genug Dreck auf den „umstrittenen populistischen Milliardär“ geworfen. Wird schon was klebenbleiben.

Übrigens hält sich die österreichische Presse mit solchen Zuschreibungen vornehm zurück. Bis auf den umstrittenen linkspopulistischen milliardenschweren Staatssender „ORF“, dessen Federführung im bisher von der SPÖ dominierten politischen Meinungskartell zu bröckeln beginnt.

Nachdem bisher nur zwei der vier Visegrad-Staaten massiv vom deutschen Regime angegriffen wurden, nämlich die von den jeweiligen Ablegern der EVP regierten Ungarn und Polen, werden es ab heute wohl drei sein.

Dass in Deutschland die offensichtliche Tatsache, dass in seinen angrenzenden Staaten hauptsächlich mit dem Argument, die deutsche Politik abzulehnen, Wahlen gewonnen werden, zu einem Denkprozess führt, kann erfahrungsgemäß ausgeschlossen werden. Die 13%, die es begriffen haben, haben in Deutschland entsprechend gewählt, der Rest will es nicht wahrhaben, dass sie eben nicht das Zentrum der Demokratie in der Welt darstellen, wie sich die Elite gerade selbstbeweihräuchert, sondern sich immer mehr abheben und abkapseln vom Rest der Welt. Wieder einmal ein deutscher Höhenflug, wieder einmal soll die Welt am deutschen Wesen genesen, wieder einmal taumelt der ganze Staat am Gängelband einer machtbesessenen Figur in eine Diktatur, wieder einmal klammert sich die Masse an eine vermeintlich starke Führerfigur. Wieder einmal nichts gelernt.

Italien 2018 wird interessant. Wer weiß, wie es dort, von unseren Medien weitgehend unbeachtet, besonders im Süden aber auch immer mehr schon im mit Afrikanern überschwemmten Norden zugeht, der ahnt, dass auch bei dieser Wahl kein Stein auf dem anderen bleiben dürfte.
Und den deutschen Systemmedien wird das Wort „umstritten“ nicht ausgehen.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Gastkommentar: Hintergründig

Zum (im wörtlichsten Sinne des Wortes) »Fall« des Chefredakteurs der »Wiener Zeitung«, Reinhard Göweil, über den DiePresse berichtete, ein kurzer


Gastkommentar
von Toni_Tester



Geschickt! Im Jänner einen Karrieretorpedo beschafft und jetzt abgefeuert um vor dem Machtwechsel im Kanzleramt noch den Chefredakteursposten in der Kanzleramtszeitung mit eigenem Personal erneuern zu können. Wenn dann der schwarze Nachfolger nochmal tauschen will, nimmt man diesem so den Zeitfaktor als Begründung (der/die Neue ist ja grade erst berufen), und auch die Neubestellung an sich ist nun sehr öffentlich und emotional durch das Sexthema.
Den oder noch besser die Nachfolgerin dann gleich wieder zu tauschen wird so jedenfalls härter. Natürlich gilt für die Sozen auch hier die Unschuldsvermutung und meine Theorie ist eben nur eine eben solche. House of Cards lässt grüßen.
Wie abwegig nach dem Silberstein-Skandal.

»Ich will den Kreuzstab gerne tragen« — Johann Sebastian Bach, Kantate für den 19. Sonntag nach Trinitatis (BWV 56)




Reichserweiterung

von Fragolin

Der Irre vom Bosporus hat sich mal wieder zu Wort gemeldet. Eigentlich kaum einer Erwähnung wert, denn den sollte man am Besten einfach ignorieren und ansonsten dafür sorgen, dass man ihm seine glühendsten Anhänger heim ins Reich schickt. Aber irgendwie finde ich es bezeichnend, wenn man die auch den EU-Granden wohlbekannte Denkweise des Bonsai-Sultans mit der Kalifen-Attitüde genauer betrachtet – und deren Reaktion darauf. Oder auch Nicht-Reaktion.

Die Türkei strebt nach den Worten ihres Präsidenten Recep Tayyip Erdogan keinen Beitritt zur Europäischen Union mehr an. "Wir brauchen die EU-Mitgliedschaft nicht mehr", sagte Erdogan am Sonntag bei der feierlichen Eröffnung der jährlichen Sitzung des Parlaments in Ankara.“

Ja. Hm. Eigentlich kann man dazu nichts mehr sagen. Im Prinzip wäre es ja durchaus vernünftig, sich diese Mitgliedschaft in einem Konstrukt zu ersparen, dessen Herrscherkaste auf den Spuren Karolus Magnus‘ nach der Totalherrschaft über den ganzen Kontinent greift. Vor Allem, wenn man eigentlich gar nicht zu diesem Kontinent gehört, auch nicht wenn man einen vor Jahrhunderten eroberten Zipfel davon in seinem Reichsgebiet hat. Und wir wollen, um es mal diplomatisch zu sagen, zusätzlich zu dem bereits vorhandenen Größenwahn des alkoholgeschwängerten Truchsess von Brüssel nicht auch noch einen cäsarenwahngetriebenen Muselherrscher am Hals haben.

Ach ja, nach dieser offiziellen Absage an Bestrebungen hin zur EU wird ja jetzt wohl endgültig jeglicher Geldfluss in die bodenlosen Taschen des Osmanenherrschers eingestellt, oder? Ich meine ja nur, wenn der die EU nicht braucht, braucht er das Steuergeld der EU-Bürger ja auch nicht. Und seine türkischen Fahnentruppen hier auch nicht. Die sollten sich lieber daheim um ihren vergötterten Kalif Größenwahn kuscheln.

Wenn aber die EU einen "großen Sprung nach vorne machen" wolle, müsse sie die Türkei als Vollmitglied aufnehmen.“

Der ist gut, oder? Wirklich herrlich.
Schauen wir mal, was für „große Sprünge“ die EU als Vollmitglied im Osmanischen Reich vollbringen könnte:
Ein Sprung in die Rekordverschuldung, weil der Geldbedarf der Türkei geradezu griechische Ausmaße annehmen dürfte.
Ein Sprung in die Islamisierung, weil die Türkei sofort die flächendeckende Islamverbreitung weiter forcieren würde.
Ein Sprung in die Verblödung, denn die in türkischen Schulen gelehrten Grundsätze, dass Evolutionstheorie und Islam-Ablehnung Geisteskrankheiten Ungläubiger wären und alles Wissen der Welt im Koran gesammelt ist, hebt die PISA-Fähigkeit Europas sicher erheblich an.
Ein Sprung in die nächste Invasionsstufe, denn sofort mit der Grenzöffnung zur EU werden Millionen „Geflüchtete“ der arabischen Welt via Türkei in die EU strömen, was die Türken kaum verhindern werden, kommt es ihnen doch bei der Wiederherstellung und Ausbreitung des Osmanischen Reiches entgegen.

Wenn ich ganz ehrlich sein soll, kann ich auf jeden einzelnen dieser „Sprünge“ verzichten.

"Wir werden nicht diejenigen sein, die aufgeben", betonte Erdogan. Ankara wäre nämlich "glücklich", zur Zukunft der EU beizutragen, weil die türkische EU-Mitgliedschaft der Union eine "wirtschaftliche und kulturelle Expansion" ermöglichen würde.“

„Wirtschaftliche und kulturelle Expansion“ ist wirklich ein putziger Euphemismus für Rekordverschuldung und Quantensprung in der Islamisierung. Mehr Moscheen in der EU, die die Türkei mit Geld bauen lässt, das ihr die EU als Fördermittel schenkt. Wir zahlen uns die Einverleibung in das Osmanische Reich selbst. So blöd muss ein erobertes Land erstmal sein, dass es seine Eroberung selbst forciert und finanziert.

Für die Türkei selbst spiele es hingegen keine Rolle, ob sie EU-Mitglied sei oder nicht.“

Und warum will sie dann trotzdem weiter rein? Eben: Weil Erdogan und seine Cheerleader, die immerhin die Mehrheit in der Türkei stellen, den Beitritt wollen. Aber nicht als Beitritt der Türkei in die EU sondern als Beitritt der EU zum Osmanischen Reich.

Wie Türken so ticken erfährt man, wenn man dort unterwegs ist. Was ich für Stories gehört habe von Türken: Sie hätten die weltbesten Piloten, das Strahltriebwerk erfunden, Amerika entdeckt und würden faktisch die EU mit Milliarden stützen. Nein, die glauben das wirklich! Das ist deren feste Überzeugung! Und ihr Sultan liefert ihnen immer wieder neue Märchen über die Unterwerfung der lendenschwachen Westler unter die strammen Türken, die nicht nur Deutschland im Alleingang nach dem Krieg wiederaufgebaut haben sondern ganz Europa mit Fleiß und Weisheit bereichern. Wie man in den verschiedenen „Ischfickdisch!“-Areas deutscher Städte anschaulich bestätigt findet.

"Wir werden dann halt so weiter machen wie gewohnt", erläuterte der wegen seiner autoritären Amtsführung umstrittene Präsident laut türkischen Medienberichten.“

Naja, eigentlich hat er scheinbar gesagt, dass er nichts gesagt hat und man weiter die Kohle der blöden Dhimmis kassieren und sie dafür verhöhnen möchte. Putzig ist die Verrenkung des Schreiberlings, um noch irgendwie das Wieselwort „umstritten“ an den Irren vom Bosporus zu häkeln. Der Typ ist nicht „umstritten“ sondern irre. Aber egal.

Aus der EU, die das Ganze ja eigentlich betreffen sollte, hört man erstmal nichts. Die Krähen beäugen sich und überlegen, wie sie zum Anführer des Haufens werden können, aber gegenseitig die Augen aushacken – soweit gehen sie nicht. Und so fließt weiter unser Steuergeld in die Türkei und wird weiter um den Beitritt verhandelt (nein, die Verhandlungen sind nicht gestoppt, sondern es werden nur momentan keine neuen Kapitel eröffnet). Nur welcher Beitritt es ist, Türkei zur EU oder EU zur Türkei, hängt wohl allein vom Blickwinkel ab.

Samstag, 21. Oktober 2017

Jetzt sind wir aber völlig überrascht!

DiePresse berichtet:

Migrationskrise: Geringer Fortschritt bei Abschiebungen

Noch immer gelingt es EU-weit nicht einmal, die Hälfte aller illegalen Migranten abzuschieben.
(Hier weiterlesen)
 also wirklich: wer hätte das bloß gedacht!



Wegen eines »anlassbedingten Vertrauensverlustes«

... wurde der Chefredakteur der Wiener Zeitung seines Postens enthoben. Hübsche Formulierung für eine längst notwendig gewesene Maßnahme.

Heute vor 120 Jahren

... wurde Alexander Lernet-Holenia geboren. Dieses großen österreichischen Dichters wurde schon vor einiger Zeit auf diesem Blog gedacht — und ein »runder« Gedenktag ist zweifellos angebracht, wieder an ihn zu erinnern. Leider erlaubt mir mein derzeitiger Gesundheitszustand — nichts Ernstes, aber höchst Lästiges— nicht, die nötige Muße für eine neuerliche, umfassendere Würdigung des Dichters (und hier insbesondere des großen Lyrikers, der er war!) aufzubringen (wenigstens wurde eines seiner Gedichte aber schon in dem früheren Artikel zitiert).

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P.S.: Wer sich über Alexander Lernet-Holenia näher informieren will: hier finden sich unzählige Details zu Biographie und Bibliographie.

Schröckliche Dinge

von Fragolin

Es ist absolut erschreckend, wie sich unter der türkis-braunen Hetze der Ultrarechten, die nach dem letzten Wochenende sichtbar Oberwasser in Österreich bekommen, Diskriminierung und tätliche Angriffe gegen traumatisierte Schutzerflehende mehren.
So wie hier in der „Krone“ dokumentiert.

Da betteln zwei vor Hunger und Elend geflüchtete Fachkräfte, von der xenophoben Mehrheitsgesellschaft in eine karge „Unterkunft“ geparkt, statt sie am gesellschaftlichen Wohlstand teilhaben zu lassen und ihnen eine Wohnung oder ein Haus im Grünen nebst rund um die Uhr prall gefülltem Kühlschrank zu überlassen, um eine bescheidene Grundversorgung mit Nahrungsmitteln, und anstatt dem Wohlstand unseres Staates entsprechend mit feinem halal zubereiteten Fettschweif auf Kichererbsenpüree gelabt zu werden bietet ihnen der Mitarbeiter, der ja eigentlich für die Wohlversorgung und das Wohlergehen der Schutzsuchenden zuständig sein sollte, nur altbackene Semmeln an mit der fadenscheinigen Ausrede, was anderes gäbe es eben nicht. Nur weil es gerade nachts um eins ist.

Hat der denn kein bisschen kultursensibles Gespür? Diese armen Opfer kommen eben aus anderen Zeitzonen, deren von Hunger und Leid gequälte Mägen sind es eben zu anderen Zeiten gewohnt, Nahrung aufzunehmen. Doch es kommt noch schlimmer: als die beiden Schützlinge ihrer Bitte um ordentliche Nahrung mit schlagkräftigen Argumenten folkloristisch Nachdruck verleihen wollen, zückt dieser offenbar bar jeder sozialen Empathie Fremdenhassende sein Pfefferspray und attackiert die beiden armen Verhungernden brutal. Scheinbar glaubt der, nur weil der politische Wetterhahn in Wien sich jetzt quietschend nach rechts ruckend in eine neue Position manövriert hat, hat er Oberwasser und kann so mir nichts, dir nichts seine Xeno-, Islamo- und Asylophobie ausleben und die Ärmsten der Armen einfach so angreifen?!
Nichts da, natürlich rückte dieses Mal die Polizei an, immerhin fiel eines der Kultursensibelchen glatt aus den Pantoffeln, als der böse Selbstverteidiger ihn brutal mit Pfefferspray angriff.
Die Anklage wegen Körperverletzung ist fertig. Braucht keiner denken, er könne sich einfach ungestraft verteidigen.

Wo kommen wir denn da hin, wenn sich die Bediensteten keck gegen die neuen Herren stellen und sich vielleicht noch gegen den einen oder anderen Haken aufs Zifferblatt zur Wehr setzen? Körperliche Züchtigung der Untergebenen ist laut Koran erlaubt.
Wann begreifen die das endlich?
(Und wieder hat es einen „Helfer“ erwischt.)

Ich wäre dafür, dass man diese offenbar mit der kulturellen Bruchlinie, an der sie arbeiten, Überforderten endlich aus den Unterkünften für Gestrandete abzieht. Es könnten viel fähigere Leute, mit höherer Kultursensibilität, Toleranz und moralischer Festigkeit diese Jobs der Nachtbetreuung traumatisierter Afrikaner und Araber übernehmen. Bei den „Grünen“ sind doch gerade 110 höchstkompetente Toleranz- und Integrationsfachkräfte frei geworden, die nur darauf brennen, ihre Fähigkeiten endlich in den praktischen Dienst am Geflüchteten zu stellen. Haben sie uns doch jahrelang die süße Hymne vom Glück der Bereicherung gesungen und fast bejammert, durch ihren aufopferungsvollen Dienst an der Demokratie daran gehindert zu werden, sich selbst um diese sonnenscheinenden Goldstückchen tags wie nachts zu kümmern. Jetzt haben sie diese Chance.
Und erhalten bei der Gelegenheit vielleicht sogar den einen oder anderen praxisgeleiteten Erkenntnisschub, warum sie bei der letzten Wahl abgewatscht wurden.
Win-win, sozusagen.

Freitag, 20. Oktober 2017

Mannomänner

von Fragolin

Meine kleine Wortmeldung von gestern hat einige Kommentatoren auf den Plan gerufen, denen ich hiermit nicht nur danken möchte für ihre Diskussionsbeiträge, sondern auch hier antworten, weil ich glaube, für den Kommentarbereich würde es zu umfangreich werden. Hat sich so ergeben, dass da wohl doch noch etwas mehr zu sagen ist.

Anonym hat gesagt...
"Unkorrekt": Frauen und Männer unterscheiden sich sehr stark: Oben, im Kopf, beim Denken, Fühlen oder Verhalten. Hat die Natur nach x Millionen Jahren so eingerichtet. Männer sterben beispielsweise deutlich früher. "Quote" ist degenerative Wohlstandverlotterung. (Ganz am Rande: Meine Töchter arbeiten in anspruchsvollen Ingenieurberufen.)“

Werter Anonym,
Sie argumentieren mit Vernunft und Wissenschaft. Das wird als männliches Konstrukt zur Unterdrückung „der Frau“ von den Feministinnen strikt abgelehnt. Biologie und Chemie, selbst Psychologie und Verhaltensforschung sind für die Priesterinnen der Genderkirche männliche Lügengebilde, sie akzeptieren ausschließlich die Genderwissenschaft, die nicht einmal wissenschaftlich arbeitet sondern nur im Sinne einer Religion die Grundaussagen ihrer Prophetinnen zu bestätigen suchen und alles Widersprechende als Ketzerei verdammen. Eine riesige in sich geschlossene Blase mit extremem Filtereffekt.

Da wird die Aussage, dass hauptsächlich Männer in Vorständen vertreten sind, nicht etwa nach dem biologisch wie psychologisch und anthropologisch bewiesenen Fakt als Ergebnis des Strebens nach materiellem Erfolg und Anerkennung, was wieder der Familie zugute kommt, gewertet, sondern als Beweis der bösartigen männlichen Bekämpfung der armen unterdrückten Frauen. Da wird ein Opferbild gestrickt, das selbst bei muslimischen Vorbetern seinesgleichen sucht. Und an allem schuld, für alles verantwortlich und damit verpflichtet, sich freiwillig zu unterwerfen, ist der Mann. Und so er dies nicht unverzüglich tut und einen Schritt, am Besten verhüllt, hinter der Frau herhuscht um sie zu beschützen und zu bedienen wie es ihr gefällt… upps, da gleichen sich Ideologien ja wie Abziehbilder…

Die plumpe Propaganda kreischender Feministinnen disqualifiziert sich von selbst. Die Frauen, die mit Kraft und Wille zu etwas gekommen sind, werden bei uns heute nirgends mehr gebremst. Nur jene, die einen irrelevanten Blödsinn studiert haben und jetzt schreien, dass der böse Mann mit dem Ingenierurstudium irgendwann Chef der Konstruktion wird während sie für Billigstundensatz inhaltsleere „Gendermainstreaming“-Pflichtseminare halten müssen um sich über Wasser zu halten, tröten was von Unterdrückung und maßen sich an, immer wieder für „die Frauen“ zu sprechen, von denen sie aber kein Mandat dazu bekommen haben. Niemand hat sie davon abgehalten, Maschinenbau zu studieren. Nur sie selbst. Aber wie gesagt: der feministische Sexismus behauptet einfach immer, dass an allem irgend ein Mann schuld sein muss, und schon sind die Predigerinnen aus dem Schneider. Zur Not wird noch behauptet, dass Konstruktion eben „männlich“ wäre und erst auf „die Frauen“ angepasst werden müsste, softer, sozialer und emotionaler werden müsse, und wenn sie das nicht tue, wäre das ein weiterer Beweis für das Einmauern des Patriarchats. Dass Konstruktion Technik ist, die darauf ausgelegt ist, rational und funktional zu arbeiten und ein Rad rund ist, damit es rollt und weil Naturgesetze, die das vorschreiben, nicht von Männern erfunden wurden sondern einfach so sind, weil sie sind, wie sie sind, können diese trotzigen geistigen Kleinkinder nicht hinnehmen und stampfen umso wütender auf, wenn man ihnen mit Vernunft und Wissenschaft kommt.

Eine Gemeinde, die Wissenschaft und Vernunft ablehnt und ein selbstkonstruiertes Realitätsmützchen (und das im Zweifelsfall auch noch in pink und mit Katzenöhrchen) über alles stülpt und nichts akzeptieren kann, was sie sich nicht selbst ausgedacht haben, erfüllt für mich den Tatbestand der psychischen Filterblase. Die kann ich nicht für voll nehmen. Das haben sie mit den Hardcore-Moslems und anderen Radikalreligiösen wie Kreationisten gemein. Und sie tun auch denen, die sie zu vertreten vorzugeben wagen, keinen Gefallen. Denn die wenigen Frauen, die über Leistung und Kampfstärke nach oben kommen, müssen sich erst durch diese Feminazissen und deren auf Opfergelabere fußender Forderungskreischerei permanent beweisen, dass sie keine hohle Quotennuss sind sondern es wirklich über Leistung geschafft haben.

Aber diese Selbstgerechten und Moralinversäuerten interessiert das Schicksal anderer in Wirklichkeit nicht die Bohne, die wollen nur über Jammern und Schreien Posten für sich selbst kassieren, auf die sie aufgrund eigener Inkompetenz nie gekommen wären. Ein Mann fällt durch eine Prüfung, weil er zu blöd ist, eine Frau fällt durch die gleiche Prüfung, weil sie eine Frau ist. Und mit diesem Glaubenssatz wollen die voll genommen werden.

P.S. Gratulation zu diesen Töchtern!

raindancer hat gesagt...
also ich arbeite schon sehr lange im IT Bereich, zuvor lange in einer Branche wo das Verhältnis Männer Frauen ausgewogener war.
Ich finde anzügliche Witze sind entbehrlich, da zumeist dümmlich.
In der Tat sehe ich es ähnlich, wenn Frauen in die Technik wollen, sollen sie studieren und sich dafür interessieren. Reinschubsen wird nicht viel bringen.
Jedoch ist es nach wie vor augenscheinlich,dass Männer von der Männermeute offensichtlich mehr gefördert werden.
Bei Frauen wird immer angebracht sie arbeiten nicht so lange, haben die Babypause, brauchen oft Teilzeit.
Naja Männer schaffen auch einen ganzen Tag nichtstun mit Residenz in der Firma, das nennt sich dann oft trotzdem Überstunden. Rein fachlich seh ich wenig Unterschiede zwischen der Kompetenz von Männern und Frauen so sie sich beide entweder durch Erfahrung oder Studium auf das Fachgebiet vorbereitet haben.
Jedem Trottel muss klar sein, wenn überall zu 90% Männer in der Chefetage sitzen, dann läuft was falsch.
Umgekehrt sollte den Männern klar sein, dass 100% der Zeit in die Firma investieren und nichts in Familie, Sport und Freizeit wohl kaum effektives arbeiten genannt werden kann.
Es läuft was schief im Staate.“

Werte raindancer,
Sie schreiben:
Jedem Trottel muss klar sein, wenn überall zu 90% Männer in der Chefetage sitzen, dann läuft was falsch.“
Sorry, aber ich würde sarkastisch hinzufügen: nein, das ist nur Trotteln klar. Vernünftig denkenden Menschen nicht.
Und irgend ein Satz über „Männer“, die in der Firma auch nur Nichtstun, disqualifiziert sich von selbst. Sie springen da nämlich auf den Zug dieser dümmlichen „die Frauen“ und „die Männer“-Argumentierer auf, für den ich Sie für zu intelligent halte.

Es gibt Männer, die primitive Haklerjobs machen oder einfach nur den Blöden raushängen lassen und es gibt Männer, die Unternehmer werden oder Führungspositionen anstreben. Für Feministinnen alles „die Männer“, von denen „die Frauen“ unterdrückt werden.
Es gibt Frauen, die primitive Putzjobs machen und Frauen, die Unternehmerinnen werden oder Führungspositionen anstreben.

Dass prozentuell mehr Männer den Kampf in der Tretmühle zwischen Oben und Unten aufnehmen und durchbeißen als Frauen ist kein patriarchalisches Unterdrückungskonstrukt sondern einfach eine statistische Entwicklung die sich aus Diversität ergibt.

Diversität heißt, auch zu verstehen, warum in den Vorstandsetagen auch die Türken oder allgemein die Moslems rechnerisch unterrepräentiert sind. Nicht weil sie unterdrückt werden, sondern weil eben ein entsprechender Prozentsatz keinen Bock auf diese Tretmühle hat, wenn sich der 5er-BMW auch mit Dönerbude ausgeht. Oder Hartz IV plus steuerschonendem Vergnügungsmittelhandel.

Irgendwelche willkürlich herausgepickte Betätigungsfelder (Müllabfuhr und Bergbau tauchen da eher selten auf) als Beispiele der Abweichung von prozentuellen Bevölkerungsanteilen herzunehmen und daraus irgendwas abzuleiten ist billige propagandistische Taschenspielerei.

Wenn Führungspositionen nicht nach Kompetenz, Motivation, Kampfeswille und Einsatz vergeben werden sondern auf Basis der statistischen Verteilung in der Gesamtbevölkerung, werte raindancer, dann läuft etwas falsch, aber ordentlich. Denn auf solche Plätze gehören Leute, die es wollen und können, und nicht Leute, die glauben, es stehe ihnen einfach zu, weil sie laut schreien.

Umgekehrt sollte den Männern klar sein, dass 100% der Zeit in die Firma investieren und nichts in Familie, Sport und Freizeit wohl kaum effektives arbeiten genannt werden kann.“

Wird es auch nicht, hat damit nämlich gar nichts zu tun. Aber es ist eben biologisches Verhalten, statt gemütlich mit der Familie am Feuer zu sitzen und durch das Kauen von Wurzeln das Verhungern abzuwehren das Männchen lieber mehrere Tage fern der Familie auf der Jagd ist, um seine Sippe gut zu ernähren. Weil ihm auch im Falle, dass der Nachbar genug Futter für zwei Familien anschleppt, der Wurzelkauer bald allein sitzt, während seine Exsippe lieber beim Nachbarn sitzt. Lieber satte Zweitfrau als beim Faulen verhungern. Sorry, klingt vielleicht hart, aber so ist unsere Evolution verlaufen. Und noch heute sind die Weibchen für den Großteil des Konsums zuständig, während die Männchen für den Großteil des Einkommens zuständig sind. Wie diese Schere zu erklären ist, nämlich dass die eine Hälfte mehr Geld ranschafft als ausgibt und die andere Hälfte genau andersrum, wird lieber nicht betrachtet. Was nicht passt wird ignoriert.

Dass das Ganze nichts anderes ist als ein Werkzeug der Zerstörung der Familie, begreifen immer noch viel zu wenige. Erst hat man die Generationen zerschlagen, die Kinder in die Ganztagseinrichtung und die Großeltern ins Pflegeheim verfrachtet (Wer denkt mal darüber nach, dass eine Frau im Altenheim ganztags arbeiten geht um das Geld zu verdienen, das die Pflege ihrer Eltern im Altenheim kostet und die Ganztagsbetreuung für ihre Kinder – wäre sie zuhause, wäre das eine Nullrechnung, weshalb der Staat eingreift…), der familiäre Zusammenhalt wurde als Fron diffamiert, Eltern als potenzielle Gewalttäter und Kinderquäler (dabei gab es die wirklichen Missbrauchsfälle eher in den städtischen und kirchlichen Einrichtungen), Alte als Schmarotzer und zusammen mit den Kindern als Karrierebremsen. So stehen heute alle im Erwerbsleben, allein gelassen und nur noch gestützt durch Ehepartner.
Und dann wird ein Keil zwischen Mann und Frau getrieben.
Zufall? Oder eher die finale Zerstörung der Keimzelle unserer Gesellschaft?

„Es läuft was schief im Staate.“

Richtig. „Positive Diskriminierung“ und „Quoten“, „Gendermainstreaming“ und „Feminismus“, „Halbe-Halbe“ und „Frauenministerium“. Die haben im Staat nämlich nichts verloren. Der Rest läuft so, wie er läuft. Es gibt absolute Chancengleichheit. Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich.

sokrates9 hat gesagt…
Finde die Kompetenz der Frauen und deren Führungsstärke sieht man bei den Grünen! Ideologie, Strategie, Taktik, Realitätsbewußtsein gehören einfach nicht zur Kernkompetenz der Frauen! Vielleicht in 1000 Jahren, derzeit noch nicht!“

Werter Sokrates9,
ich würde nicht alle über einen Kamm scheren. Es gibt sehr starke und tolle Frauen. Nur sind sie eben statistisch in anderer Stärke vertreten als Männer.
Bei den Grünen handelt es sich ja auch noch um ein ausgesuchtes Sammelbecken der Opferreligiösen. Sieht man an der Stutenbissigkeit rund um den Abgang Glawischnigs und der Jungen Grünen, um die internen Intrigen und das ganze Verhalten der Führungsriege im Wahlkampf.

Das wirklich putzige daran:
Am Ende übergeben die den Schrotthaufen, den sie hinterlassen, einem Mann, um aufzuräumen.

MfG Fragolin

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Wahrlich, wir leben in spannenden Zeiten ...

DiePresse berichtet:



Katalonien: Madrid zieht „nukleare Option“

Die Separatisten ließen ein Ultimatum verstreichen. Spaniens Regierung will daher am Samstag die katalanische Autonomie vorübergehend aussetzen. Barcelonas Premier fürchtet seine Verhaftung.

Madrid. Die Zeichen zwischen Madrid und Barcelona stehen auf Sturm. Und dafür hat Kataloniens rebellischer Ministerpräsident, Carles Puigdemont, offenbar Vorsorge getroffen: Seine Leibwächtertruppe sei verstärkt worden, hört man. Und statt sich abends in der Dienstlimousine nach Hause chauffieren zu lassen, habe er sich nun hinter den dicken Mauern des Regierungspalasts in der Altstadt Barcelonas eingerichtet.

Fürchtet der Mann, der an der Spitze der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung einen Keil in die spanische Nation treibt, seine Festnahme?
Auch bei — angeblich — neutraler »Berichterstattung« schimmert die EUrokratisch-zentralistische Blattlinie eines Mainstream-Mediums deutlich durch. Denn ein Katalane kann wohl von seinem Selbstverständnis keinen Keil in die »spanische Nation« treiben, weil für ihn diese nur ein Konstrukt typisch nationalistischen Zentralismus' ist. 

Eine »spanische Nation« gibt es ebenso wenig, wie es einst eine »tschechoslowakische Nation gab« — deren Einwohner freilich klüger waren, und sich friedlich trennten, statt sich gegenseitig, wie bspw. die Bewohner einer ebenso inexistenten »jugoslawischen Nation«, die Schädel einzuhauen.


Ohne die Aktionen (oder gar die ideologische Richtung!) der derzeitigen katalanischen Regierung als besonders toll und das beste seit der Erfindung von Kaugummi bezeichnen zu wollen — aber das Spiel, auf das sich Ministerpräsident Rajoy einläßt, ist hochgefährlich! Nur zu leicht könnten andere, weit (sprach-)fremdere Völker (wie die Basken, die mit »Spaniern« ja wirklich nichts zu tun haben), die sich mit dem Staatsverband »Spanien« irgendwie abgefunden haben, sich provoziert fühlen, wenn ein lupenreiner Bürokrat wie Rajoy zu verstehen gibt, daß die vollmundig gewährte »Autonomie« in der Realität nur Bestand hat, wenn die damit großzügig Bedachten sie nicht in Anspruch nehmen.

Aktionen wie diese haben schon ganz andere Vielvölkerstaaten in Zerrüttung und Auflösung geführt. Und ob ein Professor Rajoy als der Premier des Bürgerkrieges und totalen Zerfalls in die Geschichte eingehen will — diese Frage möge er sich zweckmäßigerweise selbst beantworten, bevor er Aktionen setzt. Politisches Herostratentum gab es in Europa in den letzten hundert Jahren fürwahr genug ...

Mannomann

von Fragolin

Die „Zeit“, jenes frischebewahrende Hamburger Spezialpapier für die Verpackung von Produkten der Nordseefischerei, das gegen die Langeweile der eingewickelten Fische lustige Texte auf die Einpackbögen drucken lässt, hat in seinem Internet-Ableger (Wieso braucht Packpapier sowas? In einen Laptop kann man höchstens eine Flunder einpacken!) eine volkserzieherische Liste zusammengestellt, was Männer unbedingt beachten müssen, wenn sie Umgang mit Frauen pflegen.

Laut einer Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes haben 39 Prozent der Frauen im Berufsalltag schon Kommentare und Witze mit sexuellem Bezug gehört.“

Stimmt, das ist diskriminierend. Es beweist nämlich die Unterrepräsentanz von Frauen in technischen Werkstätten, Produktionshallen und am Bau. Sonst wäre die Quote doppelt so hoch.
Bei Männern beträgt sie übrigens gefühlte 100%.

Wenn du an einem Meeting teilnimmst und siehst, dass nur Männer anwesend sind, mach dich dagegen stark.“

Ach ja? Indem ich die Putzfrau mit einlade? Oder muss ich jedesmal unsere Firmenchefin dazuholen? Die wird sich bedanken. Hat ja nichts anderes zu tun, als die Quotentussi im Einkaufsmeeting zu spielen. Muss ich als Mann also losgehen, und irgend eine Frau, gegen die ich ja meine Machtposition nicht ausspielen darf, zum Quotendasein verknacken? Damit sie „repräsentiert“ ist?
Wenn sie dazugehört, kann sie sich selbst stark machen, wenn sie zu schwach dafür ist und männliche Anleitung braucht, tja, sorry, aber dann gehört sie nicht dazu. Diese „Benimmregeln“ sind ja offensichtlich nichts anderes als sexistische Aufforderungen, Frauen als gesellschaftlich Behinderte zu behandeln.
Und deshalb geht das in dem Ton auch weiter.

Wenn ein Mann eine Frau unterbricht, steh für sie ein. Sage: "Hey, sie hat etwas gesagt."“

Also abgesehen davon, dass es bei uns eher die Frauen sind, die Männer nicht zu Wort kommen lassen, gilt auch hier: Braucht das Prinzesschen einen strahlenden Ritter? Muss sie am Patschhanderl genommen werden? Wenn bei uns die Konstruktion mit dem Verkauf und der Beschaffung im Meeting sitzt, sitzen da vier Männer und zwei Frauen drin, und alle beide wären zurecht beleidigt, wenn ich mit so einem blöden Sager („Oh hört, sie kann sprechen! Sogar ganze Sätze bilden!!“) daherkomme. Die können sich selbst beschützen, die wissen, wie sie sich behaupten. Deshalb sitzen sie auch in dem Meeting und räumen dort nicht nur das Geschirr rein und raus.

Bezeichne Frauen im beruflichen Kontext niemals als hysterisch.“

Ach, und wenn sie es sind? Als überstimuliert situationsinkohärent?

Berühr keine Frauen, die du nicht kennst – und ganz ehrlich: Wenn du das generelle Bedürfnis hast, irgendwelche Frauen anzufassen, frag dich, warum.“

Gibt es den Satz auch auf arabisch?
Wurde der auch mit der örtlichen Vertrauensperson der islamischen Glaubensgemeinschaft diskutiert? Oder kann man den gleich mal als islamophob stehen lassen?
Nein, keine Hetze, sondern Tatsache: Immerhin hat ein Imam erklärt, Vergewaltigung wie in Köln geht absolut in Ordnung, denn wenn sich Frauen unzüchtig bekleidet vor strammen Arabern zeigen, dann ist das, als würde man ein Stück rohes Fleisch vor ein hungriges Löwenrudel werfen. Das bei den Löwen die Weibchen jagen weiß der Islamkundige scheinbar nicht, aber was soll‘s, die glauben ja auch, die Erde wäre eine Scheibe und die Raumfahrt ein Märchen der Ungläubigen, was sie gerne auch über Satellitentelefon verbreiten.

Hast du das Gefühl, Frauen schulden dir etwas? Das tun sie nicht.“

Irrtum. Einige schulden mir schon seit ewig Geld. Aber das sehe ich eh nie wieder. Und eine ein paar Jahre meiner Lebenszeit. Aber die sind auch weg. So what.

Selbst wenn du meinst: "Hmm, und was ist mit grundsätzlichem Respekt?" Dann frage dich, ob du ihr denselben entgegenbringst.“

Was hat das mit Frauen zu tun, ihr sexistischen Schwachmatiker? Respekt muss man sich verdienen, und dann kann man ihn einfordern. Egal ob Mann oder Frau. Oder sonstwas.

Schicke einer Frau keine Bilder von deinem Penis. Es sei denn, sie hat darum gebeten.“

Echt? Die bitten bei euch darum? Also mich hat noch nie eine gebeten. Und ich schicke auch keine Bilder.
Als ich noch ungebunden war, haben ihn einige sehen wollen, aber die standen alle auf Natur und echt, mit anfassen und so, und sagten das auch nicht so sondern man hat einfach geflirtet und irgendwann, nach Stunden oder Wochen, das war individuell anpassbar, flachgelegt.
Bin ich froh, aus der analogen Zeit zu kommen, als man Sex noch mit Leuten und nicht mit Bildern gemacht hat! Ganz normal, hetero und mit viel Spaß, ohne jedes schlechte Gewissen. Ich beneide mich selbst um diese Zeit.

Erlaube dir keine Schlüsse über die Intelligenz von Frauen, ihre Fähigkeiten oder ihre Wünsche nur aufgrund ihrer Kleidung.“

So, liebe Fischkoppeinwickler, eines möchte ich euch noch in die Merkzeile als Kommentar klickern: Ihr seid sexistische, biologistische und schwer diskriminierende Armleuchter! Kein Wort zum richtigen Umgang mit Menschen der anderen 146 Geschlechter, mit biologischen Männern, die sich als Frauen fühlen und umgekehrt, oder als irgendwas anderes, was weiß ich. Ihr fokussiert euch auf billigen Geschlechterkampf im Rahmen des überholten patriarchalischen Konstrukts der biologischen Definition von Geschlecht.
Bei den angesprochenen Szenen scheint es sich um praktische Erfahrungen aus der eigenen Redaktionsstube zu handeln. Meine Fresse, muss es da rund gehen...

Zahle Frauen dasselbe Gehalt, das du Männern zahlst.“

Zahle ich. Denn der KV sieht nichts anderes vor, er lässt mir keinen Spielraum. Nur die Qualifikation und die Leistungseinstufung, und auch die sind vorgegeben und nicht von mir altem Sack mit hämischem patriarchalischem Hohnlachen extra als gläserne Decke gegen Frauen gezimmert worden.
Wer als HTL-Abgänger in die Konstruktion kommt, wird als Konstrukteur bezahlt. Das Geschlecht ist mir sowas von wurscht, wenn die Leistung passt.
Ich werde aber niemals einer Frau das gleiche zahlen wie einem Mann, wenn der Mann in 3D hochkomplexe Maschinen konstruiert und die Frau einmal in der Woche den Bildschirm an seinem PC abwischt. Und das gilt übrigens auch andersherum. Die biologischen Ausformungen zwischen den Beinen sind kein Qualifikationskriterium.

Deshalb von mir noch ein Tipp für „die Frauen“ zum richtigen Umgang mit „den Männern“:
Benehmt euch einfach ganz normal und setzt auf das, was ihr könnt, aber vergesst dieses dümmliche Opfer-Getue und dieses ständige Gejammere nach dem Mann, der euch verteidigt oder protegiert, damit ihr durch Schiebung das bekommt, was der Mann durch Mühen erreicht hat. Der beste Beweis sind die starken Frauen, die mit den gleichen Mühen weit gekommen sind; denen spuckt ihr ins Gesicht, wenn ihr fordert, dass das allen Frauen zusteht weil sie Frauen sind, was sich einige hart erkämpfen mussten.
Hört einfach auf damit.
Und wenn ihr zuwenig könnt, dann lernt.
Der prozentuelle Frauenanteil bei den Meisterprüfungen im Maschinenbau liegt im unteren einstelligen Bereich. Niemand steht euch im Weg außer ihr selbst!

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Heute vor zweihundert Jahren

... (mithin am 18. Oktober 1817) starb einer der Komponisten der französischen Revolution — neben bspw. Gossec, und wie dieser »situationselastisch« in unterschiedlichen Regimes: Étienne-Nicholas Méhul. Über die ethische Qualität von Menschen mit Wetterfahnencharakter sei hier kein Wort verloren, nur über den kompositorischen Genius des Mannes, den man am eindrücklichsten wohl eher nicht in seinen Opern (obwohl er gerade ihretwegen berühmt wurde), sondern in seinen Symphonien erfährt, die sich in ganz wenigen Jahren — die fünf entstanden von 1808 bis 1810, wobei ich von der fünften leider überhaupt keine Aufnahme auf Youtube fand, und auch von der 3. Symphonie existiert online nur ein kurzer Zusammenschnitt — seiner Schaffensperiode zusammendrängen :




Das bemühte, mal »weihevolle«, mal revolutionäre Pathos, wie bspw. im »Chant National« oder »Chant du départ« verblaßt hingegen neben den bis heute lebendigen Klängen der Marseillaise — die bekanntlich ein Hobby-Texter & -Komponist in einer Nacht zusammengeschustert hatte ...

Ein leicht sarkastisches Lächeln kann man sich schwer verkneifen, wenn man über das Opernschaffen von Méhul auf Wikipedia hektisch-bemühte Worte wie diese liest:
Méhul wurde vor allem durch seine mehr als vierzig Opern bekannt, von denen Joseph in Ägypten auch gegenwärtig noch aufgeführt wird; Carl Maria von Weber leitete eine Aufführung des Werkes 1817 anlässlich der Gründung der deutschen Hofoper in Dresden. Die bekannteste Melodie aus dieser Oper, die Romanze des Joseph A peine au sortir de l'enfance (dt. Ich war ein Jüngling noch an Jahren) wurde fälschlich als Vorlage für das Horst-Wessel-Lied ausgegeben, dieses geht jedoch vermutlich auf das deutsche Bänkellied Ich lebte einst im deutschen Vaterlande zurück.
Nun, möge jeder Leser selbst beurteilen, ob besagte Romanze des Joseph »fälschlich« oder zurecht als Vorlage für ein Lied ausgegeben wurde — das eigentlich keiner kennen kann, da das Absingen desselben unter Strafandrohung verboten ist. LePenseur sieht sich dazu nicht imstande, wohl aber kann er dem Gedanken, daß revolutionäres Pathos von links, und Randale von »rechts« offenbar in ziemlich harmonischem Gleichklang tönen, etwas abgewinnen — und auch dies ist durchaus eine Lehre, die aus der Musikgeschichte zu ziehen, nicht vergebliche Mühe ist ...

Richard von Schaukal: ein Zitat (3)

»Eure Rede sei Ja – ja! Nein – nein! Was darüber ist, ist von Übel.« Die Weisheit und die Wahrhaftigkeit der Sprache, des Mittels, Gedachtes zum verständlichen Ausdruck zu bringen, sind in diesen ewigen Worten des größten Lehrers der unbelehrbaren Menschheit besiegelt. Wie hoch stände das vernunftbegabte Geschöpf, das an Un- vernunft seinesgleichen sucht, unter den andern der Not und der Notdurft gehorchenden irdischen Wesen, wenn es die menschlichste aller göttlichen Vorschriften unverbrüchlich zu befolgen gelernt hätte! Wahrlich, alles Übel in der Welt geht vom Wort aus, seinem Mißbrauch, seiner Vergeudung. Alle Lüge stammt aus dem die Grenzen seines Zweck-gebrauchs überschreitenden Wort. Seht euch um auf allen Gebieten eurer Tätigkeit, schaffende Erdenbürger: im Verkehr der Völker wie dem der einzelnen, im Erwerbs-leben, in der Verwaltung, in der Geschichtsschreibung, der Rechtsprechung, der Erziehung, der Lehre herrscht das üble, das verderbliche Übermaß des Wortes, die Wortemacherei, das Geschwätz.
 (»Von unsichtbaren Königreich«) 

Linker Humor

von Fragolin

Hahaha wie lustig, die „Satiriker“ von der „Titanic“ sind endlich auf Böhmermann-Niveau angekommen. Und rufen unter dem Deckmantel der „Satire“ zum Mord am „Baby-Hitler“ Sebastian Kurz auf.



Ja, so geht linker Humor. Man erklärt jeden, der einem nicht zu 100% zu Gesicht steht, zum Ungläubigen, äh, zum Nazi, und erklärt ihn zum lebensunwerten Freiwild. Und unter „Hitler“ geht da eh nix mehr, die sind schon auf dem argumentativen Kellerboden aufgeschlagen und beißen sich jetzt am Estrich die Zähne aus.

Nur mal so ein Gedankenspiel:
Die gleiche Hetze auf einem Bild von Merkel: „Endlich möglich: Alte Ossi-Schachtel abschießen!“
Oder doch Claudia Roth? „Endlich möglich: Heulboje abknallen!“
Vielleicht aber auch das Bild einer Moschee? „Endlich möglich: Islamistenbrutstätten eliminieren!“
Na, ist das Satire?
Wer jetzt noch die Frage mit „Ja“ beantworten kann, kann sich zurücklehnen.
Wer nicht, sollte sich fragen, warum bei einem solchen verhetzenden Hass-Getwittere die Amadeu-Antonio-Stiftung schweigt.

Übrigens, liebe „Titanic“-Hetzer, die ihr euch für Satiriker haltet, nur weil unter diesem Deckmantel jede linke Hetze verkauft werden darf: Satire ist zwar immer Provokation, aber Provokation ist nicht immer Satire. Manchmal ist sie einfach nur billige Hetze. Satire mit Niveau, das wäre ein Bild, was das Subjekt der Lächerlichkeit preisgibt, Kurz verschaukelt, ihn auf Silberstein-Niveau als Baby auf Schüssels Arm zeigt, ja, das ist Satire.

Satire, das ist etwas, was mit Scherz, Ironie und tieferer Bedeutung einhergeht und nicht auf dem Grabbeltisch der Geschmacklosigkeiten einfach als Bodensatz unten ausflockt. Ihr seid keine Satiriker, nur weil ihr im übertragenen Sinne Haken- und Fadenkreuze an Hauswände schmiert, denn da bewegt ihr euch auf dem gleichen Niveau wie Leute, die Schweineblut auf Moschee-Baustellen kippen. Ach was, die sind sogar noch lustiger, weil sie niemanden körperlich gefährden.

Wer Aufruf zum Mord als Schenkelklopfer sieht ist auf einem geistigen Niveau unterwegs, wo man sich über Besachwaltung ernsthaft Gedanken machen müsste. Das ist die mentale Ebene von Hinterhofglatzen, die sich bei einem echten doitschen Bier in der Stammkneipe gegenseitig ausmalen, wie lustig es wäre, sowas wie Merkel oder Schulz mit dem Baseballschläger in die Gosse zu prügeln.

Naja, wer sich auf diesem Niveau geistiger Pantoffeltierchen wohl fühlt, wird wohl weiter dieses linksbedruckte Klopapier kaufen und sich freuen, wenn dort linksextreme Hetze auf den nächsten G20-Gipfel vorbereitet. Was zu dem Rückschluss führt: Wer sowas jetzt noch kauft, ist einfach krank im Hirn. Sorry, aber einen anderen Schluss kann ich nicht ziehen.

Dienstag, 17. Oktober 2017

Am 17. Oktober 1727

... (mithin heute vor 290 Jahren) gelangte die

TRAUER-ODE
auf das Ableben
Ihrer Majestät der Königin in Polen
und Kurfürstin zu Sachsen,  Frauen
Christianen  Eberhardinen


auf Worte des Johann Christoph Gottsched, nachmaligem außerordentlichem Professor für Poetik und darnach ordentlichem Professor der Logik und Metaphysik an der Universität zu Leipzig, als Kantate in Musik gesetzet von Johann Sebastian Bach (BWV 198), Kantor zu St. Thomas, ebendort:


Laß, Fürstin! laß noch einen Strahl
Aus Salems Stern-Gewölben schießen,
Und sieh, wie viel hier Tränen fließen,
Und sieh Dein hohes Ehrenmahl!
Dein Sachsen, Dein bestürztes Meißen,
Erstaunt bei Deiner Toten-Gruft;
Das Auge tränt, die Zunge ruft:
Mein Schmerz muß unaussprechlich heißen.

Hier klagt August, der Prinz, das Land,
Der Adel ächzt, der Bürger trauert,
Wie hat Dich nicht das Volk bedauert,
Sobald es Deinen Fall empfand?
Verstummt! verstummt ihr holden Saiten!
Kein Ton vermag der Länder Not,
Um ihrer teuren Mutter Tod,
O Schmerzens-Wort! recht anzudeuten.

Der Glocken bebendes Getön,
Soll der betrübten Seelen Schrecken,
Durch ihr geschwungnes Erz entdecken,
Und uns durch Mark und Adern gehn.
O könnte nur ihr banges Klingen,
Davon das Ohr uns täglich gellt,
Der ganzen Europäer-Welt,
Ein Zeugnis unsers Jammers bringen!

Wie starb die Heldin so vergnügt!
Wie mutig hat Ihr Geist gerungen,
Bis Sie des Todes Arm bezwungen,
Noch eh er Ihre Brust besiegt.
Ihr Leben ließ die Kunst zu sterben
In unverrückter Übung sehn:
Unmöglich konnt’ es dann geschehn,
Sich vor dem Tode zu entfärben.

Ach selig! wessen großer Geist,
Sich über die Natur erhebet,
Vor Gruft und Särgen nicht erbebet,
Wenn ihn sein Schöpfer scheiden heißt.
An Dir, Du Muster großer Frauen,
An Dir, erhabne Königin,
An Dir, Du Glaubens-Pflegerin,
War dieser Großmut Bild zu schauen.

Der Ewigkeit saphir’nes Haus
Zieht Deiner heitern Augen Blicke,
Von der verschmähten Welt zurücke,
Und tilgt der Erden Denkbild aus.
Dein heller Glanz, gleicht hundert Sonnen,
Ein Licht das unsern Tag zur Nacht
Und unsre Sonne finster macht,
Hat Dein verklärtes Haupt gewonnen.

Was Wunder ist’s? Du bist es wert,
Du Fürbild aller Königinnen!
Du mußtest allen Schmuck gewinnen,
Der Deine Scheitel itzt verklärt.
Nun stehst Du vor des Lammes Throne,
Verschmähst des Purpurs Eitelkeit
Vor Deiner Unschuld Perlen-Kleid,
Und spottest der verlaß’nen Krone.

So weit der volle Weichsel-Strand,
Der Niester und die Warthe fließet,
So weit sich Elb und Muld ergießet,
Erhebt dich beides Stadt und Land.
Dein Thorgau geht im Trauer-Kleide,
Dein Pretzsch wird kraftlos, starr und matt;
Denn da es Dich verloren hat,
Verliert es seiner Augen Weide.

Doch Königin! Du stirbest nicht,
Man weiß was man an Dir besessen,
Die Nachwelt wird Dich nicht vergessen,
Bis dieser Weltbau einst zerbricht.
Ihr Dichter, schreibt! wir wollen’s lesen:
Sie ist der Tugend Eigentum,
Der Untertanen Lust und Ruhm,
Der Königinnen Preis gewesen.


Soloists:
Soprano: Ingrid Schmithüsen
Alto: Charles Brett
Tenor: Howard Crook
Bass: Peter Kooy
Performed by La Chapelle Royale under the direction of Philippe Herreweghe. Recorded by Harmonia Mundi France in 1988.


Part I.
1. Laß, Fürstin, laß noch einen Strahl (Chorus)
2. Dein Sachsen, dein bestürztes Meißen (Recitative: S) 05:58
3. Verstummt, verstummt, ihr holden Saiten! (Aria: S) 07:08
4. Der Glocken bebendes Getön (Recitative: A) 11:00
5. Wie starb die Heldin so vergnügt! (Aria: A) 11:58
6. Ihr Leben ließ die Kunst zu sterben (Recitative: T) 19:21
7. An dir, du Fürbild großer Frauen (Chorus) 20:29

Part II.
8. Der Ewigkeit saphirnes Haus (Aria: T) 22:37
9. Was Wunder ists? Du bist es wert (Recitative: B) 26:43
10. Doch, Königin! du stirbest nicht (Chorus) 29:11


The Trauerode BWV 198 occupies a special place among Bach's secular cantatas. It is at once his only surviving secular music of mourning and the only extant cantata that he contributed to an official university ceremony. The work's genesis is unusually well documented. The Electress of Saxony Christiane Eberhardine had died suddenly on 5 September 1727 at the age of fifty-six. She was highly respected in Saxony for resisting the pressure of the court to embrace the Roman Catholic faith which her husband had adopted in 1697 in order to become eligible as king of Poland. Since that time she had lived in retirement in the castle of Pretzsch on the Elbe. The ceremony planned by Leipzig University for 17 October was thus a political event of the first order. It would appear that the president of the Leipzig Deutsche Gesellschaft, Johann Christoph Gottsched, was the prime mover behind the event; but he clearly did not want to adopt too prominent a position with respect to the Saxon court, and therefore entrusted an aristocratic student from his circle, Hans Carl von Kirchbach, with the preparations for the ceremony, while he himself contributed the text for a large-scale mourning ode.

Kirchbach commissioned a setting of Gottsched's poem from Bach, as the highest-ranking musician in the city, thereby passing over the figure who by rights should have received it, the university's music director Johann Gottlieb Görner. Once the project became known, Görner immediately lodged a protest with the university authorities, demanding that the commission be withdrawn from Bach and given to him instead. Although he had the university on his side, Görner was finally defeated by the obstinacy of Kirchbach - who threatened to call the whole event off - and had to be content with a compensatory payment. In the meantime, Bach had already pressed ahead with his setting of Gottsched's ode. The end of the autograph score is dated 15 October, which means that the ten-movement work was finished just two days before the performance. The (now lost) parts must therefore have been copied out in the greatest of haste.

The ceremony began at nine o'clock in the morning with a solemn procession of the town council and university professors from the Nikolaikirche to the Paulinerkirche, where Kirchbach pronounced his eulogy in memory of the Electress, framed by Bach's music. Since the ceremony took place during the Leipzig Michaelmas Fair, it was attended, as a contemporary account tells us, by 'many personalities, princes, and other persons of high rank, Saxon and foreign ministers, chevaliers from the court and elsewhere, along with numerous ladies'. After the guests had taken their seats in the church, the university beadles distributed the printed text of the music, the first part of which commenced immediately. The Leipzig chronicler Ernst Christoph Sicul reports that Bach had composed his music 'in the Italian style, with Clave di Cembalo, which Mr. Bach himself played, organ, viola da gamba, lutes, violins, recorders, transverse flutes, &c.'.

Bach was well aware of the significance of this solemn occasion, for he provided it with music of matchless splendor. In order to realize his musical conception of a grandiose funeral cantata after the Italian model, he began by modifying the regular organization of Gottsched's poem - the stanzas were split up and regrouped to enable them to be set as choruses, recitatives, and arias. The scoring of the work, too, is exceptionally delicate. The standard orchestra of transverse flutes, oboes d'amore and strings was expanded to include two violas da gamba and two lutes, which give the work its distinctive sound, at once somber and silvery.
(Peter Wollny)